Klimaschutz im Uni-Alltag
So verbessert ihr euren ökologischen Fußabdruck an der Hochschule

- Fotos: Thinkstock
Pro Jahr produziert der Durchschnitts-Deutsche zehn Tonnen Treibhausgase. Da lässt sich in jeder Lebenssituation eine Menge einsparen – auch an der Hochschule. UNICUM gibt Tipps, wie ihr euren CO2-Fußabdruck verkleinern könnt.
MOBIL UND GRÜN DABEI
Bei jedem Deutschen sind das durchschnittlich sieben Kilogramm pro Tag. Ein Großteil davon produziert das Auto. Fahrt, wenn möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Uni – auch wenn‘s manchmal voll ist. Ihr spart euch die Staugefahr, die Parkplatzsuche und viel Geld. Denn der Sprit ist nicht gerade günstig und bei vielen Studenten ist das Ticket in den Semesterbeiträgen enthalten.
Noch klimafreundlicher und dazu gut für die Fitness ist Radfahren. Und wer unbedingt mit dem Auto fahren muss, kann sich auch Mitfahrer suchen.
KLIMASCHUTZ ZUM MITNEHMEN
Coffee to go ist eine schnelle und praktische Angelegenheit. Doch klimabilanztechnisch eine große Umweltsünde. Denn allein Produktion und Transport eines Papierbechers sorgen für einen Ausstoß von 110 Gramm Kohlendioxid. Hört sich erst einmal nicht so dramatisch an: Aber kauft ihr euch pro Tag einen Kaffee zum Mitnehmen, sind das schon 40 Kilogramm im Jahr. Und die sind eigentlich überflüssig.
Auch der Kaffee selbst ist für bis zu 100 Gramm CO2 verantwortlich. Wer aber nicht auf den Wachmacher verzichten will, kann schon mit einem selbst mitgebrachten Becher etwas tun. Das verbessert eure persönliche Klimabilanz und sorgt zudem für kleinere Müllberge.
FLEISCHLOS IN DER MENSA
15 Prozent eurer persönlichen Klimabilanz gehen auf das Konto der Ernährung. Vor allem tierische Produkte sind in ihrer Herstellung sehr energieaufwendig. Besonders Rinder sind schlecht für die Umwelt: Sie produzieren beim Verdauen Methan, ein sehr klimaschädliches Gas. Die Bilanz von Obst und Gemüse ist dagegen viel besser.
Ein Kilogramm Rindfleisch erzeugt auf dem Weg von der Weide auf den Teller rund 13 Kilogramm Treibhausgase, bei der gleichen Menge Gemüse sind es gerade einmal 150 Gramm. Verzichtet doch einfach hin und wieder in der Mensa aufs Fleisch – und wenn es nicht anders geht, wählt Schweinefleisch oder Geflügel. Sie produzieren nämlich nur ein Viertel der Treibhausgase vom Rind.
BEIM PAPIER AUF RECYCLING SETZEN
Die Uni ist nicht gerade ein papierloser Ort: Handouts, Reader, Hausarbeiten – Studenten drucken und kopieren, was das Zeug hält. Mehr als 240 Kilogramm Papier verbraucht der Durchschnitts-Deutsche pro Jahr. Wer auf Recyclingpapier umsteigt (inklusive Toilettenpapier und Taschentücher), schont damit das Klima.
Denn die Produktion verbraucht weniger Energie und Wasser, außerdem müssen weniger Bäume gefällt werden. Auch die CO2-Bilanz ist besser: 1.000 Blatt Recyclingpapier stehen für 4,4 Kilogramm Treibhausgase, beim Frischfaserpapier hingegen sind es 5,3 Kilogramm. Haltet euren Verbrauch im Copyshop außerdem am besten so gering wie möglich, zum Beispiel, indem ihr Papier beidseitig bedruckt.
Eure persönliche Klimabilanz könnt ihr auf co2-rechner.wwf.de errechnen. Euren ökologischen Fußabdruck könnt ihr auf www.footprint-deutschland.de erfahren. Dahinter verbirgt sich die Fläche für Anbau von Nahrung, Energiegewinnung etc., die benötigt wird, um den jeweiligen Lebensstand zu sichern. Zum Vergleich: Würden alle auf der Welt so leben wie die Deutschen, bräuchte man nach Berechnungen des ökologischen Fußabdrucks eine Fläche von 2,8 Erden.













