Hirndoping Studenten
Hirndoping ist unter Studierenden seltener als befürchtet | Foto: Thinkstock/lofilolo
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29. Sep 2015

Sandra Ruppel

News

Studie: Hirndoping – Nein Danke?

Studierende vertrauen eher auf Kaffee als auf Drogen

Sechs Prozent putschen sich auf

Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) betreiben weniger Studierende Hirndoping als angenommen. 6.700 Studenten und Studentinnen beantworteten bei einer Umfrage die Frage, ob sie neben natürlichen Aufputschmitteln wie Kaffee oder Tee auch verschreibungspflichtige Medikamente oder illegale Drogen einnehmen, um ihre Leistungsfähigkeit im Studium zu steigern.

Während die meisten Umfrage-Teilnehmer angaben, nicht auf illegale Substanzen zurückzugreifen, um besser lernen, schlafen, oder entspannen zu können, erklärten 6 Prozent der Befragten, dass sie Hirndoping betreiben, um den Leistungsanforderungen des Studiums gerecht zu werden.

Wer doped womit?

Besonders viele Studierende aus dem Bereich der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften gaben an, Hirndoping zu betreiben. Aber auch in den Fachbereichen Medizin oder Naturwissenschaften wird laut den Ergebnissen der DZHW häufiger gehirngedoped, als etwa in geisteswissenschaftlichen Studiengängen.

Um tagsüber besonders aufnahmefähig sein zu können, greifen viele der dopenden Studierenden auf Ritalin, Amphetamine (Speed) oder andere Stimulanzien zurück, weil sie das Gefühl haben, sonst wohlmöglich keine ausreichend guten Leistungen abzuliefern. Cannabis oder Schlafmittel kommen hingegen zum Einsatz, um abends runterfahren oder überhaupt schlafen zu können.


InfoWeitere Ergebnisse im Überblick:

  • Dopende Studierende sind mit 26,8 Jahren im Schnitt etwa 1 ½ Jahre älter als ihre nicht dopenden Kommilitonen und Kommilitoninnen.
  • Motive sind neben Leistungsdruck auch Nervosität vor Prüfungen, Sorgen im Zusammenhang mit der Studienfinanzierung oder (Ein-)Schlafprobleme.
  • Am häufigsten wird in Zusammenhang mit der Vorbereitung auf Prüfungen gedoped.
  • Die ganze Studie findest du unter www.dzwh.eu

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