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(Fachbereiche): Architektur / Raumplanung Landschaftsarchitektur

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Titel Anthropogene Einflüsse auf das Relief in landwirtschaftlich geprägten Räumen am Beispiel des Kulturlandschaftswandels in Thüringen bis 1900 
Untertitel  
AutorIn Moritz van der Meulen 
Seiten 70 Seiten 
Hochschule Ruhr-Universität Bochum Deutschland 
Art der Arbeit Bachelorarbeit 
Abgabe 2008 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 6012170 
Sprache Deutsch 
Medien  
Inhaltsangabe
Einleitung:

In Mitteleuropa weisen historische Siedlungsräume im Gegensatz zu den ursprünglichen Naturlandschaften eine bemerkenswerte Vielfalt an geomorphologischen Formen auf. Einige sind Zeugnisse der Landnahme und Nutzbarmachung durch den Menschen und entweder künstlich geschaffen oder zumindest manuell induziert worden. Bedingt durch die Fortschritte in der Agrartechnik und in der Landeskultur, durch die Entwicklung von Handel, Industrie und Verkehr, als auch durch den Anstieg und den Rückgang der Bevölkerungszahlen in Folge von Kriegen, Epidemien und klimatischen Veränderungen, unterliegt das Bild der Landschaften seit Jahrtausenden ständigen Veränderungen. Die Spuren dieser Veränderungen sind auf dem Relief der Erde zum Teil heute noch - mal mehr, mal weniger leicht - zu erkennen.

Problemstellung:

Auch wenn klar ist, dass bestimmte Oberflächenformen anthropogen verursacht sein müssen, da sie entweder nirgendwo sonst natürlich vorkommen bzw. nachweislich vom Menschen künstlich geschaffen wurden, bleiben doch einige Fragen offen. Warum haben die Menschen im Laufe der Vergangenheit einen solch großen Einfluss auf das Relief genommen, und waren ihnen die Auswirkungen ihrer Handlungen bei der Ausführung bewusst? Anders könnte auch gefragt werden, ob die Relikte anthropogener Einflüsse geplant oder nur in Kauf genommene Nebenprodukte wirtschaftlicher Tätigkeiten waren. Neben der Fragestellung nach dem Sinn und Zweck kommt zwangsläufig auch die Frage nach der Vielfalt menschlicher Einflussnahme auf. Von welchem Formenschatz muss man für ein begrenztes Untersuchungsgebiet in Mitteleuropa ausgehen? Welche Formen sind heute offensichtlicher, welche unter der Erdoberfläche oder dichter Vegetation verborgen? Haben sich einzelne Formen im Laufe der Zeit gewandelt?

Zielsetzung:

Für das Themengebiet um die anthropogene Reliefformung ist die Industrialisierung ein Untersuchungszeitraum, mit dem sich diese Arbeit nur am Rande beschäftigen soll, da durch die Vielfalt und Komplexität der Veränderungen eine Festlegung auf einen der beiden großen Zeitabschnitte - entweder vor oder während und nach der Industrialisierung - erforderlich ist. An dieser Stelle sei auf das Kapitel 6 hingewiesen, in dem ein Ausblick auf die Epochen des Kulturlandschaftswandels im 20. und 21. Jahrhundert gegeben wird.

In dieser Arbeit sollen die Oberflächenformen traditionell landwirtschaftlich geprägter Räume untersucht und in den Kontext der Siedlungsgeschichte bis 1900 n. Chr. gesetzt werden. Nach den Grundlagen und Definitionen bedarf es daher zunächst einem Abriss über den Wandel der Landnutzung im Untersuchungsgebiet, weil dieser als Vorwissen für eine spätere Betrachtung der Formen unerlässlich ist. Nur wenn die Siedlungsgeschichte mit den verschiedenen Merkmalen als Hintergrundwissen bekannt ist, kann daraus die Landnutzung in jenem Zeitabschnitt verstanden und die Entstehung der Oberflächenformen abgeleitet werden.

Alle für das Untersuchungsgebiet relevanten und darüber hinaus wichtigen Formen in vergleichbaren Gebieten sollen danach im Einzelnen behandelt werden. Für die detaillierte Behandlung vieler der Oberflächenformen ist ein direkter Bezug auf das Untersuchungsgebiet generell sinnvoll, jedoch schwer in die Struktur des Kapitels einzuflechten. Ein solches Vorgehen würde der Übersichtlichkeit der Arbeit abträglich sein, weshalb sich ein extra Kapitel mit einer Auswahl von Oberflächenformen aus dem Untersuchungsgebiet anbietet. Mit dem Ziel in jenem Kapitel auch konkrete Beispiele behandeln und entsprechende Geländeaufnahmen mit einem notwendigen Vorwissen auswerten zu können, muss es ans Ende der Arbeit gerückt werden.

 
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