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(Fachbereiche): Agrarwissenschaften Ökolandbau

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Titel Biogasanlagen: Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft und Jagd in Bayern 
Untertitel  
AutorIn Michael Wieland 
Seiten 81 Seiten 
Hochschule Fachhochschule Weihenstephan Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2011 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 3017851 
Sprache Deutsch 
Medien  
Inhaltsangabe
Einleitung:

Die Rolle der Landwirtschaft in der Produktion hat sich in den letzten Jahren gewandelt. In der Diskussion um die zukünftige Energiebereitstellung stellen erneuerbare Energien und eben auch die Erzeugung von Biogas zur Strom- und Wärmegewinnung eine immer bedeutendere Alternative zu konventionellen Energiebereitstellungsmethoden dar. Zusätzlich bietet die Biogaserzeugung für Landwirte ein interessantes Betätigungsfeld, mit zusätzlichen Einkommensmöglichkeiten. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) hat der Landwirtschaft die Möglichkeit gegeben, beim Ausbau der Erneuerbaren Energien einen nennenswerten Beitrag zu leisten. Durch festgesetzte Vergütungssätze, bietet sich Landwirten eine feste Planungsgrundlage. Unter anderem das EEG führte in den letzten Jahren zu einer steigenden Anzahl von Biogasanlagen in Bayern, welche, um den Rohstoffbedarf zu decken, hohe Flächenkapazitäten binden, die Kulturlandschaft verändern und somit auch die Wildtiere und die Jagd beeinflussen.

Problemstellung:

Neben den positiven Auswirkungen der Biogasproduktion für den Klima- und Umweltschutz, entstehen auch negative Auswirkungen verschiedenster Art. In Bayern, so wie in ganz Deutschland ist die Jagd als eine der ältesten Landbewirtschaftungsformen eng mit der Landwirtschaft und den bewirtschafteten Flächen verbunden. Durch eine Änderung der angebauten Kulturen, kommt es auch zu Veränderungen der Lebensräume für die hier heimischen Wildtiere. Dies hat nicht selten negative Einflüsse auf die Reviergegebenheiten und die Bejagbarkeit der Wildtiere zur Folge. Durch ausgedehntere Flächen von Energiepflanzen, im Besonderen Mais, nehmen Wildtierarten wie das Schwarzwild in der Population zu und schädigen einzelne Parzellen. Die Struktur dieser Anbauflächen, bezogen auf Flächengröße und -gegebenheiten, erschwert die Bejagung. Andere Wildtierarten, vor allem die Niederwildarten Feldhase, Fasan und Rebhuhn, finden keinen natürlichen Lebensraum mehr und gehen in der Population zurück. Dies macht die Jagd auf diesen Flächen nicht nur schwerer und uninteressant, sondern es ist auch mit hohen Kosten neben der eigentlichen Revierpacht zu rechnen. Auch gesellschaftlich entstehen Probleme, da die Spannungen zwischen Flächenbewirtschaftern, Besitzern des Grund und Bodens und den Jagdpächtern entstehen. Stark betroffene Reviere können unter den vertraglichen Gegebenheiten des Pachtvertrags und zu jetzigen Pachtpreisen nicht erneut verpachtet werden.

Zielsetzung und Aufbau der Arbeit:

In dieser Arbeit sollen die Auswirkungen von Biogasanlagen auf die Jagd in Bayern aufgezeigt werden und das Image von Biogasanlagen bei den bayerischen Jägern untersucht werden. Hierzu teilt sich die Arbeit in vier Bereiche. Im ersten Teil werden die gesetzlichen Gegebenheiten des Erneuerbaren Energien Gesetzes und die Rahmenbedingungen für die Biogasproduktion aufgezeigt. Außerdem soll die Produktion von Biogas durch Zahlen und Fakten zu Biogasanlagen quantifiziert werden. Aspekte des Jagdrechts allgemein und der Jagd in Bayern im Speziellen runden dieses Kapitel ab. Der zweite, empirische Teil der Arbeit beginnt mit dem theoretischen Hintergrund der durchgeführten Befragung von Jägern in Bayern zum Image von Biogasanlagen. Unter anderem werden der Fragebogenaufbau und die Durchführung der Befragung erklärt und anhand von Beispielen verdeutlicht. Anschließend werden die gewonnenen Ergebnisse durch Kennzahlen, Tabellen und Diagramme charakterisiert und bewertet, um klare Aussagen zum Untersuchungsgegenstand treffen zu können. Im vierten Teil der Arbeit werden die Ergebnisse der Befragung bezüglich der Problematik diskutiert und Handlungsalternativen aufgezeigt, welche das Image von Biogasanlagen und die Organisation des Anbaus von Energiepflanzen zur Biogasproduktion in eine positive Richtung leiten können. In diesem Kapitel werden Antworten zu den zentralen Forschungsfragen gegeben:

- Welche Auswirkungen hat die Biogasproduktion auf die Bejagbarkeit der Wildtiere?

- Wie schlagen sich diese Auswirkungen auf das private und gesellschaftliche Leben der Jäger nieder?

- Wie können die vertraglichen Konditionen der Jagdpachtverträge in betroffenen Revieren dementsprechend angepasst werden?

- Wie lässt sich das Miteinander von Flächenbewirtschafter, Jagdgenossen und Jägern nachhaltig verbessern?

- Welche politisch-rechtlichen Änderungen müssen erfolgen, um der Problematik entgegenzuwirken? (EEG)

 
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