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09. Aug 2016

Entertainment

Gamescom 2012: Kult-Games im Reality-Check

-ARCHIV-

MILLE PETROZZA VON DER METALBAND KREATOR TESTETE GUITAR HERO: METALLICA (ACTIVISION/XBOX 360)

"Je höher der Schwierigkeitsgrad, desto mehr Sinn macht das Spiel und desto realistischer wird das Ganze. Dann funktioniert das Anschlagen und Töne halten schon ganz gut. Allerdings ist das eine ganz schöne Koordinations-Leistung – in der Zeit, die man dafür braucht, sollte man lieber richtig Gitarre spielen lernen.Als Nicht-Musiker kannst du das Spiel wahrscheinlich besser spielen! Ich kenne auch sehr wenige Musiker, die das können. Schlagzeuger oder Keyboarder vielleicht noch am ehesten."

STEVE BÜRK, DREHBUCHAUTOR FÜR SERIEN WIE "GZSZ" ODER "UNTER UNS", SPIELTE DIE SIMS 3 (ELECTRONIC ARTS/PC)

„Die Sims sind mit viel Liebe gemacht. Grundsätzlich kannst du mit dem Spiel aber nur Geschichten nachstellen. Denn was bei den Sims geschieht, wäre eine langweilige Geschichte, weil dort die Konflikte fehlen. Es passieren keine großen dramaturgischen Wendungen, man muss sie einleiten.Die Sims orientieren sich klar am echten Leben, aber es fehlen viele Aspekte, um das Spiel realistisch zu nennen. Alles ist sehr mechanisiert und schematisiert, läuft immer gleich ab. Die Interaktionen mit anderen Figuren sind eingeschränkt.Als Simulation ist es aber lustig und macht Spaß. Ein Highlight war für mich, als ich meinen Vegetarier-Sim Sushi essen ließ. Sie musste sich daraufhin übergeben. Lustig, dass solche Sachen am Rand passieren.“

JAN SCHMIDT VON ACE LENKRAD, MITGLIEDERZEITSCHRIFT DES AUTO CLUB EUROPA, ZOCKTE FORZA MOTORSPORT 4 (MICROSOFT/XBOX 360)

"Von simplen Arcade Games unterscheidet sich Forza 4 durch die Relevanz, die richtigen Bremspunkte finden zu müssen, um wirklich schnell unterwegs zu sein. Auch wenn sich einige Profi-Piloten mit solchen Simulationen sogar auf neue oder ihnen unbekannte Strecken vorbereiten, so ist doch die Kluft zwischen der virtuellen und der realen Welt der Autorennen enorm. Das liegt vor allem an den (Quer-) Beschleunigungskräften, die eine Simulation einfach nicht erlebbar macht. Wenn sich echte Rennpiloten von diesen Kräften beim Beschleunigen, Kurvenfahren und vor allem beim Bremsen zusammenstauchen lassen, sitzt der Konsolen-Chauffeur entspannt in seinem Sessel und klagt im schlimmsten Fall über Blasen an den Händen.Die Steuerung über das Xbox-Pad gelingt ganz gut. Sicherlich kann hier ein Lenkrad inklusive Pedalerie noch eine Portion Realismus beisteuern."

INGO FROBÖSE, PROFESSOR AN DER DEUTSCHEN SPORTHOCHSCHULE IN KÖLN VERAUSGABTE SICH BEI "MARIO & SONIC BEI DEN OLYMPISCHEN SPIELEN: LONDON 2012" (SEGA/WII)

"Die Bewegungsqualität ist sehr weit weg von der Realität und unterscheidet sich gravierend. Die Bewegungsamplituden und die aufzuwendende Kraft sind nicht wie in der Natürlichkeit abgestimmt, man überzieht Dosis und Kraft, auch die Krafteinteilung stimmt so nicht.Sich in der Gruppe zu ‚duellieren‘ wie im Sport ist charmant und so bietet das Spiel positive Anreize zur Bewegung. Ebenfalls positiv ist: Im Vergleich zu vielen Konsole-Spielen ist es sehr gewaltfrei, vom Boxen einmal abgesehen. Aber richtiger Sport macht in jedem Fall mehr Spaß!"

Weitere Infos

Die gamescom, die größte Messe für interaktive Spiele und Unterhaltung, findet in diesem Jahr vom 15.–19. August in Köln statt. Mehr als 300 Neuheiten dürfen die Besucher im Rahmen des Events erstmals anspielen. 

Infos zu Anreise, Eintrittskarten, Öffnungszeiten und Veranstaltungen findet ihr im Netz unter www.gamescom.com

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