Reisen mit dem Prof

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In einigen Studienfächern gehören Forschungs-Exkursionen zum Pflichtprogramm. Hier erfahrt ihr, worauf es dabei ankommt.
1. STUDIENLEISTUNG

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Im Laufe eines Geografiestudiums muss man an einer großen Exkursion teilnehmen - so steht es in den Studienplänen. Meistens sind es 14-tägige Reisen in ferne Länder oder aber innerhalb Deutschlands. Alles andere hängt von Fachrichtungen, Unis und ihren Profs ab. An der Uni Bremen erhält jeder Geographiestudierende für eine große Exkursion neun Credit-Points. Dazu gehört eine Vorlesung, vorab ein Seminar und ein Referat vor Ort. Nach der Reise wird oftmals ein Reiseprotokoll verlangt und eine Bearbeitung der Ergebnisse als Hausarbeit. Für Marco Langer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geografie der Universität Bremen, ist die Forschungsreise der wichtigste Teil des Studiums: "Die Exkursion ist die Möglichkeit, die gesamten theoretischen Themen, die man behandelt hat, einmal live zu erleben. Schließlich lebt die Geographie von der Landschaft, die man betrachtet."
2. ORGANISATION

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Wer eine Studienreise plant, sollte früh anfangen: Üblich ist es, sich neun bis zwölf Monate vorher für die Reise anzumelden. Dafür gibt es häufig vor Semesterbeginn Info-Veranstaltungen, in denen die Preise und die Reiseziele für die nächsten Fahrten bekanntgegeben werden. Auch um Ausweise, Visa und Impfungen sollte man sich rechtzeitig kümmern. Viele Unis bieten kostenlose Gruppenimpfungen an. Bei Hochgebirgsexkursionen muss zudem die Ausrüstung besprochen werden und es werden kleinere Probewanderungen gemacht, zum Beispiel auf den Brocken im Harz, um sich an die Verhältnisse im Gebirge zu gewöhnen. So kann jeder Student selbst herausfinden, ob er oder sie die Fitness besitzt, im Hochgebirge die Tagesmärsche mit Gepäck zu schaffen.
3. REISEZIELE

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Das Ziel jeder Forschungsreise ist: das Land zu entdecken, mit den Instituten vor Ort zu kooperieren und die Forschungslage kennenzulernen. "Man entdeckt immer wieder Neues", sagt Marco Langer von der Uni Bremen. Dabei ist es egal, ob man nach Russland, zu den Azoren oder nach Tansania fährt, wie es an der Uni Bremen angeboten wird, oder die Reisen in die Alpen, nach Schottland, Chile oder in die Gebirge des Himalaya gehen, wie sie derzeit an der Uni Göttingen angeboten werden. Dr. Eva-Maria Engel vom Institut für Archäologie an der Humboldt-Uni zu Berlin nimmt jedes Jahr einen Studierenden mit nach Kairo ins Deutsche Archäologische Institut, um Königsgräber aus der Zeit um 3000 vor Christus auszugraben. "Dies ist eine freiwillige Forschungsreise, zu der ich nur hoch Motivierte mitnehme, die das nicht aus Karrieregründen machen, weil es im Lebenslauf gut aussieht, sondern die ein richtiges Interesse daran zeigen."
4. FINANZIERUNG

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Exkursionen müssen größtenteils selbst finanziert werden. "Seit der Einführung der Studiengebühren werden die Geländekurse aus den Gebühren mit finanziert, so dass jeder Student der Geografie einmalig einen Betrag in der Größenordnung von 300 bis 350 Euro für eine große Geländereise erhält", sagt Frau Prof. Dr. Lasafam Iturrizaga, Dozentin am Geografischen Institut der Uni Göttingen. "Fernreisen sind sehr populär, daher wird versucht, sie so günstig wie möglich zu organisieren."Die Uni Bremen bezuschusst die Reise mit zehn bis 15 Prozent der Reisekosten. Dennoch können sie mit bis zu 2.500 Euro sehr teuer werden. Man könne aber auch beim DAAD oder durch den Universitätsbund einen Zuschuss beantragen. "Es werden aber auch günstige Reisen innerhalb Deutschlands angeboten, so dass jeder Student die Möglichkeit hat, die Exkursion mitzumachen", erklärt Iturrizaga.
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