UNICUM hat das Game "Thief" für euch getestet
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09. Aug 2016

Entertainment

Im UNICUM Game-Test: Thief

-ARCHIV-

Schleichspiel mit grafisch überzeugenden Licht- und Schatteneffekten

Düsterer Anfang

Eine große, düstere Stadt im industriellen Wandel, ein schrecklicher Baron, eine noch schrecklichere Krankheit namens "Schwermut", ein General, der Diebe jagt – und ihr mittendrin. Zu Beginn trefft ihr bei "Thief" auf Erin, Garrets ehemalige und, im Gegensatz zu ihm, grobe Schülerin. Zusammen sollt ihr etwas Wichtiges vom Anwesen des Barons stehlen. Vom Dach aus beobachtet ihr eine Zeremonie, doch etwas geht dabei ordentlich schief ... So stürzt Erin in den sicheren Tod, während ihr diesem nur knapp entgeht. Der Bildschirm wird schwarz. Wenig später wacht ihr auf einem Karren auf, der von zwei zerlumpten Männern gezogen wird.

Man versucht euch mit allen Mitteln an den Wachen vorbei wieder in die Stadt zu bringen. Dies gelingt, und ihr könnt vom Karren in die nächste, dunkle Gasse verschwinden. Leicht verwirrt und nicht wissend, was Garret da gerade widerfahren ist, kommt heraus, dass bereits ein Jahr seit dem Unfall vergangen ist. Doch Garret kommt es vor wie gestern – nur irgendwie ist die Stadt schlimmer geworden. Baron Northcrest kümmert es wenig, wie es dem Volk seiner Stadt geht, und die Wachen werden vom "Diebesfänger-General" beherrscht.

Das Licht ist der Feind

Als erstes sucht ihr nach eurem alten –und wahrscheinlich einzigem – Freund Basso. Er verschafft euch Aufträge und treibt die Story voran. Wer keine Lust hat, einfach nur den Wegpunkten hinterher zu jagen, der kann erstmal auf eigene Faust die atmosphärisch sehr gut gelungene und düstere Stadt erkunden. Dies geht entweder über den Boden und Gehwege (Aber Vorsicht: es sind Wachen unterwegs und die mögen keine Diebe!) oder ganz einfach und unentdeckt über die Dächer. Die Stadt ist mehr oder weniger frei erkundbar und zwischen den einzelnen Abschnitten bzw. Vierteln gibt es kleine Ladesequenzen.

Auf eurem Weg von A nach B sammelt ihr alles auf, was glänzt. Das ist wichtig, denn ihr könnt damit euren Geldbeutel aufstocken und beim Hehler um die Ecke wichtige Upgrades und Zubehör für euren nächsten Auftrag kaufen. So tragt ihr einen Bogen bei euch, rüstet euch mit Wasserpfeilen aus und könnt dann so zum Beispiel beim nächsten Auftrag das Feuer aus der Ferne löschen, um unentdeckt in ein Haus einzubrechen. Das Licht ist hier euer natürlicher Feind. Eine Anzeige in der Ecke gibt an, ob ihr euch gerade im Licht oder im Schatten befindet.

Mit Pfeil und Bogen – oder doch lieber der Knüppel?

Dank der Next-Gen-Konsole sieht das ganze Licht- und Schattenspiel fantastisch aus und bietet euch viele Möglichkeiten, einen Auftrag zu erledigen. Es liegt in eurer Hand, wie ihr dies tut. Seid ihr ein ruhiger Typ, so bewegt ihr euch langsam und leise durch die Schatten und wartet die nächste Patrouille ab. Oder ihr lenkt sie ab und schleicht flott an ihr vorbei.

Könnt ihr es nicht abwarten und seid etwas gröber, so könntet ihr mit Pfeil und Bogen die Wachen ausschalten und euch in den ungleichen Kampf stürzen. Doch Vorsicht: Garret vermeidet eigentlich das Töten, und so seid ihr nur mit einem Knüppel ausgerüstet, um den Gegner K.O. zu schlagen. Überlegt euch also gut, wie ihr vorgeht.

Fazit

Eines ist sicher: Es gibt viele Wege und es liegt in eurer Macht, wie ihr den Auftrag erledigt. Selbst die Schwierigkeit bestimmt ihr. Seid ihr unerfahren, so geht ihr das Spiel locker an und die Wachen sind nicht so aufmerksam, als würdet ihr es in der Stufe des Meisterdiebes versuchen.

Thief ist für alle Freunde des Schleichens, die die Ruhe weg haben, ein hervorragendes Spiel. Grafisch überzeugt es vor allem durch die fantastischen Licht- und Schatteneffekte und erzeugt so den spielerischen Reiz, sich bloß nicht erwischen zu lassen.

Thief

Eidos/Square Enix

Getestet für Xbox One

USK ab 16

www.thiefgame.com

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