Ohne Geld läuft nichts
Mit "Studieren in Fernost" 10 Bücher "Studieren - eine Gebrauchsanweisung" zu gewinnen

- An jeder Uni gibt es eine Jobvermittlung für Studenten. Hier findet jeder etwas. | Foto: U. Schnabel
Studienplatz ergattert und nun? Wie finanziert man sein Studium? Das Buch „Studieren – eine Gebrauchsanweisung“ gibt Tipps. Ob die etwas taugen, testet UNICUM.de.
Jana steht vor dem Aushang der Studentischen Jobvermittlung in Dresden und überfliegt die Angebote. Möbelträger, Nachhilfelehrer, Sekretärin, Tester von Jeans, für jeden Geschmack ist etwas dabei. „Ich bin bei Jobs sehr flexibel, als Schülerin habe ich Nachhilfe gegeben, in der Gastronomie gearbeitet und auch für Psychologieexperimente bekommt man einen kleinen Obolus“, erklärt die gebürtige Bremerin.
Doch Jana braucht im Moment keinen Job, ihre Eltern unterstützen sie und außerdem bekommt sie das Deutschlandstipendium. Bei diesem, seit dem Sommersemester 2011 existierenden Stipendienprogramm werden begabte Studierende mit 300 Euro pro Monat gefördert. Die Hälfte der Summe zahlt der Bund, die andere Hälfte private Geldgeber, die von der jeweiligen Hochschule gewonnen werden konnten. Mit ihrem Ersparten reicht das für Jana zum Leben.

- Eine Wand voller Formulare fürs BAföG. Jana greift zu. | Foto: Schnabel
Teurer als gedacht
Ein Studium kostet – und zwar mehr als man denkt. Wohnung, Lebensmittel, Fahrkarten, Bücher, Kleidung, all das will bezahlt sein. Die Autoren von „Studieren – eine Gebrauchsanweisung“, rechnen mit 800 Euro monatlich. Ein ganz schöner Batzen Geld, doch so viel muss Jana nicht bezahlen.
Sie studiert an der TU Dresden Internationale Beziehungen und generell sind in Dresden die Mieten nicht so teuer wie anderswo. „Doch das war nicht der Grund, warum ich nach Dresden gezogen bin. Internationale Beziehungen kann man als Bachelor-Studiengang nur an der TU Dresden studieren. Und ich fühle mich sehr wohl. Es gibt eine wunderschöne Altstadt, die lebendige Neustadt und jede Menge schöne Gegenden und natürlich die Elbe.“
Janas möbliertes Zimmer im Wohnheim kostet warm mit Internet gerade einmal 180 Euro. „Es ist natürlich einfach, doch es reicht aus.“ Ohnehin ist sie eher selten da. Neben ihrem Studium engagiert sich die 20-Jährige im Fachschaftsrat, bei Amnesty International und der UN. „Bei mir ist immer irgendetwas los.“
Rabatte für Studenten
Und wer sich informiert, der kann auch im Alltag den einen oder anderen Euro sparen. „Mit dem Semesterticket kommt man sehr günstig durch ganz Dresden“, sagt Jana. Auch der Studentenausweis birgt Potential. Ermäßigte Eintritte fürs Kino und Theater, Rabatte beim Friseur oder für Klamotten und einige Veranstaltungen sind für Studenten ganz kostenlos. „Gestern Abend war ich Salsa tanzen, hat Spaß gemacht“, sagt Jana.
Es gibt für Studenten diverse Geldtöpfe, die ihnen finanziell unter die Arme greifen. Stipendien sind nicht nur für Hochbegabte und politische Aktive da. Es gibt etliche und jeder kann sich bewerben. Und es gibt das BAföG. Zwar ist es allgemein bekannt, doch wird es kaum genutzt. Deshalb spricht Jana heute mit Jana Greiner, der Leiterin vom Amt der Ausbildungsförderung in Dresden.

- In einer ruhige Ecke sieht sich Jana die BAföG-Formulare durch. Doch so umfangreich, wie auf den ersten Blick, ist der Antrag gar nicht. | Foto: Schnabel
Es ist noch Bafög da
„Ich rate jedem Studenten, einen Antrag auf BAföG zu stellen und dann zu schauen, ob es klappt“, sagt Jana Greiner. „Denn viel mehr Studenten haben Anspruch auf BAföG, als sie denken.“ Etwa 27 Prozent der Dresdner Studenten bekommen BAföG, mehr als in anderen Bundesländern.
Auch Jana ist interessiert und fragt nach, was sie bis wann einreichen muss, um BAföG zu bekommen. „Am besten stellt man den Antrag so früh wie möglich, denn dann kann er schnell bearbeitet werden“, erklärt ihr Jana Greiner. „Sollten Unterlagen wie die Immatrikulationsbescheinigung fehlen, können die problemlos nachgereicht werden.“
Jana ist überrascht, dass weitaus mehr Aspekte bei der Berechnung wichtig sind, als das Einkommen der Eltern. „Damit hätte ich nicht gerechnet, ich probiere es auch einfach einmal.“ Sie schnappt sich ein Formular und geht hinaus in den Winterabend.
Im Buch „Studieren – eine Gebrauchsanweisung“ stehen einige gute Tipps. Doch schaut nicht erst rein, wenn Ihr schon drei Semester studiert habt, sondern bevor ihr mit dem Studium anfangt. Denn dann ist es für den einen oder anderen Tipp zu spät.

