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(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Branche Dienstleistung Immobilienwirtschaft

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Titel Facility Management und Projektmanagement bei Errichtung und Betrieb von Gebäuden 
Untertitel  
AutorIn Edgar Schropp 
Seiten 164 Seiten 
Hochschule Fachhochschule Augsburg Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1997 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91003256 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Problemstellung:

Das Bauwesen ist seit den frühen 90er Jahren in einer grundlegenden und unverkennbaren Trendwende. Ausgehend von dem in den letzten Jahren sensibilisierten Bewußtsein der Gesellschaft in Sachen Umweltschutz, hat sich auch im Bauwesen die Einsicht durchgesetzt, Ressourcen zu schonen. Sowohl mit den Grundstücken, als auch mit der vorhandenen Bausubstanz wird sparsamer umgegangen. Den Beweis liefert die statistisch bewiesene Zunahme der Instandsetzungs- und Umbauvorhaben im Vergleich zu Neubautätigkeiten. Parallel dazu steigen die Anforderungen an das Dienstleistungsmanagement, welches für eine optimale Anlagennutzung und Gebäudebewirtschaftung notwendig ist.

Diese Trendwende wird jedoch nicht nur durch ein gesteigertes Umweltbewußtsein hervorgerufen. Wirtschaftliche Interessen sind letztendlich die Triebfeder, die den größten Einfluß auf eine Wandlung in einem Industriezweig ausüben. Auslöser für eine intensivere Auseinandersetzung mit der Anlagenbewirtschaftung war die tiefe Rezession, die die Wirtschaft in Deutschland und den meisten europäischen Länder vor einigen Jahren durchschritt. Auch wenn sich eine leichte Entspannung erkennen läßt, hat sich die deutsche Wirtschaft noch nicht völlig erholt. Die Bauindustrie, die vor einigen Jahren noch die Konjunktur stützte, befindet sich nun in dieser Talsohle, die der Maschinenbau bereits hinter sich gelassen hat.

Solche Krisen waren und sind immer ein Auslöser, über Wirtschaftsstandorte, Lohn- / Arbeitskosten, Strukturen, u.a. öffentlich nachzudenken. Während über sinkende Wettbewerbsfähigkeit, Kostenspiralen, zu hohe Steuern, Arbeitszeiten, Löhne und Auflagen heftig diskutiert wird und eine Verlagerung der Produktion durch Unternehmen in Billiglohnländer erfolgt, spielt einer der wesentlichsten Kostenfaktoren, die Anlagenbewirtschaftung, meist eine untergeordnete Rolle. Angesprochen auf ihr Anlagevermögen, wissen viele Unternehmensführer nicht einmal welchen Umfang dieses hat. Die Unternehmen leisten sich Sachanlagen wie z.B. Gebäude, die sie nicht auslasten, die schlecht bedient und instandgehalten werden, deren Betriebskosten nicht bekannt und keiner betriebswirtschaftlichen Kontrolle obliegen. Während die Unternehmensführer in den USA dieses Problem früher erkannt haben und den Aufgaben der Erhöhung der Effektivität in der Anlagenwirtschaft daher größte Aufmerksamkeit zukommen lassen, befaßt man sich in Europa erst seit einiger Zeit mit diesem Thema. Die Erstellung, Bewirtschaftung und Verwaltung von Anlagen, wird in Europa zunehmend mit Facility Management in Verbindung gebracht. Mit verwandten Begriffen wie Gebäudemanagement, Objektmanagement und Immobilienmanagement steht Facility Management daher heute als Ausdruck des Wandels in der Anlagenbewirtschaftung und wird noch einen beachtlichen Teil zur Trendwende im Bauwesen beisteuern.

Zusammenfassung:

Die Intention dieser Diplomarbeit ist zum einen die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema Facility Management, wie auch die Synergien, die sich für das Facility Management durch die Zusammenarbeit mit dem Projektmanagement bei der Erstellung und dem Betrieb von Gebäuden ergeben. Die Leistungsfelder des Facility Management und Projektmanagement sollen dargelegt werden, sowie die Potentiale der Effizienzsteigerung in der Bewirtschaftung von Anlagen unter dem Gesichtspunkt der computergestützten Arbeit. Facility Management soll als Organisations- und Führungssystem transparent gemacht werden.

Nach einer Klärung des Begriffs Facility Management wird der Unterschied zwischen strategischem und operativen Facility Management herausgearbeitet, sowie die Leistungsfelder und die Rolle beider Managementgebiete während des Gebäudelebenszyklus geklärt. Die Verbesserung der Nutzungsflexibilität, der Arbeitsproduktivität und Kapitalrentabilität werden als Vorteile behandelt. Anschließend werden die möglichen Alternativen der organisatorischen Eingliederung, sowie die Erörterung der wichtigsten Aufgaben des strategischen Facility Management dargestellt. Die Leistungen des Facility Management werden den einzelnen Projektphasen zugeordnet und somit die enge Verbindung mit dem Projektmanagement hergestellt. Abschließend werden die verschiedenen Fachgebiete des operativen Facility Management ausgeführt.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Verknüpfung des strategischen Facility Management mit dem Projektmanagement, da dieses aus Sicht des Autors eine besonders wichtige Rolle bei der Implementierung des Facility Management übernehmen kann. Die Pflichten und Aufgaben des Projektmanagement in Verbindung mit Facility Management wurden jedoch bisher in der Literatur kaum behandelt. Es werden weder differenzierte Aussagen zum Begriff Facility Management getroffen, noch werden klare Definitionen des Funktionsinhaltes wiedergegeben. Die Elemente und Aufgaben werden nicht eindeutig beschrieben, und vor allem die entscheidende Dynamik des Managementprozesses findet unzureichende Beachtung. Den traditionellen Ansätzen des Facility Management liegt kein einheitliches Konzept zugrunde, so daß auf dem Markt unterschiedliche Lösungsansätze gefunden werden können. Anstelle von Klarheit herrscht ein babylonisches Sprachengewirr bezüglich des Begriffsinhaltes, da nicht immer dieselbe Dienstleistung oder dieselbe Aufgabe unter Facility Management verstanden wird. Nachdem jedoch Schätzungen von einem Marktvolumen von ca. 60 Milliarden DM pro Jahr an Gesamtaufwendungen (inhouse und outsourced) für das Facility Management ausgehen, ist in Zukunft in diesem Markt mit erheblichen Wettbewerb zu rechnen.

Diese Arbeit bezieht sich im wesentlichen auf große Hochbaukomplexe, die eine Grundlage für wirtschaftliche Produktivität darstellen. Die dabei erarbeiteten Feststellungen und Aussagen treffen, jeweils abgewandelt und erweitert in ihren eigenen Aufgaben und Nutzungen, genauso auch für andere Bauwerke wie Krankenhäuser, Messen, Flughäfen, Bahnhöfe, Kraftwerke, Werften oder Außenanlagen wie Straßen, Bahnanlagen, Versorgungsnetze, etc. zu.

Inhaltsverzeichnis:

0. VORWORT 1
1. EINFÜHRUNG IN DAS FACILITY MANAGEMENT 3
1.1 AUSGANGSLAGE 3
1.2 HISTORISCHE ENTWICKLUNG 4
2. DER FACILITY MANAGEMENT BEGRIFF 7
2.1 ÜBERSETZUNG AUS DEM ENGLISCHEN 7
2.2 AMERIKANISCHES VERSTÄNDNIS VON FACILITY MANAGEMENT 8
2.3 DEUTSCHES VERSTÄNDNIS VON FACILITY MANAGEMENT 14
2.3.1 SPANNUNGSFELD INVESTOR / BAUHERR / BETREIBER / NUTZER 16
2.3.2 AKTUELLE SITUATION DER BAUWIRTSCHAFT 19
2.3.3 AUFFASSUNGEN DER MARKTTEILNEHMER 22
2.3.3.1 IMMOBILIENVERWALTER UND REINIGUNGSFIRMEN 22
2.3.3.2 ANLAGENPLANER /-BAUER UND EDV-UNTERNEHMEN 24
2.3.3.3 ARCHITEKTEN UND PROJEKTMANAGER 24
2.3.3.4 DEFINITIONSVERSUCHE DER DEUTSCHEN LITERATUR 27
2.3.4 ENTWICKLUNG ZUM UMFASSENDEN FACILITY MANAGEMENT 28
2.4 KERNAUFGABEN DES FACILITY MANAGEMENT-PROZEß 31
2.5 VERGLEICH VON FACILITY MANAGEMENT ZWISCHEN DEN EUROPÄISCHEN LÄNDERN 32
2.6 ABGRENZUNG VON FACILITY MANAGEMENT ZU VERWANDTEN BEGRIFFEN 33
3. GANZHEITLICHE PLANUNGSVERANTWORTUNG ALS VORAUSSETZUNG FÜR UMFASSENDES FACILITY MANAGEMENT 35
3.1 DAS PRINZIP DER GANZHEITLICHEN PLANUNGSVERANTWORTUNG 35
3.2 INSTANZEN DER GANZHEITLICHEN PLANUNGSVERANTWORTUNG 37
3.3 FACILITY MANAGEMENT WÄHREND DES GEBÄUDELEBENSZYKLUS 42
4. OPERATIVES UND STRATEGISCHES FACILITY MANAGEMENT 45
4.1 UNTERSCHEIDUNG DER STRATEGISCHEN UND OPERATIVEN PLANUNG 45
4.2 STRATEGISCHE UND OPERATIVE PLANUNG IN DER AUSFÜHRUNG 46
5. SYNERGIEN DURCH PROJEKTMANAGEMENT 51
5.1 DEFINITION VON PROJEKTMANAGEMENT 51
5.2 EINFÜHRUNG IN DAS PROJEKTMANAGEMENT 52
5.3 KOORDINATION DER PROJEKTAUFGABEN UND -BETEILIGTEN 56
5.4 PROJEKTPHASEN UND HOAI-PHASEN 56
6. ORGANISATORISCHE EINGLIEDERUNG DES FACILITY MANAGEMENT 59
6.1 DAS KONZEPT DES INTERNEN FACILITY MANAGEMENT UNTERNEHMEN 59
6.2 FACILITY MANAGEMENT DURCH EXTERNEN BERATER 65
7. AUFGABEN DES PROJEKT- UND FACILITY MANAGEMENT AUFGRUND GANZHEITLICHER PLANUNGSVERANTWORTUNG 67
7.1 BEDEUTUNG DER PROJEKTENTWICKLUNG UND PLANUNGSPHASE 68
7.2 ANFORDERUNGEN IN DER DEFINITIONS- UND IDEENPHASE 69
7.3 ANFORDERUNGEN VON DER PLANUNGSPHASE BIS ZUR INBETRIEBNAHME 72
7.3.1 PLANUNGSPHASE 73
7.3.1.1 VORPLANUNG 73
7.3.1.2 ENTWURFS- UND GENEHMIGUNGSPLANUNG 75
7.3.1.3 AUSFÜHRUNGSPLANUNG 76
7.3.2 REALISIERUNGSPHASE 77
7.3.2.1 VORBEREITUNG DER VERGABE 77
7.3.2.2 MITWIRKUNG BEI DER VERGABE 78
7.3.2.3 OBJEKTÜBERWACHUNG 79
7.3.3 INBETRIEBNAHMEPHASE 80
7.3.3.1 OBJEKTBETREUUNG UND DOKUMENTATION 80
7.4 UMFASSENDE AUFGABEN DES PROJEKT- UND FACILITY MANAGEMENT BIS ZUR INBETRIEBNAHME 80
7.5 ANFORDERUNGEN IN DER NUTZUNGS- / BETRIEBSPHASE 83
7.5.1 UNTERSCHIEDE STRATEGISCHER UND OPERATIVER AUFGABEN 83
7.5.2 GRUNDLEGENDE AUFGABEN 85
7.6 AUFGABEN IN UMBAU- UND ABBRUCHPHASE 87
7.7 MANAGEMENTAUFGABEN UNABHÄNGIG VON DEN PROJEKTPHASEN 87
7.7.1 SICHERUNG VON EXPERTENWISSEN 87
7.7.2 ZUSAMMENFASSUNG DER KERNAUFGABEN IN EINER HAND 89
7.7.3 KOORDINATIONSFUNKTION 89
7.7.4 DATENVERWALTUNG 90
7.7.5 AUSWERTUNG UND NUTZUNG DER DATEN 91
7.7.6 CODESTRUKTUR FÜR OBJEKTBEZEICHNUNGEN 92
7.7.7 SCHNITTSTELLENMANAGEMENT 95
7.7.7.1 SCHNITTSTELLEN ZWISCHEN PROJEKTBETEILIGTEN 95
7.7.7.2 ÜBERGÄNGE DER PROJEKTPHASEN 96
7.8 ZUSAMMENFASSUNG DER MANAGEMENTAUFGABEN 99
8. FACHGEBIETE DES OPERATIVEN FACILITY MANAGEMENT 100
8.1 TECHNISCHES GEBÄUDEMANAGEMENT 100
8.2 ALLGEMEINE DIENSTE (SERVICEMANAGEMENT) 102
8.3 KAUFMÄNNISCHES GEBÄUDEMANAGEMENT 102
8.4 ALLGEMEINE DIENSTE / KOMMUNIKATION 102
8.5 NUTZUNGSMANAGEMENT 103
8.6 VERMARKTUNG 104
9. FACILITY MANAGEMENT IN DER PRAXIS 105
9.1 THEORETISCHER RAHMEN 105
9.2 STRATEGISCHE PLANUNG UND FACILITY MANAGEMENT-SYSTEME 105
9.3 HÄUFIGE GENERIERUNG VON FACILITY MANAGEMENT 106
9.4 DER HAUSMEISTER EIN MAUSMEISTER ? 110
9.5 WER BENÖTIGT FACILITY MANAGEMENT ? 112
9.6 HONORIERUNG UND VERTRAG 113
10. FACILITY MANAGEMENT-SYSTEME 116
10.1 FRÜHZEITIGE DOKUMENTATION DER GEBÄUDEDATEN ALS VORAUSSETZUNG 116
10.1.1 BEDARFSPLANUNG 117
10.1.1.1 FUNKTIONS- UND RAUMPROGRAMM 117
10.1.1.2 NUTZERBEDARFSPROGRAMM 118
10.1.2 RAUMBUCH 118
10.1.2.1 ANFORDERUNGSRAUMBUCH 118
10.1.2.2 PLANUNGSRAUMBUCH 118
10.1.2.3 BESTANDSRAUMBUCH 119
10.1.3 PROJEKTHANDBUCH 120
10.2 EINFLUß DES FACILITY MANAGEMENT AUF PLANUNGSABLÄUFE 122
10.3 DAS COMPUTER AIDED FACILITY MANAGEMENT SYSTEM 124
10.4 OBJEKTORIENTIERTE DATENBANK 131
10.5 EINFACHE INFORMATIONSDATENBANK 132
10.6 STRUKTURELLE UND ORGANISATORISCHE VERÄNDERUNGEN DES UNTERNEHMENS 133
10.7 DATENSAMMLUNG FÜR DAS FACILITY MANAGEMENT-SYSTEM 134
10.8 AUSWAHLKRITERIEN FÜR EIN FACILITY MANAGEMENT-SYSTEM 137
10.9 VORSTELLUNG DES FACILITY MANAGEMENT-SYSTEMS KOPERNIKUS 137
10.10 DAS INTELLIGENT BUILDING 139
11. ERFOLGSFAKTOREN DES FACILITY MANAGEMENT 141
11.1 WANDEL IN DER BEDEUTUNG VON LIEGENSCHAFTEN 141
11.2 LEAN MANAGEMENT 142
11.3 FLEXIBILITÄT DER UNTERNEHMEN 143
11.4 EINSPARUNGSPOTENTIALE 144
11.5 OUTSOURCING 146
11.6 TRANSPARENZ 147
11.7 ARBEITSUMGEBUNG 147
11.8 AUSWERTUNGSMÖGLICHKEITEN 147
11.9 NUTZUNGSKOSTEN 148
11.10 ÜBERGEORDNETE VORTEILE 150
11.11 PRAXISBEISPIEL 151
12. RESÜMEE 154
QUELLENANGABEN 155
 
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