Zac Efron in "Für immer Single?"
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09. Aug 2016

Entertainment

Im UNICUM Interview: Zac Efron

-ARCHIV-

Ob Zac Efron den Absprung vom Disney-Image schafft, sieht man ab dem 24. April im Kino

"Ohne Rücksicht auf Verluste"

UNICUM: Deine Komödie "Für Immer Single?" bietet ziemlich drastischen Humor. Teilweise bist du sogar nackt zu sehen. Hast du dabei eigentlich an deine Fans aus der "High School Musical"-Zeit gedacht? Zac Efron: Aber natürlich. Ich kommuniziere mit ihnen über Facebook und Twitter. Die sind inzwischen alle erwachsen geworden – und ich mit ihnen. Deshalb muss ich ihnen neue Herausforderungen bieten. Zum Glück haben sie auf den Film sehr positiv reagiert. Vor allem, weil er sehr offen mit Themen wie Partnerschaft und Sex umgeht.

Hast du selbst dabei etwas über diese Themen gelernt? Ja, und zwar, dass du immer ehrlich sein musst. Was ich an den Charakteren des Films mag, ist, dass sie gleich am Anfang alle Karten auf den Tisch legen und sehr direkt im Umgang miteinander sind. Keiner macht dem anderen etwas vor. Das bringt dir bei Beziehungen enorm viel – sowohl, wenn du jemand kennenlernst, wie wenn du lange mit jemand zusammen bist. Denn das schafft Vertrauen, und das ist das Wichtigste überhaupt.

Was hast du in der Szene gelernt, in der du nackt über einer Kloschüssel liegst? Es war genauso peinlich, wie ich's erwartet habe. Aber wir hatten nur wenig Leute dabei, und ich hatte volles Vertrauen in unseren Kameramann, dass er die Szene aus dem richtigen Blickwinkel einfängt. Und so war's mir dann letztlich egal. Ich hab's einfach durchgezogen, ohne Rücksicht auf Verluste.

"Ich wollte aus festen Strukturen ausbrechen"

Hattest du dir je Sorgen gemacht, dass man dich nur mit deinen "High School Musical"-Rollen in Verbindung bringt? Ich hatte das Gefühl, dass mich die Leute in eine Schublade stecken wollten. Deshalb habe ich eine Pause gemacht, denn ich wollte nicht einfach nur Geld verdienen. So habe ich mir Projekte gesucht, die vielleicht nicht kommerziell waren, aber mich künstlerisch herausgefordert haben. Letztlich wollte ich aus festen Strukturen ausbrechen. Ich wuchs in einer kalifornischen Kleinstadt auf, die ich immer verlassen wollte. Mein Ausweg war das Theater.

War es dort so unerträglich? Nein, es war sehr idyllisch und ländlich. Ich hatte eine schöne Kindheit und Jugend. Ich kann mich noch gut an die ganzen Streiche erinnern, die ich mir mit meinen Freunden ausgedacht habe. Wie wir mit Steinschleudern auf Kühe schossen. Ich komme gerne dorthin zurück, aber es war eben einfach eine sehr kleine Stadt.

Deine Eltern waren damit einverstanden, dass du dein Glück in der Schauspielerei gesucht hast? Sie haben es nicht ganz verstanden, aber sie haben mich unterstützt. Das einzige, was sie wollten, war, dass ich hart arbeite. Wenn ich mit einer '2' nach Hause kam, sagte mein Vater: "Warum hast du keine '1' bekommen?" Diese Einstellung hat mich geprägt.

Hast du es deshalb geschafft, dich in der Branche zu behaupten? Am Anfang bin ich ganz kläglich gescheitert. Mein erstes Vorsprechen war ein Desaster – völlig erniedrigend, eine der schlimmsten Erfahrungen meines Lebens. Aber meine Eltern haben mir noch etwas anderes beigebracht. Nämlich: Gib niemals auf. Mir war klar: Ich werde mehr Ablehnung als Zustimmung erfahren, aber das muss ich akzeptieren. Aber ich werde es nur schaffen, wenn ich ständig meine Grenzen ausreize. Und das tue ich weiterhin. Wobei ich Vorsprechtermine auch heute noch so hasse wie damals (lacht).

UNICUM Filmtipp

Für immer Single?

Komödie, USA 2014

Regie: Tom Gormican

Darsteller u.a.: Zac Efron, Miles Teller, Michael B. Jordan, Imogen Poots

Verleih: SquareOne Entertainment/Universum Film

Kinostart: 24. April 2014

www.fuer-immer-single.de

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