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09. Feb 2015

Sascha Gull

Archiv

Die Zukunft? Ein Heim-Roboter im Test

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Kann MiP überzeugen?

Gestatten, MiP, Roboter

Um den MiP zum Leben zu erwecken, sind zunächst vier AAA-Batterien nötig. Einmal mit Strom versorgt, bleibt er selbstständig aufrecht stehen und wartet darauf, Befehle entgegenzunehmen. Durch Klatschen oder Antippen geben wir dem kleinen Roboterfreund zu verstehen, was er als nächstes tun soll. MiP lässt sich "programmieren", indem man ihm mit unterschiedlichen Handbewegungen Bewegungsfolgen vorgibt: wischt man mit der Hand nach vorne, bewegt sich MiP nach vorne, wischt man nach rechts, bewegt sich MiP nach rechts, und so weiter.

Der Roboter bietet zahlreiche weitere Funktionen, etwa den Verfolgungsmodus: Hier folgt uns MiP auf Schritt und Tritt – und zwar so lange, bis wir den Modus wechseln oder die Batterien aufgeben. Im Stapelmodus müssen wir möglichst viele Gegenstände auf dem Tablett unterbringen, bevor die Zeit abläuft und der Roboter anfängt, wilde Kreisel zu drehen.

Der Roboter lässt sich zwar auch ohne App bedienen, doch mit Smartphone macht es deutlich mehr Spaß: Verbunden über Bluetooth dient es dem quirligen Plastikmännchen als Fernbedienung. Via Touchscreen lässt sich MiP dann erfreulich präzise durch den Raum navigieren, im Kampf-Modus kann MiP gegen einen seiner Artgenossen antreten.

Eine lohnenswerte Spielerei?

MiP ist ein solide verarbeitetes Gimmick für Roboter-Fans, kann jedoch nicht wirklich mit Langzeit-Spaß auftrumpfen – dafür fällt sein Funktionsumfang zu ernüchternd aus. Hinzu kommt, dass der Roboter sein volles Potential nur in Kombination mit einem Smartphone und einem weiteren Exemplar entfalten kann – klarer Minuspunkt. Trotz allem – wer den Anschaffungspreis von ca. 100 Euro nicht scheut, dem sind einige kurzweilige Stunden im Büro oder Kinderzimmer gewiss.


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