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(Fachbereiche): Architektur / Raumplanung Architektur / Raumplanung allgemein

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Titel Architektur und Marketing 
Untertitel  
AutorIn Tina Weisser 
Seiten 206 Seiten 
Hochschule Universität Fridericiana Karlsruhe (TH) Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2002 
Preis 48,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 6006042 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

"Wohl zu keiner Zeit waren die Auffassungen über den Beruf des Architekten und seine Zukunft so widersprüchlich und theoretisch unsicher wie heute. In den letzten zwanzig Jahren wurde das traditionelle Berufsbild des Architekten, insbesondere die Vorstellungen über sein individuelles Künstlertum, von den Notwendigkeiten und Möglichkeiten weit vorausschauender geistiger Konzipierung komplexer Umweltgestaltung und industrieller Bauproduktion immer mehr zu einer romantischen Illusion.".

Diese von Herbert Ricken vor rund fünfunddreißig Jahren verfasste Einleitung zu seinem Buch "Der Architekt" scheint immer noch erschreckend aktuell. Das Berufsfeld der Architekten wird kleiner und kleiner, Generalunter- und -übernehmer, Bauingenieure und Fertighausanbieter haben den Markt weitgehend an sich gezogen. Der Anteil der von freien Architekten geplanten Gebäude wird deutschlandweit auf weniger als vierzig Prozent geschätzt. Trotz diesem geringen Anteil am Bauvolumen werden für sämtliche in der Kritik stehenden, mehr oder weniger schlecht geratenen Gebäude, die freien Architekten verantwortlich gemacht. Wen wundert es da also, dass die Öffentlichkeit kaum Handlungsbedarf - bezüglich der meist hässlichen Stadt- und Baulandschaft sieht - wo doch die Architekten das alles zu verschulden haben.

Bestärkt durch die immer größer werdende Bedeutung der Medien und deren Einfluss hat allerdings das Interesse der Nicht-Fachleute in den letzten zehn Jahren an spektakulären Bauwerken, wie dem Reichstag, dem Libeskind Museum, dem Potsdamer Platz oder dem Guggenheim-Museum der spanischen Stadt Bilbao zugenommen. In Deutschland wurde das Thema Architektur vor allem durch die große Umstrukturierung in der Hauptstadt Berlin und den teuren Regierungsumzug in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Aber trotz alledem ist moderne Architektur keineswegs Bestandteil der Allgemeinbildung. Folgende kleine Episode deutet darauf hin: Beim 2. Architekturgespräch, welches im Reichstag in Berlin im November letzten Jahres stattfand, um Verkehrs- und Bauminister Herrn Bodewig die Belange und Bedürfnisse der Architekten unter dem Thema "Architektur und Baukultur" näherzubringen, erzählte dieser ganz stolz, wie sehr er doch sein renoviertes Ministerium und dessen Umgebung in Berlin-Mitte schätze. Ganz in der Nähe sei ja auch ein historisches Gebäude eines sehr bekannten italienischen Architekten, dessen Namen er leider vergessen hätte. Herr Bodewig fing an laut zu denken: Rosso oder Rosse oder so ähnlich.....Er meinte damit wohl den "Berliner Block" von Aldo Rossi.

Die gebaute Umwelt ist unumgänglich, sie beeinflusst ihre Bewohner und ist mitverantwortlich für deren physische und psychische Gesundheit. Architektur ist deswegen in einem hohen Maße der Gesellschaft verpflichtet. Das Ziel des Architekten und das des ebenso in der Pflicht stehenden Bauherrn muss es sein, eine optimale Qualität des Gebauten unter gestalterischen, technischen und ökologischen Aspekten für die Umwelt und die Integration der erstellten oder modernisierten Gebäude zu erlangen.

Ist es möglich, die Gesellschaft mehr für qualitativ hochwertige und dem Menschen ebenbürtige Architektur zu sensibilisieren und sie darüber zu informieren?

Ist es möglich, die Bedeutung von Baukultur zurückzugewinnen und die Trends einer sehr auf Individualität und Lifestyle ausgerichteten Konsumgesellschaft für diese Zwecke zu nutzen?

Architektur wird längst von den Massenmedien als Imageträger benutzt. Fertighausfirmen, Immobilienmakler, Investoren und Bausparkassen setzen eine zielgerichtete Werbesprache ein, um Menschen zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Baustofffirmen und Bauzulieferer, als Beispiel sei hier der Lampenhersteller Erco genannt, benutzen ebenfalls eine Werbesprache, die auf Architekten wirken soll. Wie aber macht Architektur auf sich aufmerksam? Wäre das moralisch überhaupt vertretbar? Und welchen Markt würde sie dann überhaupt beeinflussen wollen?

Die äußerst kritische Situation der Architekten und der Baukultur in Deutschland hat mich dazu veranlasst, zu versuchen, das Thema Architektur mit Hilfe moderner Marketinginstrumente von einer anderen, der traditionellen Auffassung von Architektur fremden Seite, zu beleuchten. Die Leitfrage dabei ist: Wo sind die Ansatzpunkte, von denen aus man Lösungsansätze und Perspektiven entwickeln kann, um die Situation der zeitgenössischen Architektur und ihrer Architekten zu verbessern?

Die in der Studie erwähnte CD ist nicht im Lieferumfang enthalten, da sie für das Verständnis der Studie nicht notwendig ist.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 15
1. Kapitel: Die Rolle des Architekten
1.1 Das Selbstbild-Fremdbild des Architekten 16
1.2 Die Rolle des Architekten im geschichtlichen Rückblick
(1) Architekt als Baumeister/Handwerker 21
(2) Architekt als Künstler 22
(3) Architekt als Wissenschaftler 23
(4) Architekt als Unternehmer 25
1.3 Konkurrenzbeziehung Bauingenieur-Architekt 26
2. Kapitel: Berufsbild und Gesellschaft
2.1 Das Ansehen der Architektur 35
(1) Informationsdefizit 35
(2) Untersuchungen Laien-Experten 37
(a) Architektur in den Medien 37
(b) Schüler und Laien 37
(c) Experten-Laien-Semiexperten 38
(3) Architekturverständnis 39
2.2 Die Lage der Architektur 42
(1) Analyse des Istzustandes 42
(2) Berufs im Notstand 49
2.3 Architektur und Gesellschaft 50
(1) Beziehung Architektur-Gesellschaft 50
(2) Was ist unsere Gesellschaft 52
(3) Bauen für die Demokratie 55
3. Kapitel: Organisation des Berufes und Werbung
3.1 Interessensverbände 65
(1) Kammern & Verbände 65
(2) Öffentlichkeitsarbeit der Organe 66
3.2 Werbung und Wettbewerbswesen 67
(1) Werbeverbot 67
(2) Wettbewerbe 70
3.3 Baukultur und EU 73
(1) BMWI: Initiative Baukultur 73
(2) Qualität 75
(3) Leserumfrage BMWI 78
(4) Zukunft EU 79
(5) Meinungsbildung durch Kulturträger 81
3.4 Architektur als Teil der Medienwelt 82
4. Kapitel: Dienstleistungsmarketing und Makromarketing
4.1 Einleitung und Definition 103
(1) Dienstleistungsmarketing 103
(2) Universalmarketing 105
(3) Emotionales Marketing 106
(4) Besonderheiten der Architektur aus Sicht der Ökonomie 110
(5) Organisationsformen der Architektur 111
4.2 Strategisches Marketing 112
(1) Bedeutung und Grundlagen 112
(2) Chancen und Risiken 115
(3) Ressourcenanalyse 117
(a) Kritische Ressourcen 118
(b) Strategische Ressourcen 119
(4) Positionierungsanalyse 119
(5) Portfolioanalyse 121
(6) Wertkettenanalyse 122
(7) Benchmarketing 124
(8) Ziele 125
(9) Festlegen von Strategien 129
(a) Geschäftsfeldstrategie 129
(b) Marktfeldstrategie 130
(c) Wettbewerbsvorteilsstrategie 132
(d) Marktabdeckungsstrategie 133
(e) Timingstrategie 133
(f) Marktbearbeitungsstrategie 134
(g) Kundenstrategie 134
(h) Verhaltensstrategie 134
4.3. Makromarketing und strategische Perspektiven 136
(1) Grundlagen des Makromarketings 136
(2) Architektur und Allgemeinbildung 140
(3) Architektur und Politik 142
(4) Architektur und Stadt 142
(5) Imagepolitik 143
(a) Gezielte Arbeit mit TV und Print 144
(b) Architekturevents 144
(c) Workshops 144
(d) Architekturplattform 144
(e) Architekturkurse 145
(6) Ausbildung 145
(7) Psychologie im Kommunikationsmarketing 148
(a) Imagekampagne 148
5. Kapitel: Mikro-Marketing und operative Perspektiven
5.1) Einleitung 171
5.2) Leistungspolitik 172
(1) Grundlagen der Leistungspolitik 172
(a) Festlegen des Leistungsprogramms 173
(b) Planungsprozess 173
(c) Zielgruppendefinition 173
(d) Ziele der Leistungspolitik 174
(2) Instrumente der Leistungspolitik 175
(a) Leistungsprogrammpolitik 175
(b) Leistungspalette 177
(c) Variationen von Dienstleistungsprogrammen 178
(d) Zeitliche Veränderung 178
(e) Veränderung von Eigenschaften 178
(f) Eliminierung von Dienstleistungen 179
(3) Markenpolitik 180
(a) Bedeutung der Markenpolitik im Bezug auf Dienstleistungen 180
(b) Beschwerdepoltitk 181
(c) Optimierung 182
(d) Architektur als Produkt 182
(e) Alternativen 183
5.3) Kommunikationspolitik 184
(1) Grundlagen der Kommunikationspolitik 184
(a) Informationsdefizite 185
(b) Besonderheiten 186
(c) Planungsprozesse 188
(d) Ziele und Strategien 189
(2) Einsatz der Kommunikationselemente 191
(a) Klassische Werbung 192
(b) Verkaufsförderung 194
(c) Persönliche Kommunikation 195
(d) Direkt Kommunikation 196
(e) Öffentlichkeitsarbeit/PR 197
(f) Messen und Ausstellungen 200
(g) Sponsoring 201
(h) Event-Marketing 201
(i) Multimedia-Kommunikation 201
(j) Architektenranking 202
(k) Corporate Identity 202
(l) Wettbewerbe 208
5.4) Preispolitik 209
(1) Grundlagen der Preispolitik 209
(2) Planungsprozess der Preisfestlegung 210
(3) Ziele der Preisfestlegung 212
(4) Preisbezogene Strategien 212
(5) Kostenvorteile 213
5.5) Distribution 214
(1) Grundlagen der Distributionspolititk 214
(2) Planungsprozess und Möglichkeiten der Distribution 214
Fazit 223
Anhang
Literatur- und Bildverzeichnis
Fragebögen
Materialien
 
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