Pakt für Forschung und Innovation – Finanzielle Spritzen für die Spitze

von Anke-Elisabeth Schoen
Pakt für Forschung und Innovation

Spitzenforschung wird nicht nur an Universitäten betrieben, sondern auch an außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Mit dem Pakt für Forschung und Innovation erhalten die Organisationen zusätzliche Gelder. Was es damit auf sich hat, erklärt euch UNICUM. 

Was ist der Pakt für Forschung und Innovation?

Ähnlich wie die Exzelleninitiative ist auch der Pakt für Forschung und Innovation eine Förderinitiative des Bundes und der Länder. Die gemeinsam geförderten Forschungseinrichtungen Faunhofer-Gesellschaft, Helmholtz Gesellschaft, Max-Planck-Gesellschaft und Leibniz-Gemeinschaft sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft erhalten finanzielle Unterstützung. In den Jahren 2011 bis 2015 sollen die Zuschüsse jährlich um 5 Prozent steigen. Davon abgesehen werden die Organisationen mit zusätzlichen Mitteln bezuschusst.

Ziele des Pakts für Forschung und Innovation

Der Pakt für Forschung und Innovation soll zu einer dynamischen Entwicklung des Wissenschaftssystems beitragen. Außerdem soll die internationale Zusammenarbeit weiter entwickelt und umgesetzt und eine nachhaltige Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Wirtschaft etabliert werden. Weiteres Ziel ist, die besten Köpfe für die Wissenschaft gewinnen zu können. Der Wissenschaftsstandort Deutschland soll gestärkt werden.

Was bisher geschah

Der Pakt für Forschung und Innovation wurde bereits 2005 beschlossen. Er lief von 2006 bis 2010. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat seine Fortsetzung 2008 für die Jahre 2011 bis 2015 festgelegt. Somit stehen Bund und Länder in der Pflicht, den Organisationen die finanzielle Planungssicherheit zu gewähren. Während mit der Exzellenzinitiative die Forschung an den Universitäten gestärkt wird, dient der Pakt für Forschung und Innovation der Stärkung der außeruniversitären Institute.

Kritik am Pakt für Forschung und Innovation

Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sind genauso wie die Hochschulen auf das Einwerben von Drittmitteln angewiesen. Als Drittmittel werden im Universitätsbetrieb jene Gelder bezeichnet, die nicht aus dem Etat des zuständigen Ministeriums stammen, sondern aus der Privatwirtschaft und aus Organisationen öffentlicher Forschungsförderung. Aufgrund des Akquirierens zusätzlicher Gelder kann allerdings die Freiheit der Forschung beeinträchtigt werden.

Die nennenswerten Forschungseinrichtungen fokussieren sich auf die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.) Die Forschung richtet sich nach den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts. Obwohl ein Gros der Studierenden geisteswissenschaftliche Fächer studiert, können sie nicht von den zusätzlichen Geldern profitieren, die in die außeruniversitären Forschungseinrichtungen investiert wird.

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