Sprechstunde beim Dozenten – Unangenehme Pflicht oder lockeres Unterfangen?

von Julia Berlekamp
Sprechstunde beim Dozenten / Thinkstock
Foto: Thinkstock

„Oh Gott ich muss zur Sprechstunde!“ Das denken viele Studenten, wenn sie zum Dozenten ins Büro müssen. Doch so schlimm ist das gar nicht. Wir zeigen euch ein paar Tipps und Tricks, die beim Gespräch mit dem Dozenten helfen.

Zu Sprechstunden gehen zählt nicht unbedingt zu den Lieblingsbeschäftigungen der Studenten. Bevor sie wirklich so ein Gespräch mit dem Dozenten wahrnehmen, heißt es: Aufschieben bis es nicht mehr geht. Das liegt daran, dass die Studenten oft nicht wissen, wie sie an so eine Sprechstunde rangehen und wie sie sich dem Dozenten gegenüber verhalten sollen. Doch so ein Gespräch ist viel harmloser als man denkt, wenn man einige Tipps und Tricks beachtet.

Zunächst heißt es: VORARBEIT LEISTEN!

Niemand sollte unvorbereitet in die Höhle des Löwen gehen, wenn es sich um mehr als eine einfache Schein- oder Unterschriftenabholung geht. Wenn die Hausarbeit vor der Tür steht und das Thema noch mit dem Dozenten abgesprochen werden muss, ist es wichtig, sich schon mal im Vorfeld Gedanken darüber zu machen. Es ist auf jeden Fall von Vorteil mindestens zwei Themen im Gespräch parat zu haben. Der Dozent hat Wahlmöglichkeiten und kann dadurch vielleicht sogar schneller zufrieden gestellt werden. Aber alleine die Themenvorschläge reichen meist nicht. Optimal ist es, zu den ausgewählten Vorschlägen ein grobes Konzept zu erstellen, das dem Dozenten dann vorgestellt werden kann. Dies zeigt schon mal, dass man sich mit dem Thema beschäftigt hat und stimmt den Dozenten positiv.

Zur perfekten Vorbereitung gehört jetzt noch, nach geeigneter Literatur zum Thema suchen. Das ist nicht zwingend notwendig, allerdings möchten viele Dozenten, dass auch das mit ihnen abgesprochen wird und haben manchmal auch noch nützliche Tipps oder Änderungsvorschläge.

Der Gang zum Dozenten

Nach der Vorarbeit wird es ernst. Auf geht’s zum Dozenten. Natürlich sind nicht alle Dozenten gleich. Wenn man sich aber auf ein paar bewährte Standards verlässt, sollte es mit jedem klappen. Nach dem Anklopfen und bevor die Hand zur Türklinke geht, einfach auf das klassische „Herein“ warten und erst dann das Büro betreten. Mit einem einfachen „Guten Tag Herr/Frau XY“ als Begrüßung ist in der Regel nichts falsch zu machen. Ob nun noch ein Händeschütteln folgt, wird vorsichtshalber dem Dozenten überlassen, um nachher nicht mit ausgestreckter Hand dazustehen, die eventuell nicht angenommen wird.

Um dem Dozenten etwas auf die Sprünge zu helfen, sagt man ihm am besten direkt den eigenen Namen, den Namen seines Seminars oder der Vorlesung, die man besucht hat und das eigene Anliegen. Dieser Start ins Gespräch ist wichtig, da der Dozent dann direkt Bescheid weiß und auf das Anliegen eingehen kann. Ein einfaches „Ich wollte meinen Schein abholen.“ oder „Können wir wohl eben meine Hausarbeit besprechen?“ reicht oftmals nicht, da der Dozent mehrere Seminare oder Vorlesungen leitet und auch dementsprechend viele Studenten vor sich sitzen hat. Da kann er sich nicht alle Gesichter, geschweige denn die Namen aller merken.

Das Gespräch mit dem Dozenten

Sprechstunde beim Dozenten / Thinkstock
Foto: Thinkstock

Es ist sinnvoll, sich im Gespräch Notizen zu machen. Die besprochenen Punkte werden nachher in der Hausarbeit nämlich gerne vom Dozenten genauer überprüft. Falls Fragen während der Unterhaltung aufkommen, am besten direkt an den Dozenten weitergeben. Wenn keine Fragen gestellt werden, geht der Dozent davon aus, dass alles klar ist und erwartet auch dementsprechende Leistungen. Mit einem klassischen „Vielen Dank“ und „Schönen Tag noch“ ist die Verabschiedung formgerecht erledigt.

Mit diesen Tipps und Tricks ist das Gespräch mit dem Dozenten gleich viel angenehmer und lässt sich auch leichter meistern. Also: Nicht das Gespräch mit dem Dozenten aufschieben, sondern so früh wie möglich erledigen! Erstens können so die Hausarbeiten entspannter geschrieben werden, wodurch auch mehr Freizeit in den Semesterferien winkt. Zweitens kann es Vorteile bringen, wenn der Dozent einen kennenlernt und in guter Erinnerung behält, falls man am Ende des Semesters zwischen zwei Noten steht oder man später für einen Job an der Uni bleiben möchte.


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