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(Fachbereiche): Architektur / Raumplanung Architektur / Raumplanung allgemein

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Titel Planung als Grundlage einer bedarfsgerechten Steuerung des Pflegeangebotes auf kommunaler Ebene 
Untertitel Am Beispiel von Rheine / Westfalen 
AutorIn Alexander von Quast 
Seiten 123 Seiten 
Hochschule Technische Universität Dortmund Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1997 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 6000362 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Diese Arbeit soll den Handlungsrahmen einer Gemeinde im Bereich der Altenpolitik darstellen und aufzeigen, in welchem Umfang die Kommunalverwaltung Einfluss nehmen kann auf die bedarfsgerechte Ausgestaltung des Pflegeangebotes. Zuvor muss jedoch geklärt werden, was im einzelnen unter "Bedarfsgerechtigkeit" zu verstehen ist. Hierbei sind folgende Aspekte zu beachten:

Altenpolitik beschränkte sich in der Vergangenheit im wesentlichen auf die Bereitstellung eines quantitativ ausreichenden Pflegeangebotes im ambulanten, teilstationären und stationären Bereich. Aufgrund der gesellschaftlichen Wandlungsprozesse ist dies jedoch nicht mehr ausreichend. Dieses Politikfeld muss demzufolge um weitere Handlungsfelder erweitert werden. In der Literatur gewinnen sog. »Lebenslagekonzepte" an Bedeutung. Hiernach ist die Berücksichtigung relevanter Lebenslagen Älterer Voraussetzung für die Schaffung von Rahmenbedingungen zur Ermöglichung eines problemlosen Alterns. Unter "Lebenslagen" versteht man wichtige Aspekte des Daseins, vor allem also die Bereiche Wohnen, Soziale Integration, materielle Sicherung sowie Gesundheit und Pflege. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang, dass Defizite in einzelnen Lebenslagen zu nicht bedarfsgerechter Inanspruchnahme pflegerischer Hilfen führen können.

Gang der Untersuchung:

Kapitel 2 geht auf die neuen Herausforderungen an Altenpolitik ein und beschreibt wesentliche Aspekte der demographischen Entwicklung, der gesellschaftlichen Wandlungsprozesse sowie der durch die Einführung der Pflegeversicherung geänderten Aufgabenverteilung beim Ausbau des pflegerischen Angebotes. Die wachsende Bedeutung von Altenpolitik soll auf diese Weise verdeutlicht werden.

Vor diesem Hintergrund sollen in Kapitel 3 allgemeine Ziele formuliert werden, die die Grundsätze zukünftiger Altenpolitik darstellen. Sie leiten sich ab aus der Schilderung bestehender Defizite in einzelnen Lebenslagen. Um die Wechselbeziehungen zwischen Defiziten in einzelnen- Lebenslagen und der Inanspruchnahme pflegerischer Leistungen aufzeigen zu können, ist die voneinander getrennte Behandlung sämtlicher Lebenslagen von Bedeutung. Den Abschluss dieses Kapitels bildet ein nach Lebenslagen differenzierter Zielkatalog.

In Kapitel. 4 werden die Ziele der Altenpolitik in Nordrhein-Westfalen dargestellt. Sie lassen sich ableiten aus dem Landesaltenplan, aus rechtlichen Bestimmungen und Förderrichtlinien sowie aus Veröffentlichungen der Landesregierung. Die im ersten Abschnitt aufgestellten Grundsätze finden sich hier wie der. Während es sich hierbei ausschließlich um qualitative Aussagen handelte, wird an dieser Stelle auch auf quantitative Vorgaben und Zielvorstellungen der Landesregierung eingegangen, die den Kreis Steinfurt und somit Rheine direkt betreffen. Diese Vorgaben werden vorgestellt sowie kritisch hinterfragt.

Gleichzeitig erfolgt die Darstellung relevanter Akteure im Bereich der Altenpolitik auf Bundes- und Landesebene sowie des jeweils zur Verfügung stehenden Instrumentariums. Hieraus lassen sich Rückschlüsse auf Teilbereiche kommunaler Politik ableiten, in denen man über nennenswerte Steuerungsmöglichkeiten verfügt.

Nachdem nun Handlungsspielräume kommunaler Altenpolitik herausgearbeitet worden sind, werden diese in Kapitel 5 mit Hilfe der Darstellung des zur Verfügung stehenden Instrumentariums konkretisiert. Folgende Aspekte sind hierbei zu berücksichtigen:

Im Bereich der Altenpolitik agieren Akteure auf unterschiedlichen Ebenen wie der Bundes-, der Landes- und der Kreisebene. Trotz voneinander abgegrenzter Aufgabenbereiche kommt es zu Überschneidungen, die eine Kooperation von Akteuren auf unterschiedlichen Ebenen notwendig erscheinen lassen.

Das Erreichen der den relevanten Lebenslagen zugeordneten Ziele setzt Maßnahmen in den unterschiedlichsten Politikfeldern voraus. Selbst auf kommunaler Ebene ist daher die Anzahl der beteiligten Akteure relativ hoch.

Besonderes Augenmerk ist somit auf Entscheidungen zu legen, die nur in Abstimmung mit Dritten gefällt werden können.

Kapitel 6 geht auf die Fallstudie "Rheine" ein und untersucht, ob die Kommunalverwaltung ihren Handlungsspielraum vollständig ausschöpft. Diesem Zweck dient eine Gegenüberstellung der von der Gemeinde bisher ergriffenen Maßnahmen sowie der in diesem Rahmen eingesetzten Instrumente und dem zuvor abgesteckten kommunalen Handlungsspielraum.

Zu diesem Zweck muss jedoch zunächst untersucht werden, ob aus regionsspezifischen Gründen, bspw. wegen der ländlichen Struktur des Kreises Steinfurt, die aufgezeigten Ziele modifiziert werden müssen. In diesem Zusammenhang erfolgt eine Analyse der Ausprägungen relevanter Lebenslagen vor Ort. Expertengespräche mit Vertretern der Kommunalverwaltung sowie mit Trägern pflegerischer Einrichtungen ermöglichen einen Einblick in politische Entscheidungsstrukturen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Neue Herausforderungen an die Altenpolitik 5
2.1 Demographische Entwicklung 5
2.1.1 Steigender Bevölkerungsanteil Älterer 5
2.1.2 Hochaltrigkeit 6
2.1.3 Feminisierung 7
2.2 Gesellschaftliche Wandlungsprozesse 8
2.2.1 Singularisierung 8
2.2.2 Ausprägung unterschiedlicher Lebensstile 9
2.3 Auswirkungen der Pflegeversicherung 11
2.3.1 Sicherstellung der pflegerischen Versorgung 11
2.3.2 Einflußmöglichkeiten der Politik 13
2.4 Zusammenfassung 14
3. Ziele einer bedarfsgerechten Altenpolitik 16
3.1 Das Lebenslagekonzept als Grundlage erweiterter Altenpolitik 16
3.2 Wohnen 17
3.2.1 Wohnen und Altern - Der Hilfebedarf Älterer 18
3.2.2 Eigentumsverhältnisse 21
3.2.3 Ausstattung der Wohnung 21
3.2.4 Wirksamkeit von Hilfen zur Verbesserung der Wohnsituation 22
3.2.5 Fazit 24
3.3 Materielle Sicherung 25
3.3.1 Renten und Pensionen 25
3.3.2 Zusatzleistungen 26
3.3.3 Einkommen aus Vermögen 27
3.3.4 Exkurs - Wohneigentumsquote und Mietbelastung 27
3.3.5 Sozialleistungen 28
3.3.6 Fazit 29
3.4 Gesundheit und Pflege 31
3.4.1 Ziele der gesetzlichen Pflegeversicherung 31
3.4.2 Pflegebedarf und Pflegeform 32
3.4.3 Defizite in der ambulanten Pflege 34
3.4.4 Teilstationäre Pflege 36
3.4.5 Stationäre Pflege 37
3.4.6 Organisatorische Mängel 38
3.4.7 Fazit 40
3.5 Zielkatalog 41
4. Akteure in der Altenpolitik und ihre Ziele 43
4.1 Die Bundesebene 44
4.1.1 Wohnen 44
4.1.2 Materielle Sicherung 44
4.1.3 Gesundheit und Pflege 45
4.1.4 Fazit 46
4.2 Die Landesebene 47
4.2.1 Wohnen 47
4.2.1.1 Ausbau vorpflegerischer Dienste 48
4.2.1.2 Wohnraumanpassung und - Modernisierung 48
4.2.1.3 Neubau altengerechter Wohnungen 49
4.2.1.4 Entwicklung neuer Wohnformen 50
4.2.1.5 Wohnberatung 50
4.2.1.6 Fazit 51
4.2.2 Materielle Sicherung 52
4.2.3 Gesundheit und Pflege 53
4.2.3.1 Qualität pflegerischer Infrastruktur 54
4.2.3.2 Qualitätssicherung 55
4.2.3.3 Quantität pflegerischer Infrastruktur 55
4.2.3.4 Einflußmöglichkeiten der Politik 58
4.2.3.5 Vernetzung 59
4.2.3.6 Fazit 61
4.3 Zusammenfassung 62
5. Planung durch Koordination auf kommunaler Ebene 65
5.1 Voraussetzungen für die Schaffung eines Verbundsystems 65
5 1.1 Aufbau altenpolitischer Kompetenz 66
5.1.2 Klarheit über Ziele und Einflußmöglichkeiten 67
5.1.3 Erfolgskontrolle 68
5.2 Koordination auf Grundlage des PflegeVG 69
5.3 Verbesserung der Wohnverhältnisse 71
5.3.1 Bestands - und Bedarfsermittlung 71
5.3.2 Neubau altengerechter Wohnungen 72
5.3.2.1 Die Schaffung von Baurechten 72
5.3.2.2 Umsetzung und finanzielle Förderung 74
5.3.3 Wohnraumanpassung 75
5.3.4 Wohnraummodernisierung 75
5.3.5 Entwicklung neuer Wohnformen 75
5.3.6 Grenzen finanzieller Förderung von Altenwohnungen 76
5.4 Ausbau vorpflegerischer Hilfen 77
5.5 Ausbau pflegerischer Angebote 78
5.6 Beeinflussung der Vergabe von Fördermitteln 78
5.6.1 Einsatz von Eigenmitteln 79
5.7 Beratung und Hilfestellungen 79
5.7.1 Wohnberatung 80
5.7.2 Wohnraumvermittlung - 80
5.7.3 Hilfen beim Umzug 81
5.7.4 Beratung über vorpflegerische und pflegerische Angebote 81
5.8 Zusammenfassung 82
6. Planung durch Koordination auf kommunaler Ebene in Rheine 84
6.1 Bedarfsgerechtigkeit in Rheine 84
6.1.1 Demographische Entwicklung 85
6.1.2 Bedeutung der Familienstrukturen 87
6.1.3 Wohneigentum 88
6.1.4 Fazit 88
6.2 Verbesserung der Wohnverhältnisse 89
6.2.1 Bestands - und Bedarfsermittlung 89
6.2.2 Neubau altengerechter Wohnungen 90
6.2.3 Wohnraumanpassung und -Modernisierung 92
6.2.4 Entwicklung neuer Wohnformen 93
6.2.5 Fazit 94
6.3 Weiterentwicklung des pflegerischen Angebotes 94
6.3.1 Bestand und Bedarf 94
6.3.2 Die Beeinflussung der Vergabe von Fördermitteln 97
6.3.3 Der Einsatz von Eigenmitteln 98
6.3.4 Kooperation und Koordination 98
6.3.4.1 Die Voraussetzungen 99
6.3.4.2 Verhältnis zur Pflegekonferenz 100
6.3.4.3 Zukünftige und aktuelle Maßnahmen 100
6.3.5 Fazit 101
6.4 Etablierung vorpflegerischer Hilfen 101
6.5 Beratung und Hilfestellungen 102
6.5.1 Wohnberatung 102
6.5.2 Wohnraumvermittlung 103
6.5.3 Hilfen beim Umzug 103
6.5.4 Beratung über pflegerische und vorpflegerische Angebote 104
7. Zusammenfassung 105
Literaturverzeichnis 106
 
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