Wohnungssuche - Tipps und Tricks

von Björn Schneider

Steht fest, in welcher Stadt ihr studiert, heißt der nächste Schritt: Am Studienort eine passende Unterkunft finden. Dabei sind die Bedürfnisse völlig unterschiedlich.

Manch einer sucht eine billige Schlafmöglichkeit oder legt keinen Wert auf die Wohngegend, ein anderer wiederum kann sich mehr leisten und will eine eigene Wohnung. Eines aber solltet ihr in jedem Fall tun, egal was ihr sucht: Ihr solltet rechtzeitig mit der Suche beginnen und voreilige Entscheidungen vermeiden.

Damit ihr gut informiert und aufgeklärt auf die Suche gehen könnt, haben wir hier ein paar wichtige Hinweise und Tipps für euch.

München, Berlin, Leipzig - In welcher Stadt möchte ich wohnen?

Klar, ein Studium in Hamburg, München oder Düsseldorf ist trendiger und attraktiver als in Eichstätt oder Furtwangen. Das Problem: In den beliebten Groß- und Uni-Städten ist das Angebot an bezahlbaren Wohnungen sehr gering und hart umkämpft. Am schwierigsten und vor allem am teuersten ist es im Moment in München. Darauf folgen Frankfurt und Stuttgart. Die bayerische Landeshauptstadt steht seit Jahren an der Spitze der Tabelle. Quadratmeter-Preise von bis zu 14 Euro für eine normale Single-Wohnung sind dort keine Seltenheit. Wenn es den angestrebten Studiengang auch an einer anderen Uni in einer günstigeren Stadt mit besserem Wohnungsmarkt gibt, wieso nicht darauf ausweichen? Es muss ja nicht gerade eine Stadt in ländlicher Einöde sein, ein Blick in Richtung neuer Bundesländer genügt oft schon. So stehen z.B. in Leipzig etwa 30 000 Wohnungen leer. Die Mietpreise sind dementsprechend niedrig. „Städte mit Wohnungsknappheit wie München, Hamburg oder Frankfurt sollte man meiden und stattdessen auf ostdeutsche Universitäten ausweichen“, rät Eckard Pahlke Vorsitzender des Mietervereins Hamburg. Übrigens kommt es laut Pahlke nicht darauf an, zu welchem Zeitpunkt im Jahr ihr sucht, im Sommersemester und Wintersemester sind die Chancen gleich gut oder schlecht.

Tageszeitung, Schwarzes Brett, Internet – Welche Quellen nutze ich zur Suche?

Möchtet ihr in ein Studentenwohnheim ziehen, ist das örtliche Studentenwerk für euch die erste Anlaufstelle. Die Studentenwerke verwalten einen Großteil der Wohnheime. Es gibt aber auch noch eine Reihe anderer Träger, die dann die Bewerbung direkt beim Wohnheim verlangen. Viele Angebote für WG-Zimmer und 1-Zimmer-Wohnungen findet ihr neben den Wohnungsanzeigen der lokalen Tageszeitung (meist an zwei Tagen in der Woche) vor allem in den Stadtzeitungen, Studentenzeitschriften und am Schwarzen Brett der Unis selbst. Ihr solltet die „Schnipselleiste“ am Schwarzen Brett auf jeden  Fall aufmerksam durchgehen, viele gute und günstige Angebote gehen in der Menge der Inserate einfach unter. Am Schwarzen Brett werden vor allem sehr oft Nachmieter für WG-Zimmer gesucht. Natürlich könnt ihr euch auch durch Online-Portale, wie www.wg-gesucht.de oder www.studenten-wg.de, klicken und euch dort auf die Suche nach einer Bleibe begeben. Die Online-Suche geht schnell, kostet nichts und ist damit immer eine gute Alternative.

Was viele nicht wissen

Vor allem in großen Städten wie Berlin oder München gibt es außerdem spezielle Agenturen und Mitwohnzentralen, die Wohnraum vermitteln. Diese wollen allerdings auch Geld von euch sehen, wenn die Suche erfolgreich war. Damit ihr am Monatsende keine böse Überraschung erlebt, solltet ihr unbedingt in den aktuellen Mietspiegel (Website der Stadt, Mietvereine, Deutscher Mieterbund) mit örtlichen Vergleichsmieten schauen. Dann habt ihr den direkten Vergleich und man kann euch nicht so leicht übers Ohr hauen. Eine weitere Möglichkeit bieten die Wohnungsgenossenschaften. Diese vermitteln meistens sehr preisgünstige Wohnungen. Dafür müsst ihr aber Anteile an dieser Genossenschaft kaufen. Die Höhe der Kosten für diese Anteile sind nicht einheitlich und unterscheiden sich von Stadt zu Stadt. Nach dem Auszug bekommt ihr das Geld natürlich zurück. In Deutschland gibt es heute über 2 000 Wohnungsgenossenschaften, die etwa zwei Millionen Wohnungen verwalten. „Man sollte sich im Branchenbuch die örtlichen Genossenschaften heraussuchen und sich bei ihnen – sollte aktuell kein Wohnraum zur Verfügung stehen – auf die Warteliste setzen lassen“, rät Eckhard Pahlke. Weiterer Vorteil: Solltet ihr eine Wohnung vermittelt bekommen, müsst ihr keine Provision zahlen.

Bevor ihr euch nun gezielt auf die Suche macht, müsst ihr wissen, was ihr sucht. Möglichkeiten, als Student zu wohnen, gibt es viele. Egal ob Wohnheim, WG oder Wohnung: Das weitere Vorgehen hängt stark davon ab, was ihr genau wollt. Denn die Suche nach einem WG-Zimmer gestaltet sich anders als nach einem Platz im Wohnheim. Eine Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten, wie ihr wohnen könnt, haben wir hier für euch zusammengefasst.

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