Uni-Sex – Der große Mythen-Check - Teil 6

Herrscht wirklich tote Hose bei Informatikern?

von Jan Thiemann und Jens Wiesner
Foto: iStockphoto

Klischees über Sex am Campus und Studenten gibt es jede Menge. UNICUM ist dem Wahrheitsgehalt von sechs Sexmythen auf den Grund gegangen - zusammen mit Studenten, Experten und einer großen Umfrage.

Foto: Sarah Burrini

Sportstudenten haben den meisten, Informatiker den wenigsten Sex!

"Ich kenne keine einzige Untersuchung, die das seriös bestätigt", erklärt uns Sexualforscher Konrad Weller gleich mal zur Einleitung. Korrekt. Es gibt sie nicht, gefragt haben wir trotzdem. Und das Klischee scheint sich erst einmal zu bestätigen. Auf die Frage:"Was glaubst du, welche Fächergruppe hat im Schnitt am wenigsten Sex?" fällt das Votum verheerend aus für die Informatiker. 64 Prozent glauben, dass bei den angehenden ITlern im Bett tote Hose herrscht.

Aber warum? Sexualtherapeutin Poschenrieder startet einen Erklärungsversuch: "Der Zusammenhang ist falsch: Angehörige bestimmter Studienfächer haben nicht weniger Sex aufgrund des Studienfaches. Sondern ein Mensch, der ein bestimmtes Studienfach wählt, bringt eine bestimmte Veranlagung mit." So zum Beispiel bei den Nerds, einem Phänomen, das man häufiger eben bei den Informatikern antrifft: "Nerds haben in der Tat weniger Sex, aber das liegt auch daran, dass sie oft schüchterne Außenseiter sind und/oder ihr Äußeres zu wenig auf 'attraktiv & sexy' trimmen. Infolgedessen haben sie es schwerer, an Partner für Liebe und Sex zu geraten". Dabei scheinen jedoch einige wenige das Manko ihrer Kollegen alleine statistisch ausgleichen zu wollen, bei einer Umfrage des Playboys 2001 gab jeder fünfzigste Informatiker an, im vergangenen Jahr mehr als zwanzig Partner gehabt zu haben.

Kommen wir aber zum anderen Ende der Klischeeskala. Wir fragten "Wer hat deiner Meinung nach den meisten Sex?" und 47 Prozent der mehr als 1000 Befragten tippten auf die Sportwissenschaftler. Auch hier haben wir nach Erklärungsversuchen gesucht und einen bei Sabine Köster, Leiterin der Psychotherapeutischen Beratungsstelle des Studentenwerks Karlsruhe, gefunden: "Sportler haben möglicherweise insgesamt eine positivere Beziehung zu ihrem eigenen Körper, einerseits kommt es im Studiengang selbst immer wieder zu physischem Kontakt zwischen den Studierenden, andererseits ist auch die eigene körperliche Selbstwahrnehmung eine ganz andere." Zum Beispiel auch auf Karen Owen. Die junge Studentin der Duke University erstellte eine 42-seitige Jux-Power-Point-Präsentation ihrer sexuellen Erfahrungen am Campus. Ihre kleine Privatstudie gelangte ins Internet und bescherte ihr eine zweifelhafte Berühmtheit. Ebenso ihren insgesamt 13 namentlich aufgeführten Sexualpartnern, übrigens fast alle aus dem unieigenen Lacrosse-Team.

*Quelle: Umfrage auf UNICUM.de, 1004 Teilnehmer

Diskutier mit im Forum

Die beste kostenlose Singlebörse
tatjanabur|
Nervigsten Sprüche
Sultan|
Kostenlose Singlebörse gesucht!
Graz100|
Mädchen in der Uni
Moe991|

UNICUM Newsletter

Hier die UNICUM Newsletter bestellen ! (Link)