Briefwahl
So sehen die Briefwahlunterlagen aus | Foto: Marco Verch/flickr.com, CC BY 2.0, zugeschnitten
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13. Sep 2017

Anna Lenja Hartfiel

News

Bundestagswahl 2017: So beantragst du deine Briefwahlunterlagen

Wer darf per Briefwahl abstimmen?

Prinzipiell darf jeder Deutsche ab 18 Jahre wählen. Alle Wahlberechtigten erhalten eine Wahlbenachrichtigung, mit der sie dann entweder vor Ort in ihrem Wahllokal wählen können, oder Briefwahlunterlagen beantragen können. Du hast keine Wahlbenachrichtigung bekommen? Kein Problem – du kannst den Briefwahlantrag auch ohne Wahlbenachrichtigung bei der Gemeinde deines Hauptwohnortes stellen. Dazu musst du in einem formlosen Schreiben an deine Gemeinde nur deinen Namen, Geburtsdatum und Wohnanschrift angeben. Auch wenn du aktuell nicht in Deutschland gemeldet sein solltest, kannst du wählen. Dazu musst du dich ins Wählerverzeichnis deiner letzten Heimatgemeinde in Deutschland eintragen lassen. (Wie das geht, wird in diesem Merkblatt vom Bundeswahlleiter erklärt.)

Wann und wo kann ich Briefwahl beantragen?

Grundsätzlich gilt: Am besten beantragst du deine Briefwahlunterlagen so früh wie möglich. Der späteste Zeitpunkt für den Antrag ist der Freitag vor der Wahl, also der 22. September, bis 18 Uhr. In Ausnahmefällen, zum Beispiel, wenn du plötzlich erkrankst und den Wahlraum deshalb nicht aufsuchen kannst, können die Briefwahlunterlagen auch noch am Wahltag bis 15 Uhr beantragt werden.

Du kannst deine Briefwahlunterlagen entweder schriftlich, per E-Mail oder online beantragen. Schriftlich verwendest du entweder den Antrag auf der Rückseite deiner Wahlbenachrichtigung oder ein formloses Schreiben, wie oben erklärt. Der Briefwahlantrag per Mail erfolgt ebenfalls über ein formloses Anschreiben an die Gemeinde deines Hauptwohnortes. In immer mehr Städten und Gemeinden kann man den Antrag aber auch ganz einfach online stellen. Gib dazu am besten einfach auf Google "Briefwahl 2017" und den Namen deiner Heimatstadt/-gemeinde ein. In dem Antrag gibst du dann auch an, ob deine Briefwahlunterlagen an deine Meldeanschrift, oder eine andere Adresse, zum Beispiel eine Urlaubsanschrift geschickt werden sollen.


Briefwahl 2017 – die wichtigsten Daten auf einen Blick:

  • 03.09.2017: Versand der Wahlbenachrichtigungen
  • 20.09.2017: Wahlbrief spätestens absenden!
  • 22.09.2017, 18:00 Uhr: Letztmögliche Beantragung eines Briefwahlscheins
  • 24.09.2017, 18:00 Uhr: Letztmöglicher Eingang des Wahlbriefs

Wie läuft die Briefwahl ab?

Wenn du deinen Antrag gestellt hast, erhältst du nach einigen Tagen einen Wahlschein, einen amtlichen Stimmzettel, einen blauen Umschlag, einen roten Umschlag und ein Merkblatt, das alle wichtigen Hinweise zur Briefwahl enthält.

  1. Um zu wählen, kreuzt du einfach Erst- und Zweitstimme auf dem Wahlschein an.
  2. Den Stimmzettel legst du dann in den blauen Umschlag und klebst ihn zu.
  3. Danach unterschreibst du die eidesstattliche Erklärung, die du auf dem Wahlschein findest und bestätigst damit, dass du den Stimmzettel persönlich angekreuzt hast.
  4. Die Erklärung kommt dann – zusammen mit dem blauen Umschlag – in den roten Umschlag.
  5. Und ab geht die Post! Innerhalb Deutschlands ist das Ganze für dich kostenlos. Aus dem Ausland musst du Porto für den Brief bezahlen. Es ist wichtig, dass du den Wahlbrief rechtzeitig abschickst: er muss spätestens am 24. September bis 18 Uhr bei der zuständigen Stelle vorliegen. Daher solltest du den Brief in Deutschland spätestens am Mittwoch, 20. September absenden.

Und dann?

Die Briefwahlunterlagen werden in den jeweiligen Wahlkreisen gesammelt und am Wahltag nach 18 Uhr ausgezählt. Die Ergebnisse der Briefwahl sind im vorläufigen Wahlergebnis also schon enthalten.

 

Foto: Marco Verch/flickr.com, CC BY 2.0, zugeschnitten

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