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09. Aug 2016

Entertainment

Im UNICUM Game-Test: Alien: Isolation

-ARCHIV-

Lauf, Ripley – LAUF! Das Survival-Horror-Game ist jetzt im Handel erhältlich

Neuer Schauplatz, alter Feind

Wir schreiben das Jahr 2137: 15 Jahre sind nach den Vorfällen aus Ridley Scotts Science-Fiction-Klassiker "Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" vergangen. Ellen Ripleys Tochter Amanda erhält die Nachricht, dass ihre Mutter noch am Leben sein könnte. Der Flugschreiber der Nostromo, jenem Schiff, auf dem Ellen Ripley den Kampf gegen das Alien als Einzige überlebte, aber dann spurlos verschwand, wurde gefunden und befindet sich auf der Raumstation Sevastopol.

Amanda macht sich sofort auf die Reise, um das Rätsel um die Nostromo zu lösen. Doch kaum angekommen, muss sie feststellen, dass etwas Schlimmes passiert ist: Die Station ist verwüstet, die meisten auf Sevastopol beheimateten Menschen sind tot, die Überlebenden wirken paranoid und bekämpfen sich gegenseitig. Die Angst geht um, denn ein unbekannter Killer macht gnadenlos Jagd auf alles was sich bewegt. Ein Xenomorph – das Alien.

Bloss nicht auf Konfrontationskurs gehen!

Völlig unbewaffnet und auf uns allein gestellt, schleichen wir in der Rolle von Amanda fortan durch die engen Gänge und Lüftungsschächte des authentisch gestalteten Sevastopol, ständig auf der Flucht vor anderen Menschen, Androiden und vor allem dem Alien. Das klaustrophobische Setting, die bedrohliche Soundkulisse und die pure Tatsache, dass wir unseren Widersachern wenig bis nichts entgegenstellen können, halten den Adrenalinspiegel konstant oben.

In Alien: Isolation ist das Ziel nur über Umwege, Ablenkungsmanöver und Versteckspiele zu erreichen – die direkte Konfrontation führt meist zum Neustart vom letzten Speicherpunkt. Um zu überleben stehen uns der aus dem Film bekannte Bewegungsmelder, Rohrbomben und andere Geräuschmacher zur Verfügung, die Amanda Ripley mittels einfachem Drafting System schnell selbst baut. Hiermit können Feinde in andere Richtungen gelockt werden.

Allerdings rufen laute Geräusche auch das Alien herbei, welches sich dann schnell um unsere Gegner kümmert, anschließend aber den Raum nach weiteren Opfern absucht – und somit Jagd auf uns macht. Es bleibt dann nur die Möglichkeit schnell und lautlos (eine schwierige Kombination) zu verschwinden oder uns unter Tischen oder in Spinden zu verstecken und die virtuelle Luft anzuhalten, bis diese wieder rein ist. Das klappt nicht immer, die Folge: der direkte Gamer-Tod.

Purer Horror in grandioser Inszenierung

Der Tod wird schnell zu einem permanenten und oft frustrierenden Begleiter. Unsere Widersacher folgen keinen festgelegten Routen, das Alien reagiert auf Geräusche und agiert zu keiner Zeit vorhersehbar: Eine falsche Bewegung, ein zu schneller, lauter Schritt – und wir haben eine Kugel im Rücken oder stehen dem Monster Auge in Auge gegenüber. Dies erhöht natürlich die Spannung, führt aber auch zu Ernüchterung.

So hat man zwar die besagten Bewegungsmelder als Hilfe zur Hand, aber rührt sich das Alien nicht, erfährt man im Gegenzug auch nicht, wenn dieses gerade wieder einmal hinter der nächsten Ecke wartet. Wir laufen demnach ständig unwissentlich in unser Verderben. In diesen Momenten wird aus Angst gerne Wut, was den Spaß letztendlich mindert.

Davon ab ist Alien: Isolation ein großartiges Erlebnis: Inszenierung und Atmosphäre sind grandios furchteinflößend, Soundkulisse und Grafik lassen fast keine Wünsche offen, die Steuerung ist sehr präzise und intuitiv.

Fans von Grusel-Spielen und Alien-Liebhaber können sich auf 15 bis 20 Stunden puren Horror freuen, sollten aber eine gewisse Frustresistenz mitbringen: denn der Weg durch die Sevastopol ist alles andere als ein Spaziergang.

 

Alien: Isolation

Sega/Creative Assembly/Twentieth Century Fox Consumer Products

Erhältlich für PC, PS3, PS4, xBox One und xBox 360

Freigegeben ab 16 Jahren

alienisolation.com

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