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11. Mai 2016

Christine Kellermann

Filme

Von der Hochschule ins Kino: Filme von Studenten

15 wirklich sehenswerte Leinwand-Debüts

Sebastian Husak: Rhythmus (2015)

"Rhythmus" ist der erste Film von Sebastian Husak an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Der Regie-Student arbeitet seit seiner Kindheit als Schauspieler und hat schon vor seiner Studentenzeit Filme gedreht.

Inhalt: Aron steht kurz vor dem Abitur und hat scheinbar alles, was er braucht. Trotzdem fühlt er sich unverstanden und sucht sich ein Ventil, indem er Menschen beklaut.

Dabei trifft er die freche Nina, die ihn sofort fasziniert. Soll er sein altes Leben für sie aufgeben?



Patrick Vollrath: Alles wird gut (2015)

"Alles wird gut" ist der Abschlussfilm von Patrick Vollrath an der Filmakademie Wien. Im Jahr 2015 gab's dafür den Studenten-Oscar in Bronze.

Inhalt: Ein Vater holt seine achtjährige Tochter jedes zweite Wochenende bei der Mutter ab. Die beiden fahren los wie immer, doch das kleine Mädchen merkt, dass etwas nicht stimmt. Eine verhängnisvolle Reise beginnt.



Veronika Hafner: Grüneres Gras (2014)

Wäre ich glücklicher in einem anderen Beruf? Das ist die zentrale Frage des Kurzfilms von Veronika Hafner. Ein Schriftsteller wäre lieber Arzt und eine Finanzbeamtin fragt sich, ob sie nicht lieber mit Kindern arbeiten möchte.

Die Regie-Studentin an der Hochschule für Fernsehen und Film München kennt das Problem. Sie hat das zweite Staatsexamen für Gymnasiallehramt, einen Abschluss in Psychologie und studiert jetzt an der Filmhochschule. "Grüneres Gras" ist ihr Erstlingswerk.



Ilker Çatak: Sadakat – Treue (2014)

Ilker Çatak macht einen Master in Filmregie an der Hamburg Media School. Für seinen Kurzfilm "Sadakat – Treue" wurde er 2015 mit dem Studenten-Oscar in Gold ausgezeichnet.

Inhalt: Aslı lebt in stabilen Verhältnissen in Istanbul im Jahr 2014. Die gesellschaftlichen Unruhen erreichen sie jedoch, als sie einem politischen Aktivisten hilft, der Verhaftung zu entgehen.

Die junge Frau ist hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch nach Sicherheit und dem Drang, Courage zu zeigen. Um die Familie zu schützen, verrät ihr Mann den Flüchtigen letztlich, was die Beziehung des Paares erschüttert.



Dustin Loose: Erledigung einer Sache (2014)

"Erledigung einer Sache" ist der Abschlussfilm von Dustin Loose an der Filmakademie Baden-Württemberg. Er basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte des schwedischen Autors Håkan Nesser und hat 2015 den Studenten-Oscar in Silber gewonnen.

Inhalt: Ein junger Mann soll seinen totgeglaubten Vater treffen – so der letzte Wille seiner Mutter. Dieser sitzt allerdings seit 30 Jahren in der geschlossenen Psychiatrie, weil er seinen Bruder umgebracht hat.



Marina Anselm: Markt und Wert (2014)

"Markt und Wert" ist die erste Regie-Arbeit von Marina Anselm an der Hochschule für Fernsehen und Film München.

Inhalt: In dem Dokumentarfilm geht es um einen Makler, der vor der Kamera seine Motivation für seinen Job ausspricht: reich werden.

Es wird allerdings deutlich, dass es dem Mann nicht um Statussymbole geht, sondern darum, immer mehr Geld zu besitzen.



Jarek Duda: Bruder (2014)

"Bruder" ist der Abschlussfilm von Jarek Duda an der Internationalen Filmschule Köln. Er wurde auf Filmfestivals auf der ganzen Welt gezeigt.

Inhalt: Lukasz ist 24 und sehnt sich nach Loyalität, Liebe und Akzeptanz. Er fängt an, als Schläger für einen Hamburger Kiezboss zu arbeiten und steigt in der Szene auf. Als plötzlich sein kleiner Bruder nach dem Tod der Mutter vor der Tür steht, muss er sich zwischen Kiez und Familie entscheiden.



Lukas Baier: Renate (2013/14)

Im Film von Lukas Baier darf über Demenzkranke gelacht werden. Der Student der Hochschule für Fernsehen und Film München hat mit "Renate" seinen ersten Kurzfilm geschaffen.

Inhalt: Renate ist eine ältere Frau, die sich darüber wundert, dass sich das Aussehen ihrer Freunde verändert. Sie möchte, dass ihr Sohn sie wegbringt, an einen anderen Ort, doch er taucht nicht auf.



Viola Baier: Wedding Cake (2013)

Viola Baier hat mit "Wedding Cake" zahlreiche Filmpreise überall auf der Welt gewonnen. Der Zeichentrickfilm ist ihre Abschlussarbeit an der Filmakademie Baden-Württemberg.

Inhalt: Der 3D-Zeichentrickfilm zeigt die Geschichte zweier Marzipanfiguren, die auf einer Hochzeitstorte heiraten und sich dort ein Leben aufbauen – mit allen Hochs und Tiefs einer Ehe, vom Anfang bis zum Ende.



Simon Denda: Mann gegen Mann (2013)

Simon Denda ist Regie-Student an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Mit seinem Kurzfilm "Mann gegen Mann" konnte er einige Preise gewinnen.

Inhalt: Max ist schwul. Doch seine Hooliganfreunde, gewaltbereit und homophob, dürfen davon natürlich nichts erfahren. Als Karsten auftaucht, der Ex-Liebhaber von Max, wird es kompliziert.



Sebastian Binder: Reise zum Mars (2009)

"Reise zum Mars" basiert auf einem Drehbuch des Bauhaus-Künstlers Walter Dexel und wurde von Sebastian Binder zum ersten Mal im Rahmen seiner Masterarbeit an der Bauhaus-Universität Weimar verfilmt.

Inhalt: Der Film handelt – ganz wie es der Titel verspricht – von drei Reisenden, die sich auf den Weg zum Mars machen.

Es geht um Liebe, Eifersucht und ein Abenteuer im Weltraum, bei dem sie auf Marsianer treffen. 



Moritz Mayerhofer: Urs (2009)

Moritz Mayerhofer hat knapp drei Jahre an seinem Abschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg gearbeitet.

Inhalt: Im dem animierten Kurzfilm geht es um Urs, der mit seiner Mutter im Gebirge lebt. Sie möchte nicht weg, doch er hofft auf ein besseres Leben auf der anderen Seite der Berge. So begeben sie sich letztendlich auf eine gefährliche Reise.



Olaf Saumer: Kleine Annabelle (2007)

Den Film "Kleine Annabelle" drehte Olaf Saumer während seines Studiums an der Kunsthochschule Kassel. Die Geschichte dazu stammt von seinem Bruder Martin.

Inhalt: In dem Science-Fiction-Drama geht es um die Lebensgemeinschaft Schönborn, die sich ein künstliches Kind erschaffen lassen will. Doch das nötige Kleingeld für das perfekte Neugeborene fehlt, daher müssen von der Frau Doktor der Firma "Lifesense" einige Einsparungen vorgenommen werden.



Izabela Plucinska: Jam Session (2005)

Der Abschlussfilm "Jam Session" von Izabela Plucinska an der Filmuniversität Babelsberg ist ein sehr aufwendiger Knet-Animationsfilm. Dafür wurde sie unter anderem mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Inhalt: Teresa und Viktor sind schon lange verheiratet – doch sie haben nur noch eins gemeinsam: Beide können nicht einschlafen. Als in ihrer Wohnung auf einmal die Wände wackeln, weil in der Kneipe darunter eine Band spielt, kommt sich das Paar unerwartet wieder näher.



Ingo Schiller: Ufoalarm auf Terra 1 (2004)

Ingo Schiller drehte "Ufoalarm auf Terra 1" während seines Studiums an der Bauhaus Universität Weimar. Die Science-Fiction-Satire orientiert sich an den Stummfilmen aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Inhalt: Zwei Liebende an einem friedlichen Sommertag. Plötzlich taucht ein Ufo auf, ein Außerirdischer will die junge Frau entführen. Jetzt kann nur noch der Bärtige Blitz helfen, der Superheld auf Terra 1.


 

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