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(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Management / Unternehmensführung Management / Unternehmensführung allgemein

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Titel Ganzheitliche Erfolgssteuerung in der operativen Unternehmensführung durch systemorientiertes Management 
Untertitel Lösungsansätze zur Integration und Synthese potentiell erfolgswirksamer Systemfaktoren im Architektur- und Ingenieurbüro 
AutorIn Andreas Schlichting 
Seiten 133 Seiten 
Hochschule Fachhochschule Biberach an der Riss Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2004 
Preis 74,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 90008270 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Zusammenfassung:

Erfolgreiche Manager, wirksame Führungskräfte - schenkt man der Wunschliste deutscher Unternehmen zu den geforderten Managementqualitäten Glauben, so können nur Universalgenies den Anforderungen zur erfolgreichen Führung eines Unternehmens gerecht werden. Tatsächlich ist dieser Typ Mensch selten zu finden. Wer kennt schon ein Genie oder traut sich gar, sich selbst dieser Kategorie zuzuordnen? Wie also können wir gewöhnliche Menschen die höchstanspruchsvolle Aufgabe lösen, in einer Zeit kaum prognostizierbarer Entwicklung bei wachsendem Konkurrenzdruck ein Unternehmen zum Erfolg zu führen? In Deutschland ringen Tag für Tag etwa 3 Mio. Unternehmen darum, durch bessere Ausnutzung ihrer Ressourcen die Produktionskosten zu senken und ihren Fortbestand zu sichern. Der Erfolg wird dabei in hohem Maße durch die Führungskräfte getragen, die das operative Geschäft abwickeln. Alle Ingenieure, Techniker und Meister, wie auch viele Facharbeiter erfüllen letztlich Managementfunktionen, wenn sie durch Organisieren und Entscheiden im Tagesgeschäft ständig um eine effektive Projektabwicklung bemüht sind.

Längst nicht immer gelingt die Erfüllung dieser Kernaufgabe der Unternehmensführung, wie der traurige Rekord der Unternehmensinsolvenzen bezeugt. Erfolg darf also keinesfalls dem Zufall überlassen werden, sondern ist einer bestimmten Struktur folgend systematisch zu erarbeiten. Was die erfolgreichen Führungskräfte ausmacht - und gemeint sind hier die Führungskräfte aller Hierarchieebenen - wie die vermeintlich guten Manager ihre Unternehmen zum Erfolg führen, liegt primär in der Art ihres Handelns. Nicht oder zumindest nur am Rande betrifft dies persönliche idealisierte Eigenschaftsprofile. Die Grundlagen und Rahmenbedingungen für diese Art der Unternehmensführung lassen sich als Konzept festschreiben. Parallel zum Tagesgeschäft bleibt jedoch kaum Zeit, Ordnung in die Vielfalt von Ideen, Absichten, Instrumenten und Methoden zu bringen, die in einem Unternehmen gelten und angewendet werden sollen. Die Erstellung eines ganzheitlich orientierten Rahmenkonzeptes zur operativen Unternehmensführung wurde deshalb zum Thema der vorliegenden Untersuchung gemacht.

Zielsetzung und Konzept der Untersuchung:

Das Thema dieser Diplomarbeit ist also der Erfolg in wirtschaftlichen Unternehmungen und dessen Steuerung. Forschungsziel sind die Anforderungen an die operative Unternehmensführung von Betrieben mit Projektleistungstätigkeit. Die Erkenntnisse dieser Diplomarbeit sollen Führungskräften aller Hierarchieebenen als praktische Orientierungshilfe für die Unternehmensführung dienen. Durch leicht verständliche praktische Einbindung potentiell erfolgswirksamer Systemfaktoren soll insbesondere auch das Verständnis für den Denkansatz des systemorientierten Managements gestärkt werden. Es wird ein Regelkreis integrierten Projektmanagements entworfen, welcher die wesentlichen Stellgrößen des Marketings sowie der Projektsteuerung und Projektabwicklung enthält. Durch Synthese entscheidender Systemfaktoren und Kombination von Managementmethoden und Controlling-Instrumenten wird ein Grundkonzept ganzheitlicher Erfolgssteuerung gefasst. Dabei wird insbesondere auf die Bedürfnisse von Architektur- und Ingenieurbüros eingegangen. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden auf einen für die Praxis verwertbaren Nenner gebracht.

Nach der Einführung in das Thema mit Klärung wichtiger Begriffe im 1. Kapitel wird im Kapitel 2 die Bedeutung der Erfolgssteuerung ergründet. Nach Erörterung der wirtschaftlichen Lage werden Notwendigkeit und Ansatzpunkte zur Erfolgssteuerung anhand der Ergebnisse einer aktuellen Studie zur Arbeitsproduktivität ermittelt. Gemäß der Untersuchung von über 1300 Unternehmen sind etwa zwei Drittel des Produktivitätsverlustes direkt durch das Konzept der Unternehmensführung bzw. die Unternehmensorganisation beeinflussbar. Hier ist der Hauptansatzpunkt der Erfolgssteuerung. Zur Einführung in die spezifische Problematik des Projektgeschäfts von Planungsbüros werden nach einer allgemeinen Wesensbestimmung der Projektleistungstätigkeit die Besonderheiten des Projektmanagements zusammengefasst und hinsichtlich der Projektabwicklung in der Objektplanung konkretisiert.

Im Kapitel 3 als konzeptuellen Teil der Studie wird unter dem Aspekt der Erfolgssteuerung zunächst ein grober Plan aufgestellt, für die Fassung eines ganzheitlichen Führungskonzeptes. In der Wissenschaft besteht Einigkeit darüber, dass der Ablauf des Projektmanagements auf dem Funktionsprinzip der Regelung beruht. Deshalb dient als Vorbild der selbstregulierende biokybernetische Regelkreis - das Erfolgsmodell der Natur. Zum Verständnis des kybernetischen Denkansatzes, der Selbststeuerung von Organisationsprozessen, wird das Funktionsprinzip der Steuerung sowie der Regelung erklärt. Weiterhin wird die Etablierung zweckgerichteter Verhaltensweisen des Unternehmens als produktives soziales System angesprochen. Unter Berücksichtigung der Anforderungen des biokybernetischen Regelkreises werden die Mindestbausteine eines Konzeptes zur Erfolgssteuerung gefasst: Aktive Marktbearbeitung, ganzheitliche Ausrichtung der Werte und Strukturen im Unternehmen, Systemorientierung des Projektmanagements. Die Einbindung in ein Gesamtsystem wird als Regelkreisschema integrierten Projektmanagements dargestellt.

Konkrete Lösungsansätze zur Erfolgssteuerung:

Ziel ist die Synthese der wesentlichen Systemfaktoren der Mindestbausteine zu einem ganzheitlichen Konzept der operativen Unternehmensführung. Das Kapitel 4 widmet sich deshalb zuerst dem integrierten Marketing im Planungsbüro. Dazu werden Ziele und Ansatzpunkte operativen Dienstleistungsmarketings erörtert, um anschließend die zulässigen Instrumente der Marktgestaltung in ihrer praktischen Umsetzung darzulegen. Denn auch wenn Architekten gewissen Einschränkungen unterliegen, so gibt es doch eine Vielzahl von Marketinginstrumenten, die zweckgerichtet eingesetzt werden dürfen und müssen. Eine aktuelle Studie zur Marktorientierung der Architekten sieht hier noch große Defizite.

Nachfolgend wird das Augenmerk auf einen systemorientierten Werte- und Strukturwandel der Unternehmensorganisation gerichtet. Gerade die Motivation der Mitarbeiter ist eine wesentliche Führungsaufgabe. Dennoch hat die Mehrzahl der Führungskräfte in ihrer Ausbildung kaum was über die Grundlagen der Organisationspsychologie gehört. Es wird deshalb eine Erklärung der Leistungsmotivation anhand der Zweifaktorentheorie nach Herzberg vorgenommen. Zudem werden konkrete Umsetzungsempfehlungen gegeben, zur nachhaltigen Förderung der Motivation. Mitarbeiter sollen handeln wie Unternehmer im eigenen Unternehmen. Doch leider kann sich ein Chef nie sicher sein, wie engagiert seine Mitarbeiter die Ziele seines Unternehmens tatsächlich verfolgen. So klagen in einer Umfrage 85% der Arbeitnehmer über mangelnde Arbeitsmoral. Es werden Lösungsansätze aufgezeigt, diesen sog. Principal-Agent-Konflikt durch die richtige Gestaltung der Unternehmensstruktur zu überwinden. Die nötige Neuausrichtung erfordert eine lebendige Unternehmenskultur, deren systemorientierter Wertewandel aktiv kommuniziert und umgesetzt wird. Hier geht es z.B. um die Leitkriterien Leistung, Effektivität und Ergebnisorientierung, um die Pflege einer Kultur der Offenheit und des Vertrauens wie auch um Eigenverantwortlichkeit und Selbstorganisation.

Konkrete Lösungsansätze zur Integration des Projektmanagements im Kontext der Systemorientierung sind Inhalt des folgenden Abschnitts. Hier wird auf die wesentlichen Ansatzpunkte im Rahmen des Projektmanagements in Planungsbüros eingegangen. Bearbeitet werden dazu die Themen Ressourcenmanagement, Vertrags- und Finanzmanagement sowie Projektcontrolling. Zentrales Thema des Ressourcenmanagements im Dienstleistungssektor ist die Steuerung der zur Verfügung stehenden Arbeitskraft. Dazu werden z.B. als Möglichkeit der zeitlichen Anpassung die Vor- und Nachteile von Arbeitszeitkonten gegenübergestellt und konkrete Empfehlungen für die praktische Konzeption eines sinnvollen Modells gegeben. Daneben soll durch gezieltes Wissens- und Informationsmanagement alle Intelligenz, Kreativität und alles Wissen der Mitarbeiter für den Geschäftserfolg nutzbar gemacht werden. Ohne näher auf das betriebliche Rechnungswesen einzugehen, werden zum Vertrags- und Finanzmanagement grundsätzliche Ansatzpunkte zur Liquiditätssicherung wie auch zur Verbesserung der Finanzierungsbedingungen herausgegriffen. Berücksichtigung finden hier die Vermeidung von Kapitalbindung oder Abrechnungslücken genauso wie die Ausrichtung der Unternehmensführung an den Ratingkriterien nach Basel II. Zum Thema des integrierten Projektcontrollings im Architektur- und Ingenieurbüro wird auf die Projektplanung und -organisation, auf das Berichtswesen und Managementinformationssystem sowie auf die Qualitätssicherung eingegangen. Neben der Schaffung von Standards geht es insbesondere um die Installation fester Informationsbausteine, die für die Regelung der Abläufe und Steuerung des Erfolgs so wichtig sind. Als Handlungsrahmen zur Umsetzung kann ein Qualitätsmanagementsystem dienen. Als Ausblick wird die Konzeption eines ganzheitlichen Frühwarnsystems für das Projektmanagement beschrieben. Kern des Konzeptes ist die Aufspaltung der Kontrollgrößen in Kosten und Leistung, jeweils bezogen auf die Zeit. Die praktische Anwendung der integrierten Kosten- und Leistungsanalyse wird detailliert erläutert.

Fazit:

Die Erfolgspotentiale, die es durch eine systematische Erfolgssteuerung zu erschließen gilt, reichen von einer Steigerung der Leistungsmotivation der Mitarbeiter über höhere Funktionssicherheit des Unternehmens bis zur Förderung von Eigenverantwortung und Selbstorganisation. Höhere Produktivität, gesteigerte Wertschöpfung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sind die Folgen. Die Zielkriterien heißen Leistung und Effektivität der Gesamtorganisation. Während die Mindestbausteine im Grundsatz immer die gleichen sind, folgt die konkrete Umsetzung unternehmensspezifischen Eigenheiten. Die vorliegende Diplomarbeit soll als Orientierungshilfe zur Aufstellung eigener Konzepte dienen und insbesondere die Denkhaltung hinsichtlich der erfolgversprechenden Systemorientierung im Management vorantreiben.

Ein vertieftes Literaturstudium ermöglicht das ausgewogene Literaturverzeichnis mit über 90 Quellenangaben. Einzelaspekte der Studie lassen sich anhand der über 230 Fußnoten mühelos den verschiedenen Autoren zuordnen.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS V
TABELLENVERZEICHNIS V
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS VI
SYMBOLVERZEICHNIS VIII
1. EINFÜHRUNG 1
1.1 Zielsetzung der Studie 2
1.2 Aufbau und methodischer Ablauf der Untersuchung 3
1.3 Begriffsbestimmung zur Untersuchung 6
1.3.1 Erfolg in wirtschaftlichen Unternehmungen und dessen Steuerung 6
1.3.2 Das Aufgabengebiet der Unternehmensführung 8
1.3.3 Der ganzheitliche Ansatz der Unternehmensführung 11
2. BEDEUTUNG DER ERFOLGSSTEUERUNG 14
2.1 Die Konjunkturlage als Ausgangspunkt 14
2.1.1 Allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland 15
2.1.2 Wirtschaftliche Situation im Bauwesen - Stand der Planungsbüros 15
2.1.3 Notwendigkeit und Ansatzpunkte der Erfolgssteuerung 17
2.2 Spezifische Problematik des Projektgeschäfts von Planungsbüros 20
2.2.1 Wesensbestimmung der Projektleistungstätigkeit 20
2.2.2 Besonderheiten des Projektmanagements 20
2.2.3 Problematik der Projektabwicklung in der Objektplanung 21
3. ERFOLGSSTEUERUNG ALS GANZHEITLICHES FÜHRUNGSKONZEPT 24
3.1 Biokybernetischer Regelkreis als Vorbild der Erfolgssteuerung 24
3.1.1 Das Funktionsprinzip der Steuerung 25
3.1.2 Das Funktionsprinzip der Regelung 26
3.1.3 Die Entwicklung systeminhärenter Fähigkeiten 27
3.2 Mindestbausteine eines Konzeptes ganzheitlicher Erfolgssteuerung 28
3.2.1 Erschließung von Auftragspotential durch aktive Marktbearbeitung 28
3.2.2 Ganzheitliche Ausrichtung der Werte und Strukturen der Organisation 29
3.2.3 Systemorientierung des Projektmanagments 30
4. SYNTHESE DER SYSTEMFAKTOREN GANZHEITLICHER ERFOLGSSTEUERUNG IN DER OPERATIVEN UNTERNEHMENSFÜHRUNG DES PLANUNGSBÜROS 32
4.1 Grundlagen und Ansatzpunkte zum integrierten Marketing 32
4.1.1 Ziele und Ansatzpunkte des operativen Dienstleistungsmarketings 33
4.1.2 Instrumente der Marktgestaltung für das Architektur- und Ingenieurbüro 40
4.1.3 Zwischenergebnis: Notwendigkeit integrierten Marketings für Architekten 48
4.2 Ansätze zum systemorientierten Werte- und Strukturwandel der Unternehmensorganisation 51
4.2.1 Grundsätze der Unternehmensstruktur 51
4.2.2 Das Aktivitätsfeld der Unternehmenskultur 60
4.2.3 Zwischenergebnis: Bedeutung der Systemorientierung für die Organisation 64
4.3 Lösungsansätze zur Integration des Projektmanagements im Kontext der Systemorientierung 66
4.3.1 Dienstleistungsorientierung des Ressourcenmanagements 66
4.3.2 Lösungsansätze zur Integration von Vertrags- und Finanzmanagement 72
4.3.3 Ansatzpunkte des integrierten Projektcontrollings im Architektur- und Ingenieurbüro 79
4.3.4 Ausblick: Konzeption eines ganzheitlichen Frühwarnsystems für das Projektmanagement im Architektur- und Ingenieurbüro 89
4.3.5 Zwischenergebnis: Erschließung von Erfolgspotential mit systemorientiertem Projektmanagement 101
5. SCHLUSSBETRACHTUNG 103
ANHANG 106
LITERATURVERZEICHNIS 111
 
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