Buchhaltug ist ein abschreckender Faktor der Gründung
Gründen nach dem Studium kann mitunter schwer sein. Foto: lil_foot_ / Pixabay
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26. Nov 2018

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Bachelor... und dann?

Gründung nach dem Studium?

Mangelndes Wissen bezüglich einer Gründung schreckt ab

Ein ausschlaggebender Grund gegen eine Gründung ist laut Angaben zahlreicher Studenten das Gefühl, dass man sich speziell im Umfeld einer Unternehmensgründung nicht auskennt. Das ist aber kein schlagendes Argument, weil man sich bei einer geplanten Gründung professionelle Hilfe durch erfahrene Berater holen kann. Es gibt einige Unternehmen, die Pakete anbieten, die mehr als eine Unterstützung sind und eine Firmengründung deutlich einfacher werden lassen. Grundsätzlich hängt es auch mit dem Bildungssystem zusammen, dass es in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern weiterhin deutlich weniger Gründungen speziell von jungen Leuten gibt. Das hat zum Beispiel damit zu tun, dass durch die fehlende Aufklärung bezüglich einer Selbstständigkeit und so manchen negativen Mythen viele Leute direkt nach dem Studium überhaupt nicht auf die Idee kommen eine Firmengründung in Betracht zu ziehen. Schließlich hält sich in Deutschland komischerweise hartnäckig das Gerücht, dass man zunächst eine Weile als Angestellter gearbeitet haben muss, um ein eigenes Unternehmen gründen zu können. Das ist aber nicht mehr als ein Gerücht und sollte nicht davon abhalten, über eine Gründung nachzudenken.

Welche Argumente sprechen für eine Gründung direkt nach dem Studium?

Wenn man sich gleich nach dem Ende des Studiums für die Gründung einer Firma interessiert, klingt das auf jeden Fall nach einem großen Abenteuer. Das ist grundsätzlich keine falsche Einschätzung, weil eine Selbstständigkeit nicht nur bei der Gründung ein Abenteuer ist. Als Universitätsabsolvent kann eine Gründung unter anderem sinnvoll sein, weil man in den meisten Fällen ein überschaubares finanzielles Risiko eingeht. Schließlich hat man im Normalfall während des Studiums noch keine großen Einnahmen gehabt oder vielleicht von BAföG gelebt. Denn es ist eher die Ausnahme, dass ein Student bereits durch eine Arbeit während der Studienzeit auf ein hohes monatliches Einkommen kommt. Dadurch muss man sich bei einer zeitnahen Gründung noch keine Gedanken über den Wegfall hoher monatlicher Einnahmen machen.

Ein weiteres Argument, das für eine Gründung nach Abschluss des Studiums spricht, ist auf jeden Fall die weitverbreitete Lebenseinstellung nach dem Studium. Das hängt damit zusammen, dass viele Absolventen nach der Universität das Gefühl haben, dass man die ganze Welt erobern will. Eine solche Einstellung und Mentalität ist es, die man für die Gründung eines neuen Unternehmens braucht. Deshalb kann es eine gute Überlegung sein diesen Schwung und den dazugehörigen Spirit für den Weg in eine erfolgreiche Selbstständigkeit zu nutzen. Schließlich ist es zumindest bei vielen Leuten nicht ungewöhnlich, dass die Risikobereitschaft und das Interesse an Neuem im Laufe des Berufslebens eher abnehmen.

Außerdem kann man bereits während des Studiums mittlerweile an vielen Hochschulen von speziellen Programmen für Existenzgründer profitieren. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass viele Universitäten erkannt haben, dass der Weg in die Selbstständigkeit für viele Studierende ein lohnender Weg und ein hervorragender Karriereschritt sein kann. Aus diesem Grund empfiehlt es sich auf jeden Fall, an der eigenen Uni nach entsprechenden Fördermaßnahmen Ausschau zu halten. Dazu gehören in der heutigen Zeit beispielsweise besondere Lehrveranstaltungen, die sich intensiv mit den Chancen und Risiken einer Unternehmensgründung beschäftigen.

Welche Argumente könnten gegen eine Gründung sofort nach dem Studienende sprechen?

Wie bereits angesprochen gibt es eine ganze Reihe von Argumenten, die für einen Gang in die Selbstständigkeit sprechen können. Das bedeutet nicht, dass es durchaus Argumente gegen eine solche Existenzgründung geben kann. Dazu gehört beispielsweise, dass nicht jeder Mensch ein geborener Unternehmer ist. Schließlich muss man als Gründer mit der eigenen Freiheit in den Entscheidungen richtig umgehen. Abgesehen davon kann die Verantwortung als erfolgreicher Unternehmer beispielsweise für Angestellte und deren Einkommen für manchen jungen Menschen zu einer großen Belastung werden. Außerdem können wenig berufliche Erfahrung ein Grund sein, der gegen eine Selbstständigkeit sprechen. Wobei man ein solches Defizit an Erfahrung oft durch ein hohes Maß an Einsatz und Enthusiasmus ausgleichen kann. Generell kann der Weg in die Selbstständigkeit auf jeden Fall eine interessante Möglichkeit sein, wenn man bereit ist, ein gewisses Risiko einzugehen.

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