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(Fachbereiche): Architektur / Raumplanung Städteplanung

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Titel Die Siedlung Römerstadt in Frankfurt a. M. von Ernst May 
Untertitel  
AutorIn Johannes Schleuning 
Seiten 232 Seiten 
Hochschule Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Deutschland 
Art der Arbeit Magisterarbeit 
Abgabe 2000 
Preis 48,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 6002277 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der 1927 und 1928 entstandenen Siedlung Römerstadt in Frankfurt am Main von Ernst May.

Die Siedlung Römerstadt ist Teil des sozialen Wohnungsbaus im Rahmen des "Neuen Frankfurt", das mit May als Stadtbaurat zwischen 1925 und 1930 mit dem Anspruch auftritt, die wohnungspolitischen und urbanistischen Probleme der Nachkriegs-Großstadt sozialverträglichen und wegweisenden Lösungen zuzuführen. Die Römerstadt, in der sich das urbanistische Prinzip der englischen Trabantenstadt mit den Typologien und der Formensprache des rationalistischen "Neuen Bauens" verschränkt, ist die eindrucksvollste Verkörperung dieses Anspruchs in der Arbeit von May in Frankfurt.

Gang der Untersuchung:

Um in die Thematik einzuführen, ist der Auseinandersetzung mit der Römerstadt eine Zusammenfassung der zeitgeschichtlichen Bedingungen in der Weimarer Republik und der Entwicklung des Neuen Bauens vorangestellt. Ein kurzer Abriß über das Neue Frankfurt stellt die Verbindung zum Untersuchungsobjekt der Arbeit her. Da die Betrachtung der Siedlung Römerstadt unter einem kunstgeschichtlichen Blickwinkel erfolgt, wird die Untersuchung der städtebaulichen Anlage sowie der Architektur in den Vordergrund gestellt. Hier wird insbesondere auf die für die Römerstadt bedeutsame städtebauliche Konzeption einzugehen sein.

Im Anschluß an die Themenschwerpunkte werden die Grünanlagen und die Wohnungsausstattung von Mitarbeitern Mays in die Untersuchung miteinbezogen. Trotz des vornehmlich kunsthistorischen Interesses soll ferner der sozialutopische Überbau der Arbeit Mays nicht außer Acht gelassen werden.

An einen Blick auf die Entwicklungsgeschichte und den Wohnwert der Römerstadt schließt sich die Kritik an.

Die Sekundärliteratur beschränkt sich vielfach auf eine knappe Behandlung des Neuen Frankfurt innerhalb der gesamten Architekturgeschichte der Zeit (Huse, Miller-Lane) oder auf ökonomische Aspekte im Neuen Frankfurt (Weis), beziehungsweise auf ökonomisch-ideologische des gesamten Siedlungsbaus in der Weimarer Republik (Tafuri). Die Biographie über Ernst May (Buekschmitt) behandelt die Frankfurter Siedlungen im Rahmen des gesamten Lebenswerks und ist subjektiv gefärbt. Eine amerikanische Dissertation (Henderson) erschließt erstmals ausführlicher die Arbeit Mays in Breslau in der ersten Hälfte der zwanziger Jahre. Der umfassende Band "Funktionalität und Moderne" (Mohr/Müller) bietet einen Überblick über die Gesamtbautätigkeit unter Ernst May, Einblick in Textauszüge der Zeitschrift "Das Neue Frankfurt" und einen Katalog über die Wohnbauprojekte. Der Katalog des Deutschen Architekturmuseums anläßlich der Ausstellung von 1986 über May und das Neue Frankfurt nimmt Bezug auf kommunal- wie sozialpolitische Hintergründe.

Eine andere Arbeit widmet sich bereits eingehender dem Phänomen der modernen Architektur im Neuen Frankfurt (Lorenz), konzentriert sich aber auf die zusammenfassende Beschreibung der architektonischen Elemente in den einzelnen Siedlungen sowie auf bautechnische Aspekte.

Die Durchsicht des Nachlasses von Ernst May im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg auf mögliche Hinweise zur vorliegenden Thematik hat sich nur bedingt als hilfreich erwiesen, zumal gerade der vermerkte Ordner zu der Siedlung Römerstadt nicht aufzufinden ist. Ansätze zu einer näheren Untersuchung von Städtebau und Architektur, insbesondere der Römerstadt, bieten einzig die Arbeiten über die Siedlungsbautätigkeit Mays in Frankfurt von Ruth Diehl und Gert Kähler. Ausgehend von diesen Ansätzen werden städtebauliche Anlage und Architektur der Römerstadt in der vorliegenden Arbeit erstmalig einer detaillierten Untersuchung zugeführt und können neue Erkenntnisse vorgewiesen werden.

Die Wahl der Schwerpunktthemen erfährt somit über den Stand der Sekundärliteratur eine zusätzliche Begründung.

Vorrangiges Ziel der Arbeit wird es dementsprechend sein, die Anlage der Römerstadt eingehend zu untersuchen, die jeweiligen Vorbilder und Anleihen in der städtebaulichen und architektonischen Gestaltung herauszustellen und die einzelnen Bezüge zwischen Stadtbaukunst und Architektur aufzudecken.

Inhaltsverzeichnis:

1. VORWORT 1
2. ZEITGESCHICHTE UND BAUKUNST 3
2.1 Zur Dialektik von Politik, Ökonomie, Gesellschaft und Architektur in der Weimarer Republik 3
2.2 Neues Bauen und sozialer Wohnungsbau 5
2.3 Ernst May und das Neue Frankfurt 1925-1930 9
3. DIE SIEDLUNG RÖMERSTADT 1927-1928 12
3.1 Lage und Siedlungsgrundriß 12
3.2 Infrastruktur 13
3.3 Unausgeführte Planungsvorhaben 14
3.4 Architekten und Kurzdaten 15
3.5 Name .16
4. STÄDTEBAULICHE BETRACHTUNG 17
4.1 Exkurs: Großstadt-Kritik und Gartenstadt-Bewegung 17
4.2 Die Römerstadt als Vororttrabant 20
4.2.1 Das Niddatal-Projekt 20
4.2.2 Ergebnis der Umsetzung 27
4.3 Binnenanlage der Römerstadt 31
4.3.1 Gestaltung des Siedlungsgrundrisses 31
4.3.2 Raumbildung .43
4.3.3 Farbgestaltung 47
5. ARCHITEKTUR 52
5.1 Voraussetzungen 52
5.2 Wohnbauten 56
5.2.1 Ein- und Zweifamilienhäuser 56
5.2.2 Drei- und viergeschossige Wohnbauten 63
5.3 Die Schule 72
6. GARTENANLAGEN UND SIEDLUNGSGRÜN 75
6.1 Rationalisierung & Natur 76
6.2 Raumgestaltung & Natur 78
7. WOHNUNGSAUSSTATTUNG .80
7.1 Frankfurter Küche 80
7.2 Musterentwürfe zur Möblierung 82
8. FUNKTIONALISMUS UND RATIONALISIERUNG ALS WEGBEREITER EINER GESELLSCHAFTSUTOPIE 83
9. DIE SIEDLUNG RÖMERSTADT BIS HEUTE 87
9.1 Entwicklungsgeschichte 87
9.2 Wohnwert 88
10. KRITIK 89
11. SCHLUßWORT 92
Ernst May, Lebensdaten 93
Literaturverzeichnis 94
ABBILDUNGEN:
Abbildungsverzeichnis 101
Abbildungen (insg. 174, z.T. in Farbe) folgen in eigener Nummerierung
 
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