Altersvorsorge für Studenten: Polster für später

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Riester-Rente, Rürup-Vertrag oder doch eine private Rentenversicherung? Das Angebot an Produkten für die Altersvorsorge ist groß, aber längst nicht alles ist für euch geeignet. UNICUM stellt klar, worauf es ankommt und was ihr euch sparen könnt.
1. Futter fürs Sparschwein

- Origami: Kristina Wissling | Foto: Tobias Zils
Die gesetzliche Rente wird im Alter nicht reichen, ohne zusätzliche Vorsorge lässt sich der Lebensstandard später kaum halten. So hören wir es immer wieder in den Medien. Und auch vom Mitarbeiter eurer Bank, vom Versicherungsvertreter der Eltern oder vom Berater aus dem Finanzvertrieb werdet ihr wahrscheinlich früher oder später darauf angesprochen. Vielleicht melden sie sich noch vor dem Examen - oder kurz danach, passend zum Berufseinstieg. Doch die Medien haben zuletzt mehrmals gefragt: Lohnt sich die Riester-Rente überhaupt? Berichte von enttäuschten Kunden, die sich mehr Erträge aus ihrer Lebens- oder Rentenversicherung versprochen hatten, sprechen dagegen. Also lieber nicht vorsorgen? Doch! Je früher ihr mit dem Sparen anfangt, desto mehr Zeit bleibt, das Polster für später aufzubauen. Es kommt aber auf die richtigen Verträge an.
2. Finanzspritze vom Staat

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"Die Riester-Rente ist ein geeignetes Einstiegsprodukt für Berufsanfänger", sagt Andreas Gernt von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Mit bis zu 154 Euro Zulage im Jahr unterstützt der Staat die Riester-Sparer. Dazu sind Steuervorteile möglich. Wer bei Vertragsabschluss jünger als 25 ist, erhält einmalig 200 Euro extra. Die Förderung bekommt, wer Pflichtbeiträge an die gesetzliche Rentenversicherung zahlt. Spätestens mit der ersten richtigen Stelle ist das der Fall, womöglich auch früher - wenn ihr neben der Uni jobbt und über 400 Euro im Monat verdient. Egal wann es losgeht, wichtig ist das richtige Produkt. "Wer zum Beispiel großen Wert auf Sicherheit und stetigen Wertzuwachs legt, ist mit einem Riester-Banksparplan sehr gut bedient, zumal mit ihm keine Abschlusskosten verbunden sind", sagt Andreas Gernt. Wenn schon sicher ist, dass irgendwann eine Immobilie her soll, kommt auch ein Riester-Bausparvertrag infrage.
3. Vorsicht vor dem Pleitegeier

- Origami: Kristina Wissling | Foto: Tobias Zils
Neben Riester-Verträgen gibt es viel mehr, was für die Altersvorsorge angeboten wird. Aber längst nicht alles ist für Berufsanfänger geeignet. "Hände weg von unflexiblen Versicherungsverträgen", warnt Vorsorgeexperte Gernt. "Eine private Rentenversicherung, eine kapitalbildende Lebensversicherung und auch die steuerlich geförderte Rürup- oder Basisrente sind nichts für Berufseinsteiger. "Die Verträge haben mehrere Nachteile: Mit dem Vertragsabschluss sind enorme Kosten verbunden, die garantierten Renditen sind meist eher bescheiden, und vor allem bindet sich der Kunde für eine lange Zeit. Wenn er vorzeitig aussteigen will, macht er - gerade in den Anfangsjahren - in der Regel erhebliche Verluste.
4. Sparstrumpf für Notfälle

- Origami: Kristina Wissling | Foto: Tobias Zils
Bevor das erste hart verdiente Geld in zu viele Verträge für die Altersvorsorge fließt, solltet ihr daran denken, euch hier und jetzt zu schützen. Dazu gehört, die wichtigsten Versicherungen für die Risiken im Alltag zu haben. Ihr solltet zum Beispiel unbedingt eine private Haftpflichtversicherung haben: Spätestens mit dem ersten Job braucht ihr einen eigenen Vertrag, wenn der Schutz über die Versicherung eurer Eltern endet. Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist sehr sinnvoll für den Fall, dass ihr aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten könnt. Wichtig ist außerdem ein Finanzpolster für Notfälle, zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto. Wenn dann plötzlich die Waschmaschine kaputt geht oder das Auto streikt, kommt ihr an die Reserve kurzfristig ohne Verluste heran.
Wie ihr das Origami-Schweinchen aus einem Geldschein selber zum Verschenken basteln könnt, seht ihr in unserem Video-Tutorial.









