Star Wars: Rogue One
Felicity Jones als Jyn Erso in "Star Wars: Rogue One" | Foto: ©Lucasfilm LFL

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Barbara Kotzulla

Filme

Star Wars: Rogue One

Ab dem 04. Mai auf DVD und Blu-ray: Das erste "Star Wars"-Spin-off

Rebellions are built on hope

Unheilvoll schwebt der Todesstern über dem Planeten Scarif, drohend lauert die intergalaktische Tötungsmaschine am Horizont. Auf dem Boden kämpft in den tropischen Gefilden währenddessen eine Handvoll Rebellen der Allianz gegen die Stormtrooper des Imperiums. Ihre Schlacht gleicht mehr einem Himmelfahrtskommando, doch eines treibt sie an: Hoffnung.

Es sind Momente wie dieser – die finale Schlacht, die Zusammenkünfte der Rebellen, die Reisen durch das All – die "Rogue One" zu einem Teil des "Star Wars"-Universums werden lassen und die alle Fans begeistern dürften. Es wird jedoch weniger der Storyfluss noch die Figuren sein, die man nachhaltig mit dem Spin-off in Verbindung bringen wird. Zu getrieben wirkt dafür an vielen Stellen die Handlung, zu umrissen sind die Backgrounds der einzelnen Charaktere.

Im Mittelpunkt der Story steht Jyn Erso (Felicity Jones), deren Vater Galen (Mads Mikkelsen) aus triftigen Gründen vom Imperium entführt wurde, und an deren Person die unterschiedlichsten Gruppen ein gesteigertes Interesse haben. Letztendlich schließt sie sich den Rebellen um Cassian Andor (Diego Luna) an und sammelt eine bunt gemischte Truppe an Verbündeten um sich, etwa den blinden Chirrut Îmwe (Donnie Yen), seinen Begleiter Baze Malbus (Jiang Wen) oder den abtrünnigen Piloten Bodhi Rook (Riz Ahmed). Gemeinsam zetteln sie eine Rebellion innerhalb der Rebellion an: Wenn einzig Befehle von oben den richtigen Weg weisen – was unterscheidet die Allianz dann vom Imperium?



May the Force be with you

"Rogue One" versteht es, unzählige spannende Fragen wie diese aufzuwerfen – ohne sich jedoch wirklich den Raum und die Zeit für sie zu nehmen. So zweifelt Jyn anfangs noch an dem Sinn der Rebellion und gibt zu, sich auch ein Leben unter dem Banner des Imperiums vorstellen zu können, so lange man sie denn in Ruhe lässt. Doch schon einen gefühlten Wimpernschlag später ist sie es, die zum Kampf aufruft. Die Ereignisse, die zwischen diesem Sinneswandel liegen, mögen zwar dramatisch sein, erreichen aber den Zuschauer kaum auf einer emotionalen Ebene. Auch mag man Diego Luna als Cassian Andor eher weniger den vom Schicksal geprügelten Bad Boy abnehmen, der sich nun seinen Tugenden besinnt.

Während man für die beiden Hauptfiguren durchaus Sympathie empfindet und ihnen auch ein gewisses Charisma nicht absprechen kann, sind es aber gerade Donnie Yen als blinder Krieger und der Droide K-2SO, die ihnen bald die Show stehlen. Als Einziger, der noch mit vollem Herzen an die "Macht" glaubt, beweist Chirrut Îmwe, dass man nicht unbedingt ein Laserschwert braucht, um bewaffnete Feinde effektiv außer Gefecht zu setzen – ein Stock tut es da auch. Und so wirkt es fast wie eine Erlösung für die Figur als endlich die Worte "May the Force be with you" erklingen.

Ganz im Gegensatz zu diesem religiösen Motiv steht dagegen K-2SO, auch Kaytoo genannt. In keinster Weise mit der Naivität eines C-3PO ausgezeichnet, besticht der düster gefärbte Droide mit Sarkasmus und erinnert zuweilen an Sheldon Cooper aus der TV-Serie "The Big Bang Theory".

Fazit zu "Rogue One"

Keinen Gefallen getan hat man sich hingegen mit der Figur Saw Gerrera, die Forest Whitaker hart am Overacting vorbeischrammen lässt, und der Reanimation des Großmoff Tarkin, der ursprünglich von dem 1994 verstorbenen Peter Cushing gespielt wurde. Seine vollkommen computergenerierte Darstellung kann die Illusion leider ganz und gar nicht aufrecht erhalten – so weit ist die Filmbranche mit der Technik noch nicht. Dagegen bereiten die übrigen CGI-Effekte wie die Weltraumschlachten, die marschierenden AT-ATs und der bereits anfangs erwähnte Todesstern dem Nerd-Herzen weitaus mehr Freude.

So wird Hoffnung auch zum wichtigen Stichwort für alle Kinogänger: "Rogue One" ist nicht die von vielen Fans erhoffte "Star Wars"-Offenbarung. Doch wer auf einen unterhaltsamen Filmabend hofft – und auf ein markiges Aufblitzen des Darth Vader'schen Lichtschwertes –, darf sich schon einmal in folgendes Mantra einstimmen: "I'm with the Force and the Force is with me".


DVD-Cover zu Star Wars: Rogue OneUNICUM Film-Tipp:

Rogue One – A Star Wars Story

SciFi-Abenteuer, USA 2016

Regie: Gareth Edwards

Darsteller u.a.: Felicity Jones, Diego Luna, Donnie Yen, Mads Mikkelsen, Riz Ahmed

Verleih: Walt Disney

DVD-Start: 04. Mai 2017

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