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(Fachbereiche): Ingenieurs- und Technische Wissenschaften Energietechnik

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Titel Nullemissionswohnquartier 'Am Müggenberg', Arnsberg-Neheim 
Untertitel Entwicklung eines Energiekonzepts auf der Basis eines städtebaulich-hochbaulichen Entwurfs 
AutorIn Eike Musall 
Seiten 93 Seiten 
Hochschule Bergische Universität Wuppertal Deutschland 
Art der Arbeit MA-Thesis / Master 
Abgabe 2008 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 30013139 
Sprache Deutsch 
Medien  
Inhaltsangabe
Einleitung:

Prognostizierte Klimaveränderungen, das EU-Klimaschutzpaket 2020 und die Tatsache, dass ein Großteil deutscher Klimagase durch Haushalte ausgestoßen wird, beschreiben die Notwendigkeit städte- und hochbauliche Konzepte zu entwickeln, die es erlauben, Wohneinheiten ohne nennenswerte CO2-Emissionen zu betreiben.

Grundstein des uneingeschränkten Kohlenstoffdioxidausstoßes des Wohnsektors ist die primärenergetische Versorgung durch überwiegend fossile Energieträger sowie der ungemindert hohe Verbrauch im Bereich Wärme und Strom. Dabei ist bekannt, dass durch Neubau und Bestandssanierungen ausschlaggebende Energieeinsparungen gegenüber konventionellen Bauweisen realisierbar sind und die Bedarfsdeckung deutlich stärker über erneuerbare Energie erfolgen kann.

Eine unter Beachtung dieser Kenntnisse entwickelte Neukonzeption des Wohnquartiers 'Am Müggenberg' in Arnsberg-Neheim bildet die Grundlage des rechnerischen Nachweises einer jährlichen Nullemissionsbilanz. Die vorliegende Arbeit zeigt ein umfassendes Energiekonzept mit entwerferischen, verbrauchssenkenden und versorgungstechnischen Maßnahmen sowie eine rechnerische Bilanzierung mit dem Ziel der Nullemissionssiedlung. Einer energetischen Grobanalyse folgen hierzu Ideen zur Minderung des Energiebedarfs, eine Analyse solarer Potenziale und die Einbeziehung versorgungstechnischer Faktoren.

Nach der Erkenntnis, dass der Energiebedarf der Siedlung extrem stromdominiert ist, liegt ein Fokus innerhalb der Versorgungskonzeption auf der solaren Deckung. Darüber hinaus verhilft eine Gegenüberstellung unterschiedlicher Systeme zur Wärmebereitstellung den Primärenergiebedarf zu reduzieren und das Nullemissionsziel zu erreichen.

Anmerkungen:

Entscheidend bei dem Versuch die Siedlung auf die Nullbilanzlinie zu steuern ist die Energieeinsparung durch Bedarfssenkung. Schönrechnungen, wie zum Beispiel hoher Stromertrag über Kraftwärmekopplung begünstigt durch hohen Heizwärmebedarf energetisch schlechter Gebäude oder die Nutzung momentan in den Medien als klimaneutral bezeichneten Atomstroms, werden nicht berücksichtig. Dies gilt primär auch für eine mögliche Beteiligung an externen Windkraftanlagen oder der Einkauf 'grünen' Stroms, da der integrative Entwurfsansatz und das Erreichen der Nullbilanz auf dem Siedlungsgrund als vorrangiges Ziel gestellt ist.

Angestrebt wird lediglich ein neutrales Ergebnis der Emissionsbilanz über den Zeitraum eines Jahres. Im Sommer erzeugte Überdeckungen durch aktive solare Energiegewinne werden in das örtliche Netz eingespeist und gleichen winterliche Unterdeckungen aus. Der hierbei entstehende 'Missmatch' wird nicht betrachtet.

Auch ist die Untersuchung von Lebenszyklen nicht Thema dieser Arbeit. Die Ressource 'Bestandsbau' fließt ebenso wenig in die Emissionsbilanzierung ein, wie die 'graue' Energie der verwendeten Baumaterialien und Energieaufwendungen für das Entstehen bzw. Sanieren der Gebäude.

Der eigenen Überzeugung, dass Energieeinsparung am ehesten über Energiekosteneinsparung vermittelt und hervorgerufen werden kann, wird in dieser Arbeit ebenfalls nicht nachgegangen. Kosten für Versorgung und Einsparung bzw. Verringerung von Energiebedarf sind unberücksichtigt geblieben, da dies weder Thema der Arbeit ist, noch zeitlich möglich gewesen wäre. Dennoch soll darauf hingewiesen werden, dass gerade finanzielle Überlegungen ein großes Potenzial der Energieeinsparung darstellen und nicht nur die nach der breiten Meinung verschrienen 'Ökos' einem Siedlungsansatz mit Nullemissionsziel folgen werden.

 
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