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Zusammenfassung:
Ziel dieser Arbeit ist es, vor dem Hintergrund der Problematik der Vereinbarkeit von Anforderungen an Olympische Dörfer, die aus der olympischen und nacholympischen Nutzung entstehen, eine Aussage darüber zu treffen, wie sich Olympische Dörfer in Zukunft darstellen können.
Die Bearbeitung erfolgt unter folgenden Fragestellungen:
Was sind die Aspekte, die für eine zentrale oder für eine dezentrale Ausgestaltung eines Olympischen Dorfes sprechen?
Macht die zentrale Ausgestaltung des Olympischen Dorfes auch in Zukunft noch Sinn?
Wie könnte ein Olympisches Dorf in Zukunft aussehen?
Die Ergebnisse dieser Arbeit stützen sich in erster Linie auf die Auswertung von Veröffentlichungen. Da der Bereich der Anforderungen und Erwartungen, die von Seiten der Athleten an ein Olympisches Dorf gestellt werden, in die Literatur über Olympische Dörfer zwar einfließt, im Nachhinein aber nur schwer Herauszufiltern ist, wurde eine Befragung' unter Teilnehmern an Olympischen Spielen durchgeführt.
Obwohl über Olympische Dörfer nur sehr wenig Literatur existiert, waren die Informationen m. E. für die Bearbeitung der Fragestellung vorliegender Arbeit ausreichend. Es sei darauf hingewiesen, daß die dargestellten Anforderungen an Olympische Dörfer nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und Allgemeingültigkeit erheben.
Desweiteren ist bei der vorliegenden Arbeit zu beachten, daß es sich um eine Diplomarbeit handelt, die sich in der begrenzten Zeit sicherlich nicht mit der kompletten Literatur befassen, bzw. diese zusammentragen konnte. Auch mußte sich die Autorin auf die in der Literatur bzw. in Gesprächen getätigten Aussagen, ohne die Möglichkeit einer Überprüfung verlassen, da sie das Leben im Olympischen Dorf nicht selbst erfahren konnte. Mögliche Unstimmigkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten, oder Schlüsse, die aus den Berichten subjektiver Erfahrungen gezogen wurden und sich in der Realität so möglicherweise nicht nachvollziehen lassen, sind deshalb zu entschuldigen.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich ausschließlich mit den Olympischen Dörfern bei sogenannten "Sommerspielen". Olympische Dörfer, die bei den Olympischen Spielen der Wintersportler ("Winterspiele") errichtet worden, worden im Rahmen dieser Arbeit nicht untersucht.
Nach einem einführenden Teil (Kap. 2), der die Entwicklung der Olympischen Spiele und des Olympischen Dorfes von ersten Ansätzen in der Antike bis zur heutigen Zeit darstellt, werden verschiedene, in der Planung verwandte Ansätze zur zentralen oder dezentralen Anlage von Einrichtungen (Kap. 3) diskutiert.
Als Bewertungsgrundlage für die Diskussion über die zentrale oder dezentrale Anlage von Olympischen Dörfern dienen die in Kap. 4 dargestellten 'Anforderungen an Olympische Dörfer, die getrennt nach verschiedenen Interessenvertretern diskutiert werden.
Um unterschiedliche Umsetzungsmöglichkeiten und Herangehensweisen bei der Planung Olympischer Dörfer kennenzulernen, worden die Olympischen Dörfer von München (Deutschland) 1972, Barcelona (Spanien) 1992 und Atlanta (USA) 1996 (Kap. 5) dargestellt.
Anhand der in den Kapiteln zwei bis fünf erarbeiteten Grundlagen worden die in Kap. 1.2. beschriebenen Fragestellungen diskutiert und beantwortet. Dabei wird zunächst eine Pro-und-Contra-Diskussion über die Aspekte, die für eine zentrale oder dezentrale Ausgestaltung eines Olympischen Dorfes ausschlaggebend sind, geführt. Danach soll die Forderung das IOC nach einem zentral angelegten Olympischen Dorf bewertet werden. Abschließend wird eine Empfehlung für die zukünftige Ausgestaltung eines Olympischen Dorfes gegeben (Kap. 6).
Die Athleten der im Anschluß an die Olympischen Spiele stattfindenden Paralympics' nutzen seit 1988 die selben Einrichtungen wie die nicht behinderten Sportler und werden seit 1992 im Olympischen Dorf untergebracht. Aus diesem Grund müssen die speziellen Bedürfnisse behinderter Sportler in Zukunft verstärkt in die Planung Olympischer Dörfer einfließen. In der vorliegenden Arbeit finden diese Aspekte insofern Beachtung, als daß die Besonderheiten der Paralympics soweit möglich in den einzelnen Kapiteln gesondert dargestellt werden. Dies ist sinnvoll, da so die zusätzlich zu den Belangen der Olympischen Spiele zu beachtenden Aspekte deutlich werden.
Inhaltsverzeichnis:
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