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09. Aug 2016

Christopher Lymer

Games

Im UNICUM Game-Test: Batman: Arkham Knight

-ARCHIV-

Würdiger Abschluss der grandiosen Batman-Reihe

Allein gegen die Superschurken

Im vorherigen Teil der Reihe wurde der Joker endlich besiegt: Zu Beginn von Batman: Arkham Knight verbrennst du diesen im Krematorium der Stadt. Doch Gotham findet keinen Frieden.

Scarecrow ist zurück. Mit einer "Angstbombe" und tonnenweise Nervengift will er alles und jeden in dieser wunderschön düsteren Stadt vernichten. An seiner Seite: Two-Face, Harley Quinn, der Pinguin, der Riddler – und hunderte Verbrecher, Kriminelle und Wahnsinnige. Die Stadt ist abgeriegelt. Ein paar Polizisten sind zwar noch auf Streife, aber hoffnungslos unterlegen. 

Du bist alleine – und zum Abschuss freigegeben.

Naja, nicht ganz allein. Robin, Catwoman und Jim Gordon stehen auf deiner Seite. Aber würde Batman Hilfe brauchen, wäre er nicht Batman. Mit unzähligen Nahkampffertigkeiten, einem Kampfanzug voller Gadgets und dem quasi unzerstörbaren Batmobil holst du dir Gotham Stück für Stück zurück.

Batman brachial

Aber das braucht Zeit. Neben einer sehr umfangreichen Hauptkampagne gibt es unzählige Nebenquests, Aufgaben und Rätsel zu lösen. Die Steuerung ist komplex und die Möglichkeiten derart vielfältig, dass man sich nach ein paar Tagen Abstinenz erstmal wieder zurechtfinden muss. Welcher Haupt- und Nebenmission folge ich aktuell? Wie konnte man noch einmal vier Gegner gleichzeitig per Angst-Multi-Ausschalten erledigen?

Das Spiel ist aber sehr intuitiv und man ist schnell wieder eingetaucht in die düstere Welt des Schwarzen Rächers. Ob zu Fuß, in der Luft oder im Batmobil: du durchstreifst die riesige Stadt und räumst stetig Gegner aus dem Weg. Die anderen Teile der Reihe waren etwas taktischer, Arkham Knight ist brachialer. Ob dies nun positiv oder negativ zu sehen ist, ist sicherlich Geschmackssache.

Aber es macht einfach Spaß sich einer ganzen Gruppe von Widersachern zu stellen, Schlag um Schlag zu blocken und zu kontern, im richtigen Moment das Batmobil per Autopilot zur Hilfe zu holen und dieses in spektakuläre Finishing Moves miteinzubauen – um sich dann dank Seilwinde und Batsuit binnen Sekunde in 100 Meter Höhe davonzumachen und am Himmel zu kreisen, auf der Suche nach der nächsten Attacke.

Fazit zu Batman: Arkham Knight

Batman: Arkham Knight ist definitiv ein Anwärter auf den Titel "Spiel des Jahres". Die Liebe zum Detail, der riesige Spielumfang, die wunderschöne Grafik, die cineastischen Kampfszenen – das alles fügt sich zu einer sehr authentischen Welt zusammen, in die man schnell eintauchen. Den Controller will man dabei nicht so schnell wieder aus der Hand legen.

Warner Interactive hat dem Schwarzen Rächer hier ein Denkmal geschaffen, an dem Gamer lange Freude haben werden.


Batman: Arkham Knight

Warner Interactive

Erhältlich für PC, Playstation 4 und Xbox One

Ab 16 Jahren

www.batmanarkhamknight.com

Artikel-Bewertung:

3.06 von 5 Sternen bei 128 Bewertungen.

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