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(Fachbereiche): Architektur / Raumplanung Landschaftsarchitektur

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Titel Auswirkungen von Naturgefahren auf die Immobilien- und Grundstückspreise 
Untertitel  
AutorIn Ronald Weberndorfer 
Seiten 110 Seiten 
Hochschule Technische Universität Wien Österreich 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2008 
Preis 68,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 6012303 
Sprache Deutsch 
Medien  
Inhaltsangabe
Einleitung:

Dass sich das Klima ändert, ist für die meisten nichts Neues mehr, die steigenden Temperaturen zerstören den Lebensraum hochalpiner Pflanzen, lassen Gletscher schmelzen, rufen Ernteausfälle durch Dürre hervor und bedeuten für uns Menschen neue Gesundheitsrisiken. Es gibt allerdings auch "positive" Effekte der Erwärmung z.B.:Ausgestorbene Insekten kehren ins Marchfeld zurück oder Winzer und Bauern in höher gelegenen Lagen erhalten neue Anbauflächen. Ob dies wirklich positiv ist, soll jeder für sich selbst entscheiden. Meiner Meinung nach ist die Verliererseite auf alle Fälle stärker vertreten.

Die vielen dadurch entstandenen extremen Wetterereignisse, welche man schon seit längerem beobachten kann, wie etwa der Lawinenwinter 1998 / 1999, der Wintersturm Lothar 1999, die Hochwasserkatastrophe im August 2002 (Österreich, Tschechien, Deutschland) oder der Dürresommer 2003, werden zunehmend auch von der Bevölkerung stärker wahrgenommen.

Auch aktuelle Ereignisse wie die starken Hagelniederschläge Ende August 2007 in Kärnten, welche binnen kürzester Zeit 3.700 ha landwirtschaftliche Flächen im Wert von einer Million Euro zerstörten und einen Sachschaden von zehn Millionen Euro durch kaputte Dächer von Häusern und Hofgebäuden verursachten, rücken Naturgefahren zunehmend in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit.

Ein Individuum kann ohne Probleme all das ausblenden oder verdrängen ("das geschieht doch nicht bei mir zuhause"), aber was passiert, wenn durch nicht direkt sichtbare Folgen der Erwärmung plötzlich die eigenen vier Wände durch eine Mure, Steinschlag oder Hochwasser bedroht sind?

Führt dies in weiterer Folge dazu, dass die Bevölkerung derartige Ereignisse auch beim Kauf von Grundstücken und Immobilien bedenkt und werden somit unbewusst die Immobilienpreise am derzeitigen Markt beeinflusst oder nehmen Naturgefahren keinen oder nur einen sehr geringen Stellenwert bei der Preisbildung ein?

Da diese Einflüsse noch nicht gut genug beleuchtet sind, möchte ich in meiner Arbeit genau an diesem Schlüsselpunkt ansetzen und untersuchen, ob derartige Effekte bereits eingetreten sind und wenn ja in welchem Ausmaß diese zutage treten. Interessant dabei ist auf welche Bereiche einer Region sich diese Effekte auswirken und wie diese verstärkt oder geschwächt werden.

Als Untersuchungsregion habe ich das Bundesland Kärnten gewählt, da in diesem gleichermaßen alpine Regionen wie auch flache Gebiete vorhanden sind.

In meiner Arbeit werde ich verschiedene Quellen für GIS-Daten in Kärnten anzapfen, um diese in einem zweistufigen Analyseverfahren zur Auswertung der Immobilienpreise in Bezug auf die verschiedensten Naturgefahren zu verwenden.

Im ersten Analyseteil wird für eine GIS- mäßige Betrachtung der vorhandenen Naturgefahren (Lawinen, Muren, Hochwasser, Hagel, Steinschlag,...) ein automatisiertes Gefahrensimulationsmodell entwickelt, um regionale Unterschiede der Gefährdung durch Naturgefahren evaluieren und visualisieren zu können.

Im zweiten Teilabschnitt der Analyse werden dann Immobilienpreise mit den zuvor ermittelten Schadenseignungen verschnitten und mit einem statistischen Verfahren ausgewertet.

Als Ergebnis erhoffe ich mir dann Aussagen zu: Gibt es Auswirkungen auf die Immobilienpreise im "Einzugsgebiet" von Naturgefahren, wenn ja welche und in welchem Ausmaß treten diese zutage.

 
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