Auswirkungen Nebenjobs Studium
Kellnern entlastet zwar das Konto, aber ist es gut für dein Studium? | Foto: LuckyLife11/Pixabay
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23. Mai 2018

Kevin Kallenbach

News

Vereinbarkeit von Nebenjob und Studium

Mehr Geld, aber schlechtere Noten?

Während des Studiums jobben: Alltag für viele Studierende 

Jobben gehört zum studentischen Alltag einfach dazu. Immer mehr Studierende gehen arbeiten, um ihre Lebenshaltungskosten zu stemmen, oder sich das ein- oder andere Extra nebenbei gönnen zu können. In der Regel ist das Geld während des Studiums immer knapp bemessen. Ein Nebenjob muss also her!

Doch hast du dich auch schon mal gefragt, ob dein Studium bei der ganzen Arbeit nebenbei nicht zu kurz kommt, ob du vielleicht nicht schon viel zu lange studierst um noch attraktiv für den Arbeitsmarkt zu sein oder ganz einfach deine Noten unter dem ganzen Jobben während des Studiums leiden? Das DIW – das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung –  ist genau diesen Fragen nachgegangen und präsentiert nun die Ergebnisse seiner Studie.

Je länger das Studium, desto wahrscheinlicher der Nebenjob 

Zunächst einmal ist die Tatsache interessant, dass die Anzahl an Studierenden mit Nebenjob im Verlauf des Studiums stark zunimmt. Während im ersten Studienjahr noch fast 80 Prozent aller Studierenden ihre gesamte Zeit ins Studium investieren, gehen im zweiten Studienjahr schon 42 Prozent einer Nebenbeschäftigung nach.

Auch unter den einzelnen Fachrichtungen gibt es erhebliche Unterschiede in der Anzahl von Studierenden, die nebenbei arbeiten. So gibt es in der Regel bei Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlern noch einmal sechs Prozent mehr Nebenjobber als in den Naturwissenschaften, den Ingenieuren und unter den Lehramtsstudierenden.

Vereinbarkeit von Nebenjob und Studium: Längeres Studium bei gleichen Noten

Eine gute Nachricht vorweg: Selbst ein zeitintensiver Nebenjob wirkt sich nur minimal auf die Abschlussnote aus. So sind Studierende, die während ihres Studiums jobben in der Regel nur 0,03 Notenpunkte schlechter als Studierende, die keine Nebentätigkeit ausüben.

Negativ wirkt sich ein Nebenjob leider in der Tat auf die gesamte Dauer des Studiums aus. So verlängert es sich im Durchschnitt um einen ganzen Monat, wenn bereits zehn Prozent der zur Verfügung stehenden Zeit auf eine Nebentätigkeit verwendet werden.

Nebenjobs: Ein guter Start in den ersten Job 

Auch wenn du neben deinem Studium ausgiebig gejobbt hast, brauchst du dir dennoch keine Sorgen über deine Stellung auf dem Arbeitsmarkt zu machen. Arbeitgebern ist praktische Erfahrung viel wichtiger als minimale Unterschiede in der Abschlussnote oder wenn die Regelstudienzeit nicht ganz eingehalten wurde.

Besonders gute Karten auf dem Arbeitsmarkt hast du etwa, wenn dein bisheriger Nebenjob Anknüpfungspunkte an die Branche bietet, für die du dich gerade bewirbst. Wenn du beispielsweise BWL studierst, ist eine Assistenzstelle in der Buchhaltung oder im Marketing ideal.

Unser Tipp: Gerade kleine und mittelständische Unternehmen bieten Werkstudentenjobs an. Hier kannst du nicht nur gut in die jeweiligen Branchen reinschnuppern, sondern hast aufgrund der kleineren Unternehmensgrößen auch die Möglichkeit vielfältigere Aufgabenbereiche kennenzulernen.


Im UNICUM Karrierezentrum findest du tolle Nebenjob-Stellen und Anzeigen für Werkstudententätigkeiten. Schau mal rein, vielleicht ist auch für dich das Passende dabei!

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