CSR und Nachhaltigkeit
Wie wichtig ist soziales Engagement bei der Arbeitgeberwahl? | Foto: Thinkstock/Twinsterphoto

04.01.2016

Nachhaltigkeits-Manager

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31. Aug 2016

Janna Degener-Storr

Berufseinstieg

Das grüne Herz der Unternehmen

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Nachhaltiges Arbeiten beginnt mit der Verwendung von Recyclingpapier und führt bis hin zu Produkten wie Bio-Lebensmitteln. Gesellschaftliche Verantwortung können Unternehmen auch dadurch übernehmen, dass sie zum Beispiel einen Sportverein am Firmenstandort oder ein Wohlfahrtsprojekt in einem Entwicklungsland unterstützen. Firmen, die in Sachen Corporate Social Responsibility (CSR) vorbildlich aufgestellt sind, tun beides und gehen noch einen Schritt weiter, indem sie auch ihre Lieferketten nach ökologischen und sozialen Kriterien überprüfen.

Nachhaltigkeit: Alles nur Show?

Es gibt Firmengründer und Angestellte mit einem grünen Herz, die sich weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus engagieren. Und es gibt Unternehmen, die sich den Themen nur aus Angst vor Shitstorms und negativen Presseberichten annehmen. Letztlich profitieren Unternehmen davon, wenn sie hochwertige Produkte anbieten, wenige Ressourcen verbrauchen, ihre Mitarbeiter durch attraktive Arbeitsbedingungen zu Höchstleistungen motivieren oder so auch ihre Reputation verbessern. Denn dadurch ziehen sie unter Umständen nicht nur potenzielle Kunden an – sondern auch hart umkämpfte Fachkräfte.

In der Absolventenstudie 2014/2015 der Agentur Kienbaum Communications betrachten zwar nur sechs Prozent der Befragten das Thema soziales Engagement als ausschlaggebend für ihre Arbeitgeber-Wahl. Die meistgenannten Aspekte – kollegiale Arbeitsatmosphäre (65 Prozent) und Work-Life-Balance (61 Prozent) – sind allerdings sehr stark mit Fragen von CSR und Nachhaltigkeit verknüpft. Und Unternehmen, die in dem Bereich überdurchschnittlich engagiert sind, berichten durchaus, dass ihre Bewerber gezielt nach einem gewissenhaften Arbeitgeber suchen.

Wie finde ich einen vorbildlichen Arbeitgeber?

  • Auszeichnungen wie der CSR-Preis der Bundesregierung, der Deutsche Nachhaltigkeitspreis oder der CSR-Award des Employer Branding Beratungsunternehmens CSR jobs & companies und des Personalmagazins geben einen ersten Überblick.
  • Auf Unternehmens-Websites und in Presseberichten findet ihr in der Regel hilfreiche Infos, etwa Artikel zu den "grünen" Themen. Nutzt auch Portale wie Rank a Brand, WeGreen oder kununu.com, die Unternehmen und Produkte nach Kriterien wie Umweltfreundlichkeit oder Mitarbeiterzufriedenheit bewerten.
  • Auf Messen könnt ihr euch in Gesprächen zusätzlich einen persönlichen Eindruck verschaffen.
  • Studiengänge und Hochschulen mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit kooperieren häufig mit vorbildlichen Unternehmen, sodass im Idealfall frühzeitig Praxisluft geschnuppert werden kann. Einen Überblick findet ihr auf www.nachhaltigejobs.de.

Grüne Berufsfelder

Ob Controller oder Personalerin, Grundschullehrer oder Ingenieurin – Aspekte von Nachhaltigkeit und CSR spielen in jedem Berufsbild eine Rolle und in vielen Unternehmen wird der Bereich durch die Geschäftsführung oder einen entsprechend geschulten Mitarbeiter mitbetreut. Wer sich besonders intensiv mit Fragen der sozialen und ökologischen Verantwortung von Unternehmen auseinandersetzen will, kann sich auch für einen Job als CSR- oder Nachhaltigkeitsmanager profilieren.

Größere Unternehmen stellen ihre eigenen Spezialisten ein, kleinere arbeiten eher mit Externen, die bei entsprechenden Agenturen angestellt sind. Eine passgenaue Ausbildung gibt es dafür zwar nicht, entsprechende Module sind aber häufig Teil der einschlägigen Studiengänge.


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