Ranking-Irrsinn: University College London

von Denise Haberger und Marie-Charlotte Maas
Studenten spielen Karten
Foto: Thinkstock, Brand x Pictures

Welche ist die beste Uni? Diese Frage führt regelmäßig zu Hunderten unterschiedlichster Hochschul-Rankings. Wir erklären euch, was hinter dem Ranking-Irrsinn steckt und wer davon profitiert.

DER AUFSTEIGER: UNIVERSITY COLLEGE LONDON (UCL)

Foto: Privat

"Für ein Studium am UCL habe ich mich sehr bewusst entschieden - nicht zuletzt, weil die Universität einen top Ruf hat und in Rankings eine sehr gute Position einnimmt. Das UCL ist in meinem Bereich eine der drei besten Universitäten in Europa. Für den Studienplatz habe ich viele andere spannende Angebote abgesagt, bereut habe ich die Entscheidung noch nie. Ich schätze vor allem die gute Lehre und den engen Kontakt zu den Dozenten. Aber es gibt auch Punkte, die mir hier weniger gefallen, als in Zürich. Beispielsweise waren die Gebäude, die Vorlesungsräume, Cafés und Sportanlagen, in Zürich sauberer und neuer. In London funktioniert öfter mal ein Beamer nicht oder der Unterricht wird in Kellerräumen abgehalten. Wenn ich mir überlege, wie viel man hier zahlt, nämlich 13.700 Pfund für ein Jahr, und was für einen tollen Ruf die Uni hat, sind die Anlagen nicht angemessen. Da zahlt man viel Geld nur für den Namen. Auch die Organisation ist am UCL nicht die beste. Das hatte ich mir irgendwie fortschrittlicher vorgestellt. Alles in allem würde ich der Uni als Note eine eins minus geben. Trotz mancher Mängel nehmen wir Studenten eine Menge aus unserem Jahr an der UCL mit."

Nach seinem VWL-Studium in Zürich macht Lukas (24), am UCL den Master of Economics. Die Hochschule kletterte im QS World University Ranking in acht Jahren von Rang 34 auf Position 4.

Fakten zum University College London (UK)

Foto: Andrea Fauré

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