UNICUM trifft: Miriam Bryant
Die schwedische Durchstarterin im Interview

- Miriam Bryant | Foto: Gregory Solenström/EMI Music Germany
Sie kam, sang – und bekam einen Plattenvertrag: Die 21-jährige Miriam Bryant begeistert mit ihrer Stimme nicht nur die Labelchefs. Noch vor Veröffentlichung ihrer ersten Single "Finders Keepers" (VÖ.: 19.10.) zählte die Schwedin zu den angesagtesten Newcomern des Jahres, nur allzu gerne wird sie als "skandinavische Adele" bezeichnet. UNICUM bat die außergewöhnliche Sängerin zum Gespräch.
Ein modernes Musikmärchen
Eigentlich klingt die Story zu schön, um wahr zu sein: Miriam Bryant hat sich schon seit ihrer frühesten Kindheit der Musik verschrieben. Als Jugendliche beschließt sie, ihren Traum von einer Gesangskarriere zu verwirklichen und nimmt dafür professionellen Unterricht.
Ab Ende des Jahres 2011 geht dann alles ganz schnell: Miriam besucht ihren Kindergarten Freund im Norden ihres Heimatlandes Schweden, dort arbeitet dieser in einem Tonstudio. Bei ihrem Besuch schreibt die 21-Jährige drei Songs, darunter "Finders Keepers", das sie im Internet veröffentlicht. Sofort werden die Plattenfirmen auf die Tochter einer Finnin und eines Engländers aufmerksam, im späten Frühjahr 2012 unterzeichnete Miriam einen weltweiten Plattenvertrag mit EMI Music Germany. Nach einer nur knapp 8 Monate langen Karriere als Künstlerin.
"Für mich muss es die Musik sein – ich habe keine andere Wahl!"

- Miriam Bryant | Foto: Sofie Bergmark/EMI Music
UNICUM: Du bist innerhalb von nicht einmal einem Jahr zur gefragten Newcomerin avanciert. Verspürst du da einen gewissen Erfolgsdruck?
Miriam Bryant: Nein, ich spüre keinerlei Druck, obwohl das sicherlich die meisten erwarten. Dafür glaube ich fest an meine Musik – und mit dem richtigen Marketing und Timing wird alles gut laufen. Aber natürlich bin ich unglaublich aufgeregt!
Du stehst am Anfang einer hoffentlich großen Musikkarriere. Hast du dir das Leben als "Popstar" so vorgestellt?
Ja, absolut! Ich habe immer versucht mir vorzustellen, wie so ein Popstar-Leben sein könnte und ich glaube wirklich daran, dass es mein Schicksal ist, eine Sängerin zu sein. Aber natürlich sind es die Leuten, die meine Musik hören, die mich auf diesem Weg nach vorne bringen.
Du bist gerade mal 21 – Was hast du vor deinem Plattenvertrag gemacht?
Ich war auf einer Musical-/Show-Schule. Mein Leben war damals, und ist jetzt immer noch irgendwie, genau wie das von jedem anderen auch, nur eben ein wenig anders.
War Musik schon immer dein großes Karriereziel gewesen?
Ich wollte nie etwas anderes machen. Ich wollte immer im Musikbereich arbeiten, so oder auf eine andere Art und Weise. Für mich muss es einfach die Musik sein – ich habe gar keine andere Wahl, ich glaube an das, was ich mache.
"Finders Keepers", Miriam Bryants erste Single – und der erste Song, den sie selber je geschrieben haben soll – , ist seit dem 19. Oktober 2012 auf CD und als digitaler Download erhältlich (EMI Music Germany).
"Ich halte meine Meinung nie zurück!"

- Miriam Bryant | Foto: Sofie Bergmark/EMI Music
Dein Vater ist Engländer, deine Mutter Finnin – welche Musik hast du in deiner Kindheit gehört? Dann doch "typisch" schwedisch ABBA?
Ich wuchs auf mit Kinderreimen auf, und mit Pink Floyd, Bob Dylan und finnischem Tango.
Welche Musik inspiriert dich heute?
Mich inspieriert ganz unterschiedliche Musik, aber kein Stil oder Künstler im Besonderen. Ich liebe z.B. die Musik von Bob Iver, Florence + the Machine, Rihanna … aber das ändert sich auch von Tag zu Tag.
Du wirst als "schwedische Adele" gehandelt und hast einmal gesagt, dass du das als Kompliment nimmst, aber es Unterschiede gibt. Worin unterscheidet sich eure Musik am meisten? Mit welchem Musiker würdest du dich am ehesten selber vergleichen?
Die Leute vergleichen immer neue Musik mit etwas, das es schon gibt. Aber wenn die Menschen meine Musik hören und auf die Texte achten, werden sie den großen Unterschied schnell bemerken. Ich bin einfach die erste Miriam Bryant.
Deine Musikkarriere begann gemeinsam mit deinem Kindergartenfreund Victor Randström. Es ist toll, dass ihr so lange befreundet seid und euch auch jetzt unterstützt. Wie wichtig sind dir so langjährige Freundschaften?
Freundschaften sind immer wichtig. Sie sind wahrscheinlich sogar wichtiger als alles andere. Man muss seinem Freund einfach gut zuhören und auch voneinander lernen – und man muss für den anderen da sein, egal was kommen mag.
Du hast einmal gesagt, dass du ein ehrlicher Mensch bist. Allgemein wird die Starwelt als unehrlich beschrieben – musstest du schon einmal mit deine Meinung zurückhalten?
Ich halte meine Meinung nie zurück … Das ist aber wahrscheinlich eher eine Schwäche von mir, ich weiß nicht genau. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das Musikbusiness wirklich so unehrlich ist. Es hängt wohl eher von den Personen ab, mit denen man sich umgibt.
Du habe außerdem gehört, dass du Essen magst. Hast du schon einmal etwas typisch deutsches gegessen, das dir geschmeckt hat?
Haha, wann habe ich das denn nochmal gesagt? Ich habe mal bayrische Würste gegessen, die waren schon okay. Und ich habe mal ein Eis mit Biergeschmack bekommen, aber ich bin mir da nicht sicher, ob das wirklich so typisch deutsch ist.
Stimmt es, dass du nicht nur nur Angst vorm Fliegen, sondern auch vom Elfmeterschießen hast?
Ja, ich bin ein riesengroßer Fußballfan. Auf internationaler Ebene unterstütze ich immer England. Und Elfmeterschießen ist immer ein Alptraum – eben gerade für England!
Und was ist deiner Meinung nach der beste schwedische Fußballspieler? Zlatan Ibrahimovic, Henke Larson oder Frederik Ljungberg?
Zlatan ist definitiv ein echter Charaktertyp, aber ich bin für Henke Larsson. Er wirkt einfach wie ein großartiger Kerl und auf seinem Karrierehöhepunkt war er ein einfach absolut überragender Fußballspieler.
Zum Schluss: Gibt es ein Lied, das du nie singen bzw. covern würdest?
Hmmm, da fällt mir jetzt kein besonderes Lied ein, aber wahrscheinlich würde ich nie einen Hardcore- oder Heavy Metal-Song singen. Ganz einfach, weil ich mich nicht blamieren will.
Miriam Bryant findet ihr auch im Netz unter www.miriambryantmusic.com und www.facebook.com/miriambryantmusic









