Spiele-Erweiterung The Witcher
Mehr Abenteuer für "The Witcher" gibt es für kleines Geld | Foto: Bandai Namco
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17. Dez 2015

Christopher Lymer

Games

Spiele-Erweiterungen: Darf's ein bisschen mehr sein?

Diese Add-Ons versüßen dir dein Spiele-Spaß

The Witcher 3: Wild Hunt – Hearts of Stone

Für Fans epischer Fantasy-Rollenspiele war das Finale der beliebten Hexer-Saga The Witcher: Wild Hunt zweifellos das Highlight 2015. Über zahlreiche Stunden hinweg bereisten wir die nördlichen Königreiche, jagten Monster, wurden Zeugen folgenschwerer Intrigen, bandelten mit gewitzten Zauberinnen an und retteten schließlich die Welt.

Und auch wenn die ganz große Geschichte erzählt sein mag, hat CD Project Red mit "Hearts of Stone" noch ein zwar kleineres, aber nicht minder spannendes Abenteuer in petto. 

Und hier geht es erstmal nicht um das Abwenden der Apokalypse, sondern um übliches Hexer-Tagewerk, die Monsterjagd. Der Auftrag scheint simpel: Ein Adeliger namens Olgierd von Everec entsendet uns in die Kanalisation Oxenfurts, um einem Ungeheuer den Garaus zu machen. Wer könnte ahnen, dass ein solches Alltagsgeschäft unseren Hexer gleich mitten zwischen die Fronten eines Konfliktes übernatürlicher Mächte manövriert? 

Die sich von nun an entfaltende Geschichte ist nicht nur gewohnt atmosphärisch und fesselnd inszeniert, sie entwickelt einen immensen erzählerischen Sog. Darüber hinaus lässt uns "Hearts of Stone" einen neuen Landstrich bereisen und stellt uns einen Runenschmied an die Seite, der unserer Ausrüstung magische Effekte einhaucht.

Fazit

Mit "Hearts of Stone" beweist das polnische Entwicklerstudio CD Project Red einmal mehr, dass hier Meister der Erzählkunst am Werk sind. Wer diesem fantastischen Hexer-Abenteuer den Rücken zukehrt, muss ein Herz aus Stein besitzen.

  • bereits erschienen | PC, PS4, XboxOne | ab 9,99 Euro (Preis-Leistung: sehr gut)

Bloodborne – The Old Hunters

Wie viele Bildschirmtode hat uns diese finstere Perle zu Beginn des Jahres sterben lassen? Und wie sehr haben wir jeden dieser Tode erst wutentbrannt, schließlich aber dankend angenommen – als weitere Lektion, die uns Bloodborne wie ein erbarmungslos stoischer Lehrmeister zuraunte: "Selbst schuld. Versuch's nochmal, sei geduldig, warte den richtigen Moment ab …"

Und schließlich kam dann der Moment, in dem wir unsere Axt mit einem letzten Schwung im Schädel dieses haushohen Monstrums versenkten und nach diversen Niederlagen endgültig als Triumphator unseren Fortschritt, unsere Entwicklung feierten; und in aller Stille die Gnadenlosigkeit unseres Lehrers zu schätzen lernten: danke Bloodborne.

Mit "The Old Hunters" dürfen wir nun einmal mehr in die Lehre gehen: Anstatt in die bekannten labyrinthischen Gassen der düsteren, von blutrünstigen Kreaturen verseuchten Stadt Yharnam, entsendet uns die Expansion in ein komplett neues Gebiet, den Alptraum des Jägers. Und wie bereits im Hauptspiel liefert From Software auch hier eine Glanzleistung ab, was Level-Architektur, Art-Design und Atmosphäre angeht. Uns erwarten neue, knackige Bosskämpfe, jede Menge Geheimnisse, die es zu lüften gilt, sowie ein komplett neues Arsenal an Jäger-Waffen.

Fazit

Wer an Bloodborne sein Herz verlor, wird mit "The Old Hunters" einen zweiten Frühling erleben. Gelegenheitsspieler, die kein Interesse haben, sich von einem hohen Schwierigkeitsgrad disziplinieren zu lassen, sollten besser einen Bogen um dieses Meisterwerk machen.

  • bereits erschienen | PS4 | 19,99 Euro (Preis-Leistung: sehr gut)

Destiny – König der Besessenen

Nach einem etwas holprigen ersten Jahr, ergänzt Bungie seinen Online-Shooter Destiny mit der bisher größten Erweiterung um eine Menge neuen Content und korrigiert die ein oder andere ungeliebte Spielmechanik.

Storytechnisch knüpft "König der Besessenen" an das vorangegangene Add-On "Dunkelheit lauert" an. Dort haben wir nämlich dem Anführer der Schar, Crota, das Lichtlein ausgeblasen und somit dem Sonnensystem eine kleine Verschnaufpause gegönnt. Diese ist jetzt aber vorüber! Schließlich hat sich niemand Geringeres als Crotas alter Paps, Oryx, in den Kopf gesetzt, den abgemurksten Sohnemann zu rächen.

Den Kampf gegen diese Bedrohung nehmen wir in einer abwechslungsreich inszenierten Story-Kampagne auf, die uns zu einem komplett neuen Schauplatz, dem Grabschiff, führt. Währenddessen können wir unseren Charakter auf die angehobene Levelgrenze von 40 bringen und eine komplett neue Klassenfertigkeit ausbilden.

Darüber hinaus führt "König der Besessenen" ein Quest-System ein, dass uns nach und nach mit Aufträgen ausstattet, die wir in mehreren aufeinander aufbauenden Missionen erfüllen und uns somit mächtige Belohnungen sichern. Selbstredend dürfen für die Langzeitbeschäftigung auch neue Strikes, PVP-Maps, ein neuer Raid sowie zahlreiche neue Items nicht fehlen.

Fazit

Wer sich im ersten Destiny-Jahr in die Dimension der Langeweile geballert hat, darf sich nun auf eine lohnende und unterhaltsame Rückkehr freuen. "König der Bessessenen" bietet nicht bloß mehr vom Alten, sondern hat das Spiel im Kern deutlich optimiert. Vor allem für Neueinsteiger ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um in die Welt von Destiny einzutauchen.

  • bereits erschienen | PC, PS4, XboxOne | 39,99 Euro (Preis-Leistung: befriedigend)

Artikel-Bewertung:

3.15 von 5 Sternen bei 142 Bewertungen.

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