Lehramtsrefrendariat
Entdecke die Superkräfte in dir! | Foto: Thinkstock/nautiluz56

Berufseinstieg

04.10.2016

Berufsschullehrer werden

Lehrer Last Minute: Quereinstieg als Berufsschullehrer

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28. Nov 2016

Gastbeitrag

Berufseinstieg

5 Tipps fürs Lehramtsreferendariat

So wirst du zum Super-Lehrer!

1. Suche dir Verbündete – deine ganz persönliche Gerechtigkeitsliga

Du musst nicht alles allein schaffen! Das Referendariat kann ganz schön kräftezehrend sein. Nicht nur, weil du wahnsinnig viel lernen und vorbereiten musst, wenig Geld verdienst und Nächte durcharbeitest. Auch die lieben Kleinen samt Eltern können ganz schnell zu merkwürdigen Monstern mutieren. Gründe also schon früh deine ganz persönliche Gerechtigkeitsliga und suche dir an deiner Schule Gleichgesinnte, mit denen du gegen die finsteren Mächte kämpfen kannst.

Das kann die Lieblingskollegin sein, bei der du so oft wie möglich im Unterricht hospitierst oder aber der Mentor, den du um Rat bitten kannst. Andere Referendarinnen und Referendare wissen außerdem genau, wie du dich gerade fühlst. Nutze den Raum und tausche dich mit ihnen aus, unterstützt euch gegenseitig und seid füreinander da, wenn die Tage mal wieder zu lang geworden sind und die Weltherrschaft in fremde Hände zu fallen droht.

2. Werde unverwundbar: Entdecke das Supergirl oder den Superman in dir

Hab dein Schutzschild am besten immer parat! Denn wenn es dir an einem während des Referendariats nicht mangeln wird, dann ist das Kritik. Du wirst für deinen Unterricht kritisiert, du bekommst vielleicht auch Gegenwind von deinen Schülern und ganz sicher wird es auch die eine oder andere Begegnung der dritten Art mit Eltern geben.

Mache dir immer wieder bewusst, dass Kritik in der Regel nicht persönlich gemeint ist. Vor allem deine Mentorin oder dein Mentor möchte dich zu Höchstleistungen anspornen. Und Eltern sind in der Regel einfach nur besorgt um ihre Schützlinge.

Lasse die Kritik nicht zu nahe an dich heran. Aber nimm sie durchaus ernst. Sei kritikfähig, das hilft dir auch nach deinem Referendariat dabei, Stunden, die schiefgelaufen sind, zu analysieren. Denn irgendwann ist kein Mentor mehr im Klassenzimmer, der dir diese Aufgabe abnimmt.  


Lehramt Refrendariat


3. Verlage als Mentoren: Hast du schon Batgirl oder Batman an deiner Seite?

Hole dir Unterstützung von außen! Du hast viel zu tun während deines Referendariats. Ganze Verlage haben sich darauf spezialisiert, dich bei deiner Arbeit mit Unterrichtsmaterial zu unterstützen. Das spart dir die Zeit bei der Vorbereitung und du lernst gleichzeitig einmal mehr, wie Arbeitsblätter und Co. am besten aussehen sollten, um Schüler beim Lernen zu unterstützen.

Viele Verlage bieten Specials für Referendare an. Außerdem gibt es bei einigen wenigen Anbietern kostenlose Leseproben, die du dir direkt herunterladen kannst. Kurzum: Erfinde die Welt nicht komplett neu, jedenfalls noch nicht. Vertraue auf die Fähigkeiten deiner Superhelden, so wie einst Robin.  

4. Halte durch – werde zum Hellboy

Durchhaltevermögen ist gefragt! Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber auch das kräftezehrendste Referendariat geht irgendwann zu Ende. Während deiner Ausbildungszeit ist es völlig in Ordnung, manchmal an dir selbst zu zweifeln, keine Lust mehr zu haben oder einfach alles hinschmeißen zu wollen, um auf einem Einhorn davonzureiten.

Erinnere dich in diesen Momenten daran, warum du dich für diesen Beruf entschieden hast. Mache dir klar, dass die Prüfungen nur einen kleinen Teil deines Lebens ausmachen. Der Druck wird nachlassen und du wirst immer sicherer werden. Vertraue auf dich und halte durch.

5. Organisiere dich – oder mutiere zum Flash

Kontrolle ist gut, noch mehr Kontrolle ist besser! Kennst du Flash, den Superhelden, der schneller als der Blitz ist? Sofern du seine übernatürlichen Kräfte nicht teilst, solltest du dir schnellstens angewöhnen, dich gut zu organisieren. Du hast die Lizenz, guten Gewissens zum Kontrollfreak zu mutieren. Im Schulalltag geschieht immer wieder gerne Unvorhergesehenes.

Mache dir das Leben nicht unnötig schwer: Bereite rechtzeitig alles für deinen Unterricht vor und kontrolliere, ob du für den Tag oder die Woche gewappnet bist. Kaufe dir einen Referendariats-Planer, der dich durch das Jahr führt und trage dir alle Termine rechtzeitig ein. Mache deine Kopien am besten einen Tag vor deren Gebrauch, prüfe am Abend ob dein Laptop-Akku für den kommenden Tag geladen ist und packe deine Tasche nicht erst am Morgen. Baue dir einfach immer einen zeitlichen Puffer ein – denn unverhofft kommt oft.


Unsere Gastautorin Bianca Kaminsky

Bianca Kaminsky

Bianca Kaminsky ist Gründerin und Geschäftsführerin des Lernbiene Verlages. Vor ihrer Tätigkeit als Verlegerin war sie selbst Lehrerin an einer hessischen Grundschule. Die Zeit des Referendariats ist ihr noch gut im Gedächtnis geblieben.

Heute bringt sie gemeinsam mit einem Team aus Autoren, Redakteuren und Illustratoren stetig neue schöne Unterrichtsmaterialien im unverwechselbaren Lernbiene-Stil heraus.

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