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(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Außenwirtschaft / Außenhandel Außenwirtschaft / Außenhandel allgemein

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Titel Commodity Futures - Enhanced Strategien zur Performancesteigerung? 
Untertitel Eine theoretische und empirische Analyse 
AutorIn Andreas Kern 
Seiten 120 Seiten 
Hochschule Technische Universität Dresden Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2009 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 90014134 
Sprache Deutsch 
Medien  
Inhaltsangabe
Einleitung:

Rohstoffe werden bereits seit einigen Jahrhunderten rege gehandelt. Doch erst mit der zunehmenden Rohstoffnachfrage aus Asien und damit einhergehender Preisanstiege sind Commodities als Assetklasse in den Fokus von Investoren gerückt. Noch heute werden sie oftmals als alternative Investments bezeichnet und von vielen privaten Anlegern gemieden. Dennoch haben auch private Investoren auf Grund zahlreicher Finanzinnovationen, vornehmlich in Form von Zertifikaten, vermehrt Zugang zu dieser Assetklasse erworben.

Rohstoffwertpapiere, insbesondere Futures-Kontrakte, unterliegen anderen Gesetzmäßigkeiten am Markt als beispielsweise Aktien. Sie weisen mitunter bei etwaigen politischen Krisen ein konträres Marktverhalten gegenüber Aktien- oder Anleihenmärkten auf. Die Besonderheiten der Terminmarktkurve erschwert zudem das Verständnis langfristiger Performanceentwicklungen und verschreckt speziell risikoaverse Investoren.

Im Januar 2009 hatte die Verschiebung der Terminmarktkurve derart gravierende Ausmaße angenommen, dass der einjährige Futures-Kontrakt des West Texas Intermediate (WTI) Light Sweet Crude Oils um circa 60% oberhalb des Spotpreises notierte. Finanzdienstleister nutzten diese Situation, indem sie Rohöl am Kassamarkt kauften, in Öltankern lagerten und zugleich per Termingeschäft zu einem feststehenden Preis in der Zukunft verkauften. Was für große Finanzinvestoren zu einer risikolosen Überrendite führt, belastet die Performance langfristig orientierter Investoren oder Hedgern, da ein möglicher Wertzuwachs in längerfristigen Futures-Kontrakten bereits vorweggenommen wird. Besonders die Renditen klassischer Rohstoffindizes, wie die des Reuters/ Jeffries Commodity Research Bureau Index (R/J-CRB) von 1957, leiden unter dieser Contango-Situation der Terminstrukturkurve, die seit 2004/05 vorrangig den Rohstoffmarkt charakterisiert. Seit 2006 etablieren sich vermehrt sogenannte Enhanced Commodity-Indizes am Finanzmarkt. Durch eine optimierte Strategie, basierend auf statistischen Modellen unter Berücksichtigung der Terminmarktkurve, wird mittel- bis langfristig eine risikoadjustierte Renditesteigerung gegenüber der traditionellen Indexvariante angestrebt.

Aufbauend auf einer theoretischen Fundierung des Commodity-Futures-Tradings ist das Ziel dieser Arbeit, die Performanceunterschiede zwischen den traditionellen und den Enhanced-Commodity-Indizes durch eine empirische Erhebung zu analysieren. Die Untersuchung erfolgt sowohl auf Basis der klassischen Performancemaße als auch auf Grundlage derer Modifizierungen, um die spezifischen Renditeverteilungen der Commodity-Indizes zu berücksichtigen. Zur Unterscheidung einzelner Rohstoffbranchen und -arten werden neben den Standard-Rohstoffindizes zudem sowohl Sub-Commodity-Indizes als auch Einzelrohstoffindizes separat in die Analyse einbezogen. Die Untersuchung beschränkt sich dabei auf Enhanced Strategien, die sich auf die Optimierung der Rollyield fokussieren, andere Erweiterungsstrategien sind für die empirische Ergebnisanalyse nicht von Relevanz.

Gang der Untersuchung:

Nach dem einführenden Überblick zur Thematik dieser Arbeit werden im nachfolgenden Abschnitt die Grundlagen des Rohstoffhandels betrachtet. Hierzu erfolgt ein Abriss zur historischen Entwicklung des Rohstoffmarktes und dessen Eingliederung in das Finanzmarktsystem. Darüber hinaus erfolgen die Differenzierung der Marktakteure und die Segmentierung der Commodity-Assetklasse. Nach einem Überblick über mögliche Investmentalternativen, die sich im Zusammenhang mit Rohstoffen ergeben, erfolgt eine detaillierte Unterscheidung zwischen Commodity-Forwards und -Futures. Abschließend wird die Bedeutung derivativer Finanzinstrumente herausgestellt und mögliche Risiken aufgezeigt.

Im dritten und vierten Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der empirischen Analyse ausgeführt. Neben der Bilanzierung und der Preisbildung von Forward- als auch Futures-Kontrakten werden zahlreiche Theorien bezüglich der Forwardkurve beleuchtet. Aufbauend auf den theoretischen Fundierungen werden im Anschluss Enhanced-Strategien von den traditionellen Rohstoffstrategien definiert und voneinander abgegrenzt.

Das vierte Kapitel befasst sich ausschließlich mit der Performancemessung. Die Ausführungen dienen insbesondere den statistischen Grundlagen der nachfolgenden Analyse. Die klassischen Performancemaße unterliegen einer kritischen Würdigung. Darauf aufbauend werden zwei Modifizierungen der klassischen Performancemaße vorgestellt, um mögliche Schwächen in der Ergebnisanalyse zu berücksichtigen.

In Kapitel 5 erfolgt die empirische Analyse der Rohstoffindexstrategien. Diesbezüglich werden die traditionellen Rohstoffindizes vergleichend zu den Enhanced-Strategien anhand von Risikomaßen und verschiedenen Performancemaßen analysiert.

Im Rahmen der Schlussbetrachtung werden die wesentlichen Erkenntnisse bezüglich der eingangs dargestellten Problemstellung zusammengefasst sowie Anregungen zu weitergehenden Forschungsmöglichkeiten formuliert.

 
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