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(Fachbereiche): Agrarwissenschaften Pflanzenernährung / Bodenkunde

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Titel Energie- und Kostenbilanzen zu unterschiedlichen Nutzungen von Streuwiesenmähgut 
Untertitel  
AutorIn Almut Döring 
Seiten 125 Seiten 
Hochschule Technische Universität Berlin Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1996 
Preis 48,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 3016029 
Sprache Deutsch 
Medien  
Inhaltsangabe
Einleitung:

Streuwiesenmähgut als Abfallproblem?

Wohin mit dem Streuwiesenmähgut? - Diese Frage stellt sich in Bayern zu Zeiten zunehmender staatlich geförderter Pflegemahd immer öfter und dringlicher. Zum einen gibt es im Alpenvorland noch einige Streuwiesen, zum anderen ist es heute politisch gewollt, intakte Streuwiesen zu erhalten sowie brachgefallene oder aufgedüngte ehemalige Streuflächen durch geeignete Maßnahmen weitgehend in ihren vorigen Zustand zu versetzen und dadurch erneut größere Streuwiesenkomplexe zu entwickeln.

Die heute als Streuwiesen bezeichneten Lebensraumtypen entstanden erst vor etwa 150 Jahren in Zeiten großer 'Streunoth' (wie der Titel von Nowacki 1887 sagt), also aus einer landwirtschaftlichen Notwendigkeit heraus. Heute dagegen haben wir eine 'Streuschwemme', denn wir mähen diese Wiesen, weil sie aus der Sicht des Arten- und Biotopschutzes mit dem allein ihnen eigenen Artenspektrum eine hohe Wertigkeit besitzen, welche nur durch regelmäßige Herbstmahd mit Abtransport des Mähgutes erhalten werden kann. Die Riedstreu findet jedoch in der heutigen Landwirtschaft kaum mehr Verwendung, denn der Bedarf an Stalleinstreumaterial wird heute größtenteils über Getreidestroh gedeckt.

Läßt sich hier keine alternative, sinnvolle Nutzung des anfallenden Mähguts finden, wird dieses 'Material aus der Landschaftspflege' schnell zum Problem. Was früher ein begehrtes Material war, wird heute oft zum Abfallprodukt, welches im ungünstigsten Falle energie- und kostenaufwendig entsorgt wird. So erwähnt noch Ellenberg, daß das abtransportierte Mähgut an anderem Ort verbrannt werden könne. Es bedarf hier der sorgfältigen Prüfung möglicher Nutzungen hinsichtlich ihrer Machbarkeit, ihrer Sinnhaftigkeit und ihrer Wirtschaftlichkeit.

Vorliegende Arbeit möchte in der Diskussion um die Verwertung oder 'Entsorgung' von Streuwiesenmähgut einen Beitrag leisten und zum einen mögliche Mähgutnutzungen aufzeigen, zum anderen diese bezüglich des notwendigen Aufwands und des jeweiligen Gewinns beleuchten. Sie will mitwirken, den Boden zu bereiten für eine unvoreingenommene Prüfung der Möglichkeiten, wie die Pflege von Streuwiesenlandschaften wirtschaftlicher und für die öffentliche Hand kostengünstiger zu gestalten wäre.

Geographisch beschränkt sich die Arbeit auf das bayerische Alpenvorland.

Die Diskussion über andere Möglichkeiten der Landschaftsentwicklung oder Landbewirtschaftung alter Moorlandschaften, wie etwa über die Sinnhaftigkeit eines Brachfallenlassens von Streuwiesen, über die Vorteile von Sukzessionsflächen usw. ist nicht Gegenstand der Arbeit. Ausgangspunkt ist die heutige Pflegepraxis. Die Entstehung und Entwicklung des Systems 'Streuwiese' sind Ergebnis der von diesem System ausgeübten Funktion und der zur Erreichung des funktionalen Zieles nötigen Nutzungsmethode, welche sich durchaus nach technischen und wirtschaftlichen Vorgaben im Laufe der Zeit wandeln kann . Verlieren die alten Streuwiesen ihre ursprüngliche Funktion als Einstreulieferanten, so werden sie sich entweder verändern, oder aber es finden sich neue Funktionen, die von den Streuwiesen übernommen werden, so daß die für den Lebensraum 'Streuwiese' typischen Prozesse erhalten bleiben. In der heutigen Kulturlandschaft kommt den Streuwiesen vor allem die Funktion als Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten zu, mit dessen Pflege die Naturschutzbehörden beauftragt sind. Eine Erweiterung der Funktion durch das Ausschöpfen der Nutzungsmöglichkeiten des Mähguts könnte den Erhalt dieses Systems auf eine solidere Grundlage stellen.

 
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