Uni-Liga Interview
Meister unter sich: Thomas Müller (Mitte) und Peter Hottum (links daneben) | Foto: Gillette

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01.04.2016

Interview Thomas Müller

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14. Sep 2016

Christoph Köchy

News

UNICUM Meistertalk mit Thomas Müller und Peter Hottum

-ARCHIV-

Krönender Abschluss der Gillette Uni-Liga 2016

"Keine Ahnung, wie ich nach der Meisterfeier nach Hause kam ..."

UNICUM: Thomas, die Jungs vom FC Bolzing sind frisch gebackene Meister, erinnerst du dich noch an deine erste Meisterschaft?
Thomas Müller: Als junger Spieler war ich erstmal bemüht, Woche für Woche meine Leistung abzurufen. Als wir die Meisterschaft dann im Heimspiel gegen den VfL Bochum klarmachten, war es aber schon ein intensives Gefühl und etwas sehr Besonderes. Ich weiß auch nicht mehr, wie ich an dem Tag nach Hause gekommen bin …

Peter, bei dir sind die Eindrücke noch ganz frisch. Weißt du noch, wie du nach Hause gekommen bist?
Peter Hottum: Das weiß ich tatsächlich noch. Diese Rückfahrt von Göttingen nach Kaiserslautern mit Pokal im Gepäck werden wir alle wohl nie vergessen. Wir sind als Underdog zum Finale gefahren und umso ausgelassener haben wir dann den Titel gefeiert.

Kann sich der FC Bayern denn über so eine deutsche Meisterschaft auch noch richtig ausgelassen freuen?
Thomas Müller: Auf jeden Fall, auch wenn es dieses Jahr die vierte in Folge war. Vor dem Spiel in Ingolstadt hatten wir eine Phase, in der es nicht so richtig rundlief, und als wir uns in dem Spiel dann mit 2:1 durchgekämpft hatten, war der Jubel doch sehr groß und es hat sich richtig super angefühlt. Natürlich wäre die ideale Konstellation, im eigenen Stadion Meister zu werden und direkt den Autokorso zum Marienplatz zu starten, da dann die Gefühle noch ganz frisch sind. Die offizielle Übergabe zwei Wochen nach dem eigentlichen Triumph ist nicht mehr ganz so emotional.


Doppelinterview Thomas Müller Peter Hottum


"Nach zwei Minuten ist die Meisterschale zu schwer!"

Peter, wie war euer Autokorso?
Peter Hottum: Wie soll ich es beschreiben, die Fahrt war … intensiv. Wir wurden danach direkt von unseren Fans begrüßt und haben noch einen Zwischenstopp beim 11-Freunde- Kreisel eingelegt, um Kaiserslauterns ersten Titel nach langer Durststrecke gebührend zu feiern.

Wo fand dieses Jahr eure Meisterfeier statt, Thomas?
Thomas Müller: Im Restaurant von Alfons Schuhbeck.

Nicht schlecht, konnte euer Catering da mithalten, Peter?
Peter: Also Essen gab es eigentlich gar nicht …
Thomas: … nach dem Motto "Zwei Bier sind auch ein Schnitzel"?
Peter: So ungefähr. Wir haben das Feierbudget doch eher in Kaltgetränke investiert. Den Pokal haben wir einige Male gefüllt und wieder geleert. Jetzt steht er im "Vereinsheim".

Ist die "Meisterschale" denn auch etwas Besonderes?
Thomas Müller: Ja, sicherlich. Aber erst einmal ist die Schale ganz schön schwer, nach spätestens zwei Minuten muss man die also abgeben und irgendein junger Spieler trägt sie dann den Rest der Zeit. Grundsätzlich geht es mir aber nie um das "Metall", es geht mir um das Gewinnen, denn das ist ja das, was Spaß macht.

Wer ist denn das neue Feierbiest beim FC Bayern?
Thomas Müller: So richtig herauskristallisiert hat sich da keiner.
Peter: Bei uns ist das unser Stürmer, der allerdings oft auch vor dem Spieltag feiert. Bei der Königsklasse hat er dann aber trotzdem noch vier von sechs Buden gemacht.
Thomas: So kann es gehen. Wer trifft, hat Recht (lacht).

Tipps für die Champions-League

Der FC Bolzing hat sich nun auch für die Kleinfeldfußball-Champions-League qualifiziert. Hast du Tipps für die Jungs, Thomas?
Thomas Müller: Zuerst einmal pfeifen die Schiedsrichter ganz anders, da ist internationale Härte angesagt, da gibt es die gelbe Karte nicht gleich beim ersten Kontakt. Die Jungs müssen sich also auf intensive Spiele einstellen.

Wie motivierst du dich nach Madrid für Ingolstadt?
Thomas Müller:: Das sind natürlich zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Aber wenn du auf dem Platz stehst und merkst: Hoppla, Fußball mit angezogener Handbremse reicht nicht, dann muss man schon den Motor zünden. Generell sind diese Spiele nach Champions-League-Abenden die schwersten.

Peter, für euch wird es dann natürlich auch nicht leicht, euch für die Lauterer Winterliga zu motivieren, oder?
Peter Hottum: Abwarten! Wir sind normalerweise immer auf den Punkt fit, wenn die Liga ansteht.
Thomas: Und im Notfall studiert ihr einfach etwas länger, damit ihr jedes Uni-Liga-Spiel mitnehmen könnt.


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