Pelé Dokumentation
Pelé: Das Spiel des Sportler des Jahrhunderts ist Vorbild für Generationen | Foto: Ascot Elite
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09. Dez 2016

Philipp Brüggemann

Filme

Pelé – Der Film

Portrait eines Weltfußballers

Die Geburt eines Mega-Talents

An die Fußball-Weltmeisterschaft 1950 erinnert sich kein Brasilianer gern. Man stand damals zwar im eigenen Land gegen Uruguay im Finale, doch dieses ging mit 2:1 verloren. Doch genau hier beginnt die Geschichte, die "Pelé - Der Film“ erzählt.

Der damals neunjährige Edson Arantes do Nascimento (Leonardo Lima Carvalho), nur Dico genannt, lebt in Bauru und spielt in jeder freien Minute Fußball mit seinen Freunden. Sein Vater, Hausmeister in einem Krankenhaus, war selbst einst Profi, bis er sich eine schwere Knieverletzung zuzog. Dicos Mutter ist Wäscherin und kümmert sich nebenher um den Haushalt sowie um Dicos Geschwister.

Bei einem Jugendturnier der Stadt ist auch ein Scout vom FC Santos, einem brasilianischen Erstligisten, anwesend. Dico nimmt mit seinen Freunden am Turnier teil und wird dank seiner unglaublichen Technik von dem Scout zu einem Probetraining nach Sao Paulo eingeladen. Seine Mutter allerdings verbietet Dico, an dem Training teilzunehmen. Sie will, dass ihr Sohn zur Schule geht und einen ordentlichen Beruf erlernt.

Aufstieg in die Profimannschaft

Erst sieben Jahre später – Dico (jetzt gespielt von Kevin de Paula) hilft seinem Vater inzwischen im Krankenhaus aus – darf das junge Talent dann doch zum Probetraining. Er schafft es in die Jugendauswahl und zieht bei seinen Eltern aus.

Beim FC Santos lernt er jedoch schnell, dass der Trainer keinen großen Wert auf die technischen Fertigkeiten seiner Schützlinge legt und der "neue" brasilianische Fußball an den europäischen Stil angepasst werden soll. Seit der schmerzlichen Niederlage im WM-Finale gegen Uruguay wird der brasilianische Spielstil "Ginga" komplett unterdrückt. Doch genau mit diesem Gefühl schafft es Dico, sich im Jugendteam durchzusetzen und lässt seine Gegenspieler reihenweise alt aussehen. Schnell spielt er sich in die erste Profimannschaft und schießt in seiner ersten Saison bereits 36 Tore in nur 29 Spielen.



Pelé: Ein Phänomen

Mit nur 17 Jahren darf er daraufhin mit der Nationalmannschaft Brasiliens zur Weltmeisterschaft nach Schweden fahren. Während dieser Zeit setzt sich der Spitzname Pelé durch, der sich durch die ungenaue Aussprache seines Idols, dem Torwart Bilé, entwickelt.

Zwar muss Pelé die ersten beiden Spiele wegen einer leichten Knieblessur aussetzen, doch im dritten Spiel gehört er dann zur Startelf. Mit seinem 1:0 ebnet er den Weg für den Einzug ins Halbfinale gegen den Favoriten Frankreich. Die Franzosen haben gegen die neue brasilianische Formation keine Chance. Der überragende Pelé befördert die Seleção mit einem Hattrick binnen 22 Minuten fast im Alleingang ins Finale und die Franzosen müssen sich mit 5:2 geschlagen geben.

Hier wartet nun Gastgeber Schweden, der jedoch ebenfalls ein 5:2 einstecken muss und dabei deklassiert wird. Pelé ist auch in diesem Match mit zwei Toren und einem überragenden Spiel maßgeblich am Erfolg beteiligt. Brasilien gewinnt 1958 erstmals die Fußball-Weltmeisterschaft und braucht sich fortan nicht mehr für ihren "Ginga" zu schämen.

Inspiration für junge Fußballer

Hier endet der sehr sehenswerte Film über das Ausnahmetalent, das für so unzählige junge Fußballer das größte Idol ist. Jeder, der diesen Sport liebt, wird mit diesem Film nicht enttäuscht. Er erzählt diese unglaubliche Geschichte einfach und überzeugt mit tollen Bildern und Gänsehautmomenten.


Pelé in Zahlen und Fakten

  • Pelé war mit sechs Treffern zweitbester Torschütze des Turniers von 1958 und stellte nebenbei folgende Rekorde auf: jüngster Spieler, jüngster Torschütze und jüngster Endspielteilnehmer einer WM, sowie jüngster Weltmeister
  • Als der junge Mann in sein Heimatland zurückkommt, wird er als Star gefeiert. Etliche europäische Vereine boten astronomische Ablösesummen und Gehälter, doch die brasilianische Regierung erklärte den Ausnahmefußballer für unverkäuflich und bezeichnet ihn als "nationales Gut"
  • Er spielte insgesamt 17 Jahre lang für den FC Santos, gewann 26 nationale und internationale Titel und wurde außerdem noch zweimal Weltmeister (1962 und 1970)
  • Pelé ist mit 77 Treffern Rekordtorschütze der brasilianischen Nationalmannschaft und schoss in 1363 Spielen 1281 Tore. Das entspricht einer Quote von 0,94 Tore pro Spiel!
  • Nach einer Pause von 5 Jahren spielte Pelé von 1975 bis 1977 unter anderem mit Franz Beckenbauer oder Johan Cruyff bei New York Cosmos und löste einen Fußball-Boom in den USA aus
  • Auch nach seiner aktiven Karriere blieb Pelé dem Fußball erhalten und wurde UN-Sonderbotschafter und außerordentlicher Sportminister

Pelé: Das Ausnahmetalent in Worte gefasst

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UNICUM Filmtipp

Pelé DVDPelé - Der Film

Biografie USA 2016

Regie: Jeff Zimbalist

Darsteller u. a. Vincent D´Onofrio, Seu Jorge, Kevin de Paula, Leonardo Lima Carvalho

Verleih: Ascot Elite

VÖ: 9. Dezember 2016

Online bestellen (Amazon): Pelé - Der Film

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