Autorenbild

27. Jun 2013

Janina Finkemeyer

Archiv

Fast ein Viertel aller Studierenden bekommt BAföG

-ARCHIV-

Nur Elternunterhalt und Nebenjobs haben einen größeren Anteil an der Studienfinanzierung

80 Prozent könnten ohne BAföG nicht studieren

Durchschnittlich hatten Studierende im Sommersemester 2012 864 Euro monatlich zur Verfügung. Die setzten sich aus Geld von den Eltern, Geld aus Jobs und staatlichen Förderungen zusammen. 87 Prozent der Vollzeitstudenten im Erststudium werden mit durchschnittlich 476 Euro pro Monat von ihren Eltern unterstützt, wenn sie nicht mehr bei ihnen wohnen. 63 Prozent finanzieren sich das Studium durch Einnahmen aus Nebenjobs.

Von allen staatlichen Studienfinanzierungen leistet BAföG den größten Beitrag. 24 Prozent aller Studierenden finanzieren sich darüber. In der Gruppe der Vollzeitstudenten im Erststudium, die nicht mehr im Elternhaus leben und nicht verheiratet sind, sind es sogar 32 Prozent. Das Bildungsniveau der Eltern kann dabei mit der Unterstützung in Zusammenhang gebracht werden. Über die Hälfte der Empfänger stammen aus einer eher niedrigeren Bildungsherkunft. Nur 17 Prozent der Studierenden mit der Bildungsherkunft „hoch“  bekommen BAföG.

Maximal ist eine Förderung von monatlich 670 Euro möglich. Durchschnittlich werden die Studierenden, die nicht mehr bei den Eltern leben, mit 445 Euro pro Monat gefördert. Wer noch zuhause wohnt, erhält im Schnitt 323 Euro monatlich. Auch da spielt die Bildungsherkunft eine Rolle. Studenten aus eher hochgebildeten Elternhäusern bekommen durchschnittlich 388 Euro. Wer aus einem niedrigeren Bildungsstand kommt, erhält im Schnitt 480 Euro. Insgesamt gaben 80 Prozent der Geförderten an, dass sie ohne die BAföG-Unterstützung nicht studieren könnten. Denn nur vier Prozent bekommen ein Stipendium und werden dadurch mit 336 Euro im Monat gefördert. Einen Studienkredit nutzen sechs Prozent aller Studierenden.


20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks

Alle drei Jahre werden die Studierenden in Deutschland im Rahmen der Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage befragt. Finanziert wird die repräsentative Studie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, wissenschaftlich durchgeführt vom HIS-Institut für Hochschulforschung. An der jüngsten, 20. Sozialerhebung nahmen im Sommer 2012 15.128 Studierende von 227 Hochschulen teil.

Artikel-Bewertung:

3.04 von 5 Sternen bei 100 Bewertungen.

Deine Meinung: