Studie Stress im Studium 2017
Uni, Job, Familie, Ehrenamt – für jeden Fünften ist das zu viel | Foto: Unsplash/Alexander Mils

Prüfungstipps

02.06.2015

Psychologische Beratung Studium

Prüfungsstress & Co: Hilfe für Studierende

Wenn du denkst, es geht nicht mehr...

Konkurrenz um gute Noten, Lernstress, Prüfungsangst. Der Druck auf Studierende hat zugenommen und damit auch die Zahl von jungen Menschen, die Hilfe suchen. Zum Glück gib ... mehr »

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27. Jul 2017

Ann-Christin Kieter

News

Keine Zeit für nichts? Jeder 5. Studierende ist überlastet

Fulltime-Job Studium

Auch wenn Unwissende gerne mal das Gegenteil behaupten: Der größte Zeitfresser für Studierende ist definitiv das Studium selbst. 72 Prozent sind mindestens 20 Stunden pro Woche mit ihren Hochschul-Sachen beschäftigt. Bei 35 Prozent von ihnen sind es sogar eher bis zu 30 Stunden. Etwas mehr als ein Viertel muss zwischen 30 und 40 Stunden ins Studium stecken, zehn Prozent noch mehr. Nur etwa jeder Vierte hat weniger zu tun.   

Wiwis, Geiwis und Künstler haben am wenigsten zu tun  

Allerdings unterscheidet sich das Arbeitspensum von Fach zu Fach deutlich. In den Rechtswissenschaften und der Medizin ist es besonders hoch. So studieren zwei von drei angehenden Juristen beziehungsweise Ärzten 30 oder mehr Stunden pro Woche. Am geringsten ist die Belastung hingegen bei Wirtschaftswissenschaftlern, Geistes- und Sozialwissenschaftlern sowie Kunst-, Musik- und Sportstudenten.

Der anstrebte Abschluss hat übrigens auch einen starken Einfluss auf die Wochenarbeitszeit: Je höher er ist, desto mehr gibt es zu tun. So müssen 74 Prozent der Promovierenden und 60 Prozent der Staatsexamenskandidaten 30 und mehr Stunden ran. Unter Bachelor- und Masterstudenten sind es nur 36 beziehungsweise 34 Prozent.

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Job, Family und Ehrenamt kommen on top

Ob nun rein aus finanziellen Gründen oder der Arbeitspraxis wegen: 69 Prozent der Studierenden arbeiten neben der Uni noch. Von ihnen kommen 41 Prozent auf eine Wochenarbeitszeit von fünf bis zehn Stunden und 37 Prozent auf eine von elf bis zwanzig Stunden. Sechs Prozent müssen sogar mehr als 20 Stunden in der Woche jobben.

Doch damit nicht genug: Jeder Sechste engagiert sich zusätzlich ehrenamtlich, und zwar im Schnitt etwa viereinhalb Stunden pro Woche. 15 Prozent sind durchschnittlich neun Stunden wöchentlich mit familiären Dingen beschäftigt und 3,5 Prozent machen außerdem ein Praktikum.

Und wieder trifft es die Mediziner und Juristen am härtesten

Bei all den Verpflichtungen wundert es kaum, dass ein Großteil der Studierenden vollkommen ausgelastet ist. 18 Prozent sprechen sogar von Überlastung. Nur neun Prozent der Befragten gab zu, unterfordert zu sein. Darunter waren vermutlich keine Mediziner und Juristen, denn die haben ja bekanntlich am meisten zu tun. Und jeder vierte Naturwissenschaftler und Mathematiker beklagt sich über ein zu hohes Pensum. In die besagten neun Prozent spielen wohl am ehesten wieder die Kreativen rein. Oder auch ITler und Wiwis. Von ihnen gibt jeder zehnte zu, ruhig noch mehr Aufgaben vertragen zu können.

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