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Einleitung:
Obwohl die Zahl der Betriebe und somit auch die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland zunimmt und obwohl zum Thema ökologischer Landbau schon zahlreiche Studien durchgeführt wurden, fehlen -abgesehen von der Arbeit von KLEYMANN- Untersuchungen über den Wissensstand der Öko-Käufer, ihr Informationsverhalten und darüber, wie Öko-Käufer ihren Wissensstand selbst einschätzen. Diese Lücke will die vorliegende Untersuchung schließen.
Die meisten der vorliegenden Arbeiten zum Thema Lebensmittel aus ökologischem Anbau befassen sich mit Motiven für den Kauf von Öko-Lebensmitteln, den sozio-demographischen Kennzeichen der Öko-Käufer, alternativ aufgesuchten Einkaufsstätten und den gekauften Warengruppen. Zwar sind die drei ersten Fragenkomplexe auch Bestandteil dieser Arbeit. Sie dienen jedoch in erster Linie dazu, herauszufinden, wie sich diese Variablen auf Wissen und Selbsteinschätzung der Verbraucher auswirken, d.h. sie sind sozusagen nur die unabhängigen Variablen zur Klärung der abhängigen Variablen Wissen und Selbsteinschätzung.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung (vor allem diejenigen über das Informationsverhalten der Öko-Käufer) sollen es Anbietern, Anbauverbänden und öffentlicher Hand ermöglichen, gezielt Informationen bereitzustellen, welche die Defizite der Verbraucher bezüglich ihres Wissens zum ökologischen Landbau verringern helfen und den Absatz von Öko-Produkte fördern.
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