Kostenlose Software fürs Studium

von Achim Wagenknecht
Software für lau
Foto: Thinkstock, Nikolai Goletz

Ob Lernstoff pauken, Hausarbeiten schreiben, Grafiken gestalten, für alles gibt’s passende Software für lau. Die besten Gratis-Angebote hat IT-Journalist Achim Wagenknecht für euch zusammengestellt.

1. Lernen

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Um Lernstoff zu pauken, hat sich die Karteikastenmethode bewährt, die mit Anki auch auf Windows, Mac, Linux und Smartphones läuft (ankisrs.net). Mit Mnemosyne könnt ihr sogar Formeln, Töne, Bilder und Videos auf den virtuellen Karteikarten speichern, die zudem mehr als zwei Seiten haben können (mnemosyne-proj.org). Damit lernt ihr nicht nur Vokabeln, sondern alle Stoffe, die sich in kleine Häppchen aufteilen lassen. Um komplexere Stoffe zu erfassen, bieten sich Mindmaps an (freemind.sourceforge.net, xmind.net).
Sprachen lernt ihr am besten im Dialog mit Muttersprachlern auf Internet-Plattformen. Ihr könnt als Lernende Fragen stellen oder Übungstexte eingeben, die beantwortet oder korrigiert werden. Oder ihr helft Leuten weiter, die Deutsch lernen. Punktesysteme sorgen dafür, dass jeder ungefähr so viel nimmt, wie er gibt. Auf Palabea.com könnt ihr nach der Tandem-Methode online lernen, aber auch einen Tandem-Partner in eurer Stadt suchen. LiveMocha.com ist das größte Sprachlernportal im Netz. Busuu.com bietet neun Sprachen an. Die Grundfunktionen sindjeweils kostenlos.

2. Organisieren

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Einer schreibt im Seminar mit, und wenige Minuten nach der Veranstaltung haben alle die Mitschrift. Das geht mit minutes.io. Die Plattform ist genau für diesen Zweck entwickelt worden. Die Oberfläche ist einfach und funktioniert auf Notebooks genauso wie auf Tablet-PCs. Den Termin für das Arbeitsgruppentreffen findet ihr am einfachsten mit doodle.com. Ansonsten merkt sich der Google-Kalender Termine.
Mit Google Docs bearbeitet ihr Texte, Tabellen, Präsentationen und Zeichnungen gemeinsam mit Kommilitonen. Mit LibreOffice könnt ihr die Dokumente offline weiter bearbeiten (de.libreoffice.org). Noch simpler wird die Online-Zusammenarbeit mit openetherpad.org. Hier schreiben alle gleichzeitig und chatten nebenbei noch. Um gemeinsam auf Dateien aller Art zuzugreifen, bietet sich teamdrive.com an. Der Service hat ein Datenschutzsiegel und funktioniert mit Windows, Linux, Mac, Tablets und Smartphones.

3. Kreativ sein

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Einen Oscar haben schon mehrere Filme gewonnen, die mit dem Videoprogramm Lightworks geschnitten wurden (lwks.com). Fotos und andere Bilder lassen sich komfortabel und kostenlos mit Gimp bearbeiten (gimp.org). Ein eigenwilliger Spielpartner für kreative Bildkünstler ist Alchemy (al.chemy.org). Vektorgrafiken wie Logos oder Landkarten gestaltet ihr mit Inkscape (inkscape.org). Kostenlose lizenzfreie Inhalte findet ihr auch unter commons.wikimedia.org. Das perfekte Layout gestaltet sich mit Scribus (scribus.net) oder dem Viva Designer (software.viva.de). Letzterer ist sogar zu Adobes Programm InDesign kompatibel.
Wer Töne aufnehmen und bearbeiten will, greift zu Audacity (audacity.sourceforge.net). Ihr wollt lieber eigene Musik machen? Kein Problem mit LMMS, das unter Linux und Windows läuft (lmms.sourceforge.net). Für die Drum-Loops sorgt Hydrogen (hydrogen-music.org).

4. Präsentieren

Präsentieren
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Eindrucksvolle Präsentationen gestaltet ihr mit dem kostenlosen LibreOffice Impress. Noch besser geht es sogar mit Prezi. Damit zeigt ihr keine Serie von Folien, sondern führt das Auditorium mit Zooms und Schwenks durchs Thema. Ihr gestaltet so den Stoff wie eine Mindmap, Landkarte oder wie ein Übersichts-Poster. Vergrößert ihr einen Ausschnitt, erscheinen neue Details. Eine Form der Präsentation, die das Publikum fesselt (prezi.com). Willst du Zahlenwerke grafisch präsentieren, nimm Tableau (tableausoftware.com). Ihr könnt hierbei Daten mit der Maus in die Anwendung ziehen. Tableau macht schnell und einfach ein Diagramm daraus. Mit wenigen Mausklicks könnt ihr Trends erkennen, unwichtige Daten herausfiltern und die Perspektive wechseln. Und das Beste: Von Tableau und Prezi gibt es kostenlose Versionen für Studenten.

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