Semesterferien-Reform
Kommission zu Bildungsfragen beschließt kürzere Semesterferien | Foto: Pixabay/johnyksslr
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01. Apr 2017

UNICUM Onlineredaktion

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Neue Reform: Semesterferien sollen drastisch gekürzt werden!

-ARCHIV-

Dem Ministerium ein Dorn im Auge

Wie kämen wir nur durch die Prüfungsphase ohne den Traum der kurz bevorstehenden Semesterferien? Wann würden wir unsere Praktika machen, Hausarbeiten schreiben, oder einfach mal wieder leben? Die Zeit dafür musst du jetzt wann anders finden oder deine Freizeit besser managen, denn die Kommission für Bildungsfragen der Bundesregierung hat entschieden, dass die Semesterferien deutlich zu lang sind. Sie will die Semesterferien zwar nicht ganz abschaffen, aber doch deutlich kürzen.

Das neue Modell orientiert sich an den Schulferien: Zwei Wochen, länger sollen die Ferien nach Semesterschluss nicht sein. "Semesterferien sind ein Relikt vergangener Zeiten", so der Hochschul-Beauftragte Dieter Albach. "Die gesamte Semesterstruktur muss überarbeitet werden, da das jetzige System zu viel Leerlauf lässt. Wirtschaftlich betrachtet ist das eine Katastrophe."  

Hochschulen befürworten die Reform

Unterstützung für die sogenannte "Fleiß"-Reform gibt es von den Universitäten selbst. Friedrich Leechen, Konrektor der Hamburg School of Advanced Economics, sieht die Reform als Fortschritt in der Hochschulpolitik. "Die Vorteile sind enorm: Statt straffen Lehrplänen können Veranstaltungen künftig vielfältige ausgestaltet werden. Ebenfalls denkbar sind obligatorische Seminar-Projekte und Exkursionen."  

Professor Sarah Schmitt der Universität Mölln setzt sich schon seit Jahren für die Kürzung der Semesterferien ein. "Die Studierenden wissen mit diesem Übermaß an freier Zeit nichts anzufangen", erklärt sie. "Ich bekomme es immer wieder mit, wie die Studierenden in den Semesterferien hilflos über den Campus schleichen oder sich in den Bibliotheken verbarrikadieren."

Genau da will die Reform ansetzen: Ab dem Sommersemester 2017, welches am 1. April beginnt, werden die Semesterferien von etwa acht auf 2 Wochen gekürzt. "Natürlich werden wir mit der Reform auf Widerwillen stoßen", so Schmitt. "Der wirtschaftliche sowie akademische Mehrwert muss jedoch Vorrang vor Individualschicksalen behalten. Außerdem ist es echt unfair für alle anderen, dass Studierende so viel frei haben."


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