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(Fachbereiche): Ingenieurs- und Technische Wissenschaften Bauwesen

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Titel Die Inszenierung der Stadt des 21. Jahrhunderts 
Untertitel Städtebauliche, infrastrukturelle, stadtökonomische und stadtsoziologische Rahmenbedingungen bei der Planung und Durchführung städtischer Projekte - dargestellt am Beispiel der HafenCity Hamburg 
AutorIn Sommer, Gottschling 
Seiten 223 Seiten 
Hochschule Fachhochschule Lippe, Abteilung Detmold Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2001 
Preis 58,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 30004358 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Kaum ein städtebauliches Entwicklungsprojekt wird in Hamburg und in der gesamten Bundesrepublik so umfangreich und kontrovers diskutiert wie die Planung der HafenCity.

Die Freie Hansestadt Hamburg steht vor einem weiteren tiefen Einschnitt in seiner Stadtentwicklungsgeschichte. Mit der Überbauung von 155 Hektar nicht mehr benötigter Hafenfläche nimmt sie das größte innerstädtische Bauprojekt seit mehr als 100 Jahren in Angriff. Die geplante HafenCity, die in ihrer Ausdehnung unmittelbar an die Speicherstadt grenzt, wird die Fläche der Hamburger Kernstadt verdoppeln - eine Größenordnung, die das funktionale Gleichgewicht der gesamten Stadt berührt.

Wurde die hanseatische Stadtentwicklung in der Vergangenheit von ihrer natürlichen Ausdehnung an der Peripherie geprägt, wird dieses Wachstum nun in die Innenstadt zurückgelenkt. Hier liegt die Herausforderung für Stadtplaner und Architekten, die Inszenierung einer Idealstadt des 21. Jahrhunderts, die Wohnen, Arbeiten und Freizeit in einem Quartier auf das Engste verknüpft, zu einem attraktiven und funktionierendem Gesamtbild vereint und aus der alten Stadt herauswachsen läßt.

Das Gelände der HafenCity verfügt mit seiner unmittelbaren Nachbarschaft zur Speicherstadt, dem Hafen und der Hamburger City nicht nur über einen imposanten Rahmen, sondern auch über eine Historie, wie sie "hamburgischer" kaum sein könnte, denn die Geschichte berichtet, daß auf dem Areal des Grasbrook, der zukünftigen HafenCity, bereits am 20. Oktober 1401 der Seeräuber Klaus Störtebeker und seine Bande hingerichtet wurden. Wieder einmal also soll an diesem Ort Hamburger Geschichte geschrieben werden.

Der organisatorische Rahmenplan ist gegeben. Durch einen erfolgten Architektenwettbewerb und die Erstellung eines Masterplans für die HafenCity ist das städtebauliche Leitbild in Grundzügen definiert, welches in den kommenden 20 bis 30 Jahren realisiert werden soll. Schlagworte wie "Retter der Urbanität", "Die Rückkehr der Stadt an die Elbe" (Ortwin Runde, Regierender Bürgermeister der Stadt Hamburg) oder die Rede von Visionen und Innovation im Städtebau haben in der Szene Hochkonjunktur.

Aus der Fragestellung, ob das Konzept zur Entwicklung zur HafenCity die städtebaulichen und die standortspezifischen Bedürfnisse der Stadt erfüllt, ist das Thema dieser Arbeit gewachsen. Neben den planerischen und entwicklungspolitischen Aspekten werden im Anschluß die ökonomischen und immobilienwirtschaftlichen Aspekte untersucht. Hierzu zählen auch die Vermarktungsstrategien, das Standortmarketing und die zeitliche Realisierung, wobei jederzeit die städtebaulichen Interessen im Gegensatz zu ökonomischen Zwängen kritisch begutachtet werden müssen. Vergleichbare Stadtentwicklungskonzepte in Hamburg, London, Rotterdam, Stuttgart oder Berlin werden als Abbild eines Spiegels herangezogen, um Parallelen und Abweichungen, aber auch Fehleinschätzungen der Vergangenheit aufzuzeigen.

Folgende Fragen wurden in der vorliegenden Arbeit behandelt:

Unter welchen städtebaulichen und ökonomischen Einflußfaktoren steht die Planung eines neuen Stadtviertels?

Ist ein Projekt dieser Größenordnung theoretisch planbar, und wo bleibt an dieser Stelle das gewachsene Ambiente, bezüglich Historie, Stadtkultur und Stadtgesellschaft, einer Stadt?

Welche Formen der Stadtentwicklung erscheinen für das 21. Jahrhundert angemessen?

Trifft die geplante Mischnutzung den Bedarf der jeweiligen Interessensgruppen?

Wo liegen die Chancen und Potentiale der HafenCity im Hamburger Kontext?

Ist der Masterplan inhaltlich und als planungsrechtliches Instrument als ausreichende Grundlage der Stadtplanung anzusehen?

Was sind die Grundvoraussetzungen, die ein Projekt auf städtebaulicher Basis benötigt (Verkehr, Infrastruktur, baurechtliche Grundlagen, wirtschaftliche Förderungen), um eine erfolgversprechende Eigendynamik zu bekommen?

Inwieweit beeinflussen soziale und gesellschaftliche Faktoren die Stadtentwicklung versus ökonomischer Absichten und Zwänge?

Welche neuen Siedlungsformen und Nutzungsstrukturen ergeben sich aus der Tertiärisierung der Wirtschaft in Hamburg?

Verändern sogenannte "Megatrends" den Bedarf und die allgemeinen Entwicklungstendenzen von Immobilien?

Inwieweit trifft das Projekt der HafenCity den Immobilienbedarf der Hansestadt?

Welcher Vermarktungsstrategien bedarf es beim Projekt der HafenCity Hamburg?

Inhaltsverzeichnis:

0. Vorwort 12
1. Historische Entwicklung der Stadt Hamburg - Metropole in der Elbe 17
1.1 Die Stadt Hamburg als geschichtlicher Ort von der Gründung zur Gegenwart 17
1.2 Stadtentwicklung und Architektur in der Hansestadt 21
1.2.1 Bauen am Wasser 27
1.2.2 Bedeutung des Hafens für die Stadt Hamburg 28
1.2.3 Besonderheiten durch begrenzte Fläche des Stadtstaates Hamburg 30
2. Grundlagen des Städtebaus für den Standort Hamburg 33
2.1 Die Charta von Athen als städtebauliche Grundlage 33
2.2 Entwicklung Hamburgs von der Stadt zur Großstadt und zur Metropole - Begriffsdefinitionen 34
2.3 Großstädtische Agglomerationen, Verstädterung und Urbanisierung exemplarisch belegt am Beispiel der Freien und Hansestadt Hamburg 37
2.3.1 Gesellschaft 39
2.3.2 Wirtschaft 42
2.3.3 Infrastruktur 44
2.3.4 Umwelt 46
2.4 Baurechtliche Grundlagen und Planungsinstrumente 47
3. Die Entwicklung der Stadt Hamburg als Wirtschafts- und Wohnstandort 49
3.1 Die Entwicklung Hamburgs als Wirtschaftsstandort mit seinen Branchenschwerpunkten 49
3.2 Der Wirtschaftsstandort Hamburg heute, aktuelle Daten 53
3.3 "Media-Boom-Town", die Multimediadienstleistungen in Hamburg 56
3.3.1 Die Stadt Hamburg als zukünftiger New Media Standort 60
3.3.2 Standortfaktoren für die Ansiedlung von New Media Dienstleistungen in der HafenCity 61
3.4 Die Bedeutung Hamburgs im internationalen Wettbewerb 62
3.5 Die Entwicklung Hamburgs als Wohnstandort 64
3.6 Demographische Entwicklung in der Metropolregion Hamburg - Natürliche und räumliche Bevölkerungsentwicklung 1970-1999 67
3.6.1 Geburten, Sterbefälle und die Altersstruktur 69
3.6.2 Bevölkerungsentwicklung im Vergleich zu anderen deutschen Regionen 70
3.6.3 Pendlerverflechtungen in der Metropolregion Hamburg 71
3.7 Prognose für die zukünftige Bevölkerungsentwicklung Hamburgs bis 2015 73
3.8 Hamburg verliert seine Kinder - Folgen der Alterspyramide 76
4. HafenCity, die neue Stadt in Hamburgs Mitte 79
4.1 Das Plangebiet 79
4.2 Der Masterplan im Kontext zum Stadtentwicklungskonzept 80
4.3 Der städtebauliche Entwurf 83
4.3.1 Verkehrserschließung und Infrastrukturplanung 85
4.3.2 Öffentlicher Raum, Grün- und Freiflächen 86
4.3.3 Hochwasserschutz 88
4.3.4 Ökologie und Nachhaltigkeit als Planungsaspekt 88
4.4 Standortpotential und Image des Planungsgebietes 93
4.5 Zeitlicher Ablauf und Etappenplan zur Realisierung der HafenCity 97
4.6 Funktionsmischung von Arbeiten, Wohnen und Freizeit als ein zukunftsfähiges Modell? 99
4.6.1 Parallelen zu Hamburger Entwicklungsprojekten der Vergangenheit - Lernen von der City Nord und City Süd 102
4.6.2 City Projekte - Potsdamer Platz Berlin, Stuttgart 21, Kop van Zuid Rotterdam, Docklands London 105
5. Einwohner, Stadtgesellschaft und Wirtschaft - Interessen der zukünftigen Nutzer der HafenCity 110
5.1 Freie Hansestadt Hamburg als Planungsträger der HafenCity - Politische und wirtschaftliche Interessen 110
5.2 Handlungsspielraum der öffentlichen Hand zur städtebaulichen Mischnutzung 111
5.3 Spannungsfeld zwischen Ökonomie, kultureller und soziologischer Qualität - Verknüpfung der HafenCity mit Altenwerder 113
5.4 Qualitätsanspruch und Nutzungsstruktur 116
5.5 Attraktivierung der Innenstadt 119
5.6 Städtebauliche Mischkultur und Vielfalt der Gebäudestruktur 121
5.6.1 Ein Ort zum Leben? 124
5.6.2 Perspektiven einer kindergerechten Stadtplanung 125
5.6.3 Exponierte Lage in Hamburgs Mitte - Ein neues Dienstleistungszentrum entsteht 128
5.7 Freizeit im 21. Jahrhundert - Wie muß das Konzept der HafenCity für Freizeit und Tourismus gestaltet werden? 129
6. Hamburger Entwicklungsperspektiven für das 21. Jahrhundert 134
6.1 "Megatrends" - Der Weg ins neue Jahrtausend 134
6.2 Zukünftige Entwicklungstendenzen der Wirtschaftsstruktur in der Metropolregion 139
6.3 Veränderung des Flächenbedarfs pro beschäftigtem Arbeitnehmer 141
6.4 Zukünftige Trends und Visionen bei Immobilien im neuen Jahrtausend in Deutschland 145
6.4.1 Wohnimmobilien 146
6.4.2 Büroimmobilien 150
6.4.3 Einzelhandels- und Freizeitimmobilien 152
7. Markt- und Bedarfsanalyse für den Immobilienmarkt am Standort Hamburg 154
7.1 Allgemeine Marktsituation des Hamburger Immobilienmarktes 154
7.2 Die allgemeine Immobilienkonjunktur und die Immobilienuhr der Stadt Hamburg 157
7.3 Nachfrageanalyse 159
7.3.1 Wohnungsnachfrage in Hamburg 159
7.3.2 Büroflächennachfrage in Hamburg 162
7.3.3 Prognose für die Nachfrage an Immobilien in der HafenCity 165
7.4 Büroflächenleerstand und Leerstandsrate in Hamburg 167
7.5 Preisanalyse des Immobilienmarktes am Standort Hamburg 168
7.5.1 Wohnimmobilien 169
7.5.2 Büroimmobilien 172
7.5.3 Preisprognose für das Planungsgebiet der HafenCity 176
7.6 Vergleichbare Projekte innerhalb der Hansestadt zur HafenCity 177
7.6.1 City Nord 177
7.6.2 City Süd 180
7.7 Konkurrierende Projekte in der Stadt Hamburg zur HafenCity 183
8. Stadtmarketing und City-Management als Erfolgsparameter für das Projekt der HafenCity 186
8.1 Marketing für das Projekt HafenCity 186
8.2 Stadtmarketing 188
8.2.1 City-Management 192
8.2.2 City-Identity 193
8.3 Zielgruppen und Märkte der HafenCity 195
9. Schlußbetrachtung und kritische Würdigung des Projekts HafenCity 198
10. Literaturverzeichnis 203
11. Abkürzungsverzeichnis 212
12. Anhang 214
 
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