Abgedrehte Kurse: Spreche lieber ungewöhnlich

von Nathalie Klüver
Abgedrehte Uni-Sprachkurse
Foto: Thinkstock, Design: Heike Philipp

Chinesisch oder Arabisch? Es geht auch noch exotischer. Wie wäre es mit Teop, einer Sprache, die nur 6000 Menschen sprechen? UNICUM hat sich auf die Suche nach Sprachperlen an Hochschulen gemacht.

Von A bis Z

Alemannisch – Sprachlehrinstitut der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Die Mundart Alemannisch wird rund um Freiburg gesprochen und ist mit dem Elsässischen und Schwizerdütschen verwandt, auch wenn es große Unterschiede in Wortschatz, Grammatik oder Aussprache gibt. Die Zahl der Sprecher wird auf ungefähr zehn Millionen geschätzt – wenn auch mit unterschiedlicher Dialektkenntnis.

Ewe – u.a. Uni Bielefeld am Fachsprachenzentrum, Uni Köln am Institut für Afrikanistik

Ewe wird von etwa drei Millionen Menschen im südlichen Ghana und Togo gesprochen. Sie gehört ebenfalls zur Sprachfamilie der Niger-Kongo-Sprachen.

Nordisches Leben in Dänemark | Foto: Thinkstock

Färöisch – Uni Hamburg am Institut für Skandinavistik

Färöisch wird von 44.000 Menschen auf den zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln gesprochen. Die germanische Sprachen ist tatsächlich die Sprache, in der jährlich die meisten Bücher pro Muttersprachler erscheinen: ein Titel auf 325 Einwohner.

Galicisch – u.a. Freie Universität Berlin am Institut für Romanische Philologie

Etwa 3,5 Millionen Menschen sprechen die Sprache in der autonomen spanischen Region Galicien. Sie ist dort seit 1982 Amtssprache neben dem Spanischen.

Gebärdensprache – u.a. Uni Hamburg am Instiut für Gebärdensprache

Die Gebärdensprache dient der Kommunikation von gehörlosen Menschen und besteht aus Zeichen, Mimik und Mundbewegungen. Die Gebärdensprache unterscheidet sich von Land zu Land –so gibt es tatsächlich eine österreichische und eine schweizerische Gebärdensprache. Etwa 80.000 Gehörlose benutzen die Gebärdensprache, etwa 120.000 Hörende beherrschen sie.

Bora Bora, Polynesien | Foto: Digital Vision

Marquesianisch – Christian-Albrechts-Universität Kiel am Seminar für allgemeine und vergleichende Sprachwissenschaften

Marquesianisch ist eine polynesische Sprache, die etwa 5600 Menschen auf der Inselgruppe Marquesas in französisch-Polynesien sprechen. Die vom Aussterben bedrohte Sprache unterteilt sich in einen Nord- (3400 Muttersprachler) und Süddialekt (2100).

 

Nahuatl – LMU München am Sprachenzentrum

Nahuatl wird auch aztekisch genannt. Die indigene Sprache wird in Mexiko von 1,5 Millionen Menschen gesprochen.

Teop – Christian-Albrechts-Universität Kiel am Seminar für allgemeine und vergleichende Sprachwissenschaften

Teop wird von 6000 Menschen in Papua-Neuguinea gesprochen und zählt damit zu den am meisten vom Aussterben bedrohten Sprachen.

Fischerboote im Senegal | Foto: Thinkstock

Wolof – Uni Hamburg am Afrika-Asien-Institut

Wolof ist eine Untergruppe der Niger-Kongo-Sprachen und wird im Senegal von etwa drei Millionen Menschen gesprochen.

Zazaki – Uni Hamburg am Afrika-Asien-Institut

Zazaki wird auch die Zaza-Sprache oder Kirdki genannt und vor allem in Ostanatolien gesprochen. Die indogermanische Sprache zählt ungefähr zwei Millionen Muttersprachler und wird als bedrohte Sprache eingestuft.

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