Die wichtigsten Studienkredite im Vergleich

von Martin Przegendza
Studienkredite - zwei Frauen geben sich die Hand

Studienkredite gibt es wie Sand am Meer. Wer blind zugreift, kann aber schnell einige Tausend Euro in den Sand setzen. Die Stiftung Warentest hat in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Finanztest 42 Kreditinstitute verglichen. Wir haben für euch die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.

Studieren ist teuer – nicht erst seit Einführung der Studiengebühren. Enge Stundenpläne und eine hohe Arbeitsbelastung im Bachelor- und Masterstudium lassen vielen Studierenden wenig Raum, neben dem Hörsaal zu arbeiten. Wer kein Bafög empfängt oder von seinen Eltern unterstützt wird, steht schnell vor finanziellen Problemen.

An diesem Punkt kommen die Studienkredite ins Spiel. Rund 100 000 Studierende, etwa doppelt so viele wie vor vier Jahren, nehmen ihn in Anspruch. Studienkredite sollen die Studienfinanzierung einkommensunabhängig gewährleisten. Bei der Wahl des richtigen Anbieters ist aber Vorsicht geboten. Wie die Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest in ihrer September-Ausgabe herausgefunden hat, variieren die Angebote sehr stark. So muss man bei der teuersten Bank 3.300 Euro mehr zurückzahlen als bei der günstigsten.

Mit einem Effektivzins von 3,72 Prozent war die KfW günstigster Anbieter. Schlusslicht war die Deutsche Bank mit 7,73 Prozent. Bei einer monatlichen Auszahlung von 300 Euro, kommt man bei der KfW nach sieben Jahren auf eine Tilgungssumme von 13.400 Euro. Ein vergleichbarer Studienkredit der Deutschen Bank würde eine Rückzahlung von 16.700 Euro bedeuten. Im Monat wären das 43 Euro mehr, die ihr an die Bank abdrücken müsstet.

Die Höhe des Zinssatzes ist aber nicht das einzige Kriterium, auf das ihr achten müsst. Die Experten der Finanztest weisen darauf hin, besonderes Augenmerk auf die Zinsgestaltung zu legen. Ein niedriger Ausgangssatz kann bei variablen Zinsen im Endeffekt teuerer werden, als ein höherer, fester Zinssatz.

Darüber hinaus solltet ihr euch bewusst sein, dass ein Studienkredit mit Verpflichtungen einhergeht. Spätestens zwei Jahre nach der letzten Auszahlung wird die erste Rückzahlung des Darlehens fällig – egal ob ihr einen Job habt oder nicht. Je nachdem, wie hoch eure monatliche Auszahlung war, könnt ihr so einen beträchtlichen Schuldenberg anhäufen. Könnt ihr eure Schulden nicht begleichen, droht euch schlimmstenfalls die Privatinsolvenz.

Alle weiteren Informationen findet ihr im ausführlichen Bericht der September-Ausgabe der Finanztest und unter www.test.de/studienkredite

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