Wohnen im Studium – Was will ich?
Oft steht vor Beginn des Studiums der Umzug in eine andere Stadt und somit in die eigenen vier Wände an. Zeit für eine ausgiebige Wohnungssuche bleibt meist kaum, zu knapp ist die Zeit zwischen Studienbescheid und Semesterbeginn.
Da entsteht natürlich schnell Zeitdruck und Stress. Damit ihr keine falschen und voreiligen Entscheidungen trefft, solltet ihr euch so früh wie möglich im Klaren darüber sein, wie ihr wohnen wollt und was finanziell überhaupt möglich ist. Also nicht einfach drauf lossuchen, sondern vorher überlegen ob ihr lieber in eine WG oder ein Studentenwohnheim ziehen wollt.
Grundsätzlich solltet ihr mit der Suche nach einer passenden Wohnung rechtzeitig beginnen, um in aller Ruhe umziehen und all die anderen Formalitäten (Einwohnermeldeamt, Internet und Telefon beantragen etc.) regeln zu können. Die Wohnmöglichkeiten für Studenten sind vielfältig und alle haben Vor- und Nachteile. Um euch die Entscheidung ein wenig leichter zu machen, haben wir die verschiedenen Möglichkeiten zusammengefasst.
Wohnheim
Die meisten Wohnheime hierzulande betreut das Deutsche Studentenwerk. Zur Zeit gibt es bundesweit ca. 230 000 öffentlich geförderte Wohnheimplätze, wovon allein um die 180 000 von den Studentenwerken angeboten werden. Daneben gibt es eine geringe Anzahl an konfessionellen Trägern, Vereinen mit studentischer Selbstverwaltung oder sonstige Vermieter. Unterschiede werdet ihr sehr schnell hinsichtlich der Ausstattung feststellen. So gibt es Wohnheime mit Flurgemeinschaften (oft mit bis zu zehn Studenten auf einem Flur) mit gemeinsamer Dusche, WC und Küche. Auch keine Besonderheit mehr: Wohnheime, mit speziellen Angeboten für Familien bzw. für Studenten mit Kindern. Wichtig: Die Zimmer in Wohnheimen sind in den meisten Fällen möbliert, mindestens aber teilmöbliert. Wollt ihr schnellen Anschluss zu anderen Studenten, feiert ihr gerne ausschweifende Partys und mögt ihr gemeinschaftliches Beisammensein, dann könnte ein Wohnheim für euch das richtige sein.
WG
Wie das Wohnheim ist die WG ein absoluter Klassiker im studentischen Leben. Fast jeder Student durchläuft einmal die WG-Station. Auch hier ist das Spektrum groß und reicht von der reinen Zweck-WG zur WG, in der Zusammensein groß geschrieben wird und Spieleabende, Kochen und WG-Partys keine Seltenheit sind. Typische Fragen, die jeder WG-Bewohner nur zu gut kennt, sind: Wer ist mit Putzen an der Reihe? Wer muss zu welcher Uhrzeit morgens ins Bad? Wer fischt die Haare aus dem verstopften Duschabfluss? Hier kommt es auch auf das Verhältnis der Bewohner untereinander an. Wohnt man mit Freunden und netten Leuten zusammen, kann das WG-Leben ein echter Genuss sein. Versteht ihr euch aber mit euren Mitbewohnern nicht oder ihr wohnt in einer reinen Zweck-WG, kann das WG-Leben auch ganz schön nerven. Eine Garantie, ob's klappen wird, gibt's natürlich nie. Deshalb: Einfach ausprobieren!
Zimmer zur Untermiete
Für alle, die keine Lust auf WG-Leben haben, aber dennoch nicht genug im Geldbeutel, um sich eine eigene Wohnung zu leisten. Sucht ihr nicht gerade in München oder Frankfurt nach einer Wohnung, stehen die Chancen nicht schlecht, an ein günstiges Zimmer zur Untermiete zu kommen. Oft sind ältere Menschen die Vermieter, die händeringend nach Mietern suchen, oftmals, da ihnen nach dem Auszug der eigenen Kinder das Haus zu groß geworden ist. Wie viel ihr mit eurem Vermieter zu tun haben werdet, kann sehr unterschiedlich sein.
Eigene Wohnung
Der Luxus für Studierende: die eigenen Wohnung. Wer es sich finanziell leisten kann und eine schöne Wohnung in guter Lage findet, sollte zugreifen. Natürlich gehört hier sehr viel Glück dazu, was einigermaßen bezahlbar und günstig gelegen ist. Der Vorteil: Keine nervigen WG-Mitbewohner, die mal wieder das Bad blockieren oder andere Studenten, mit denen man sich Dusche und Küche teilen muss. Auch hier gilt: In den großen Städten stehen die Chancen eher schlecht, in den Städten der ostdeutschen Länder hat man die besten Karten.
Egal, ob ihr euch für ein Zimmer oder eine eigene Wohnheim entschieden habt: Spätestens jetzt müsst ihr euch mit dem Thema Mietvertrag befassen. Da dort so manche Gefahr lauert und ihr auf einiges achten müsst, haben wir für euch das Wichtigste zum Thema zusammengestellt.










