Lust auf eine Runde Gedächtnistraining mit dem Profi?
Mit diesen einfachen Profi-Tipps wirst du zum Superbrain! | Foto: Thinkstock/allvisionn

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09. Okt 2014

Gastbeitrag

Studibuzz

Gedächtnistraining: Hirn in Hochform

Gastbeitrag eines Gehirnjogging-Experten

Wie merke ich mir Namen?

Wenn du dir den Namen einer Person merken willst, brauchst du einen mentalen Briefkasten. Dazu suchst du dir ein charakteristisches Merkmal, das dir spontan ins Auge fällt, wenn dir diese Person zum ersten Mal begegnet. Das können zum Beispiel Eigenheiten im Gesicht, wie ausgeprägte Falten, eine hohe Stirn oder ein markanter Mittelscheitel sein.

Jetzt geht es beim Gedächtnistraining darum, den Namen mit dem ausgewählten Briefkasten zu verknüpfen. Da der Name für sich kein Bild ist, muss man ihn erst in eines verwandeln. Ein Christian könnte zum Beispiel ein Kreuz symbolisieren, ein Thomas eine Tomate und eine Anna eine Ananas. Wenn man sich beispielsweise die große Nase einer Person namens Thomas als Briefkasten merkt, kann man in Gedanken die Tomate auf seiner Nase ausdrücken.

Mach doch mal eine Liste mit gängigen Vor- und Nachnamen und notiere passende Bilder dazu. Wenn du mal einen dieser Namen hörst, brauchst du dir nicht mehr die Mühe machen, ein kreatives Bild dafür zu erstellen. Du hast es sofort griffbereit.


Wie kann ich mich an Zahlen erinnern?

Nehmen wir doch gleich ein konkretes Beispiel: eine Handynummer. Man verwandelt zunächst die einzelnen Ziffern von 0-9 in Bilder. Die Bilder kann man mit der Zahlsymbol-Technik ganz leicht festlegen.                                                                                                                                    

Meine Empfehlung:

  • 0 = sieht aus wie ein Schwimmring
  • 1 = Einhorn
  • 2 = Steckdose
  • 3 = Dreirad
  • 4 = Tisch
  • 5 = eine Hand
  • 6 = Lottoschein mit 6 Richtigen
  • 7 = 7 Zwerge
  • 8 = eine Achterbahn
  • 9 = Schwein, da das Schwänzchen sich so kringelt

Will man sich also die Handynummer 0174/5263895 merken, kann man sich folgende Geschichte dazu merken: Da alle Handynummern mit "01..." beginnen, muss man sich diese zwei Ziffern schon mal nicht merken. Los geht unsere Geschichte also bei der Zahl "7": die 7 Zwerge und Schneewittchen sitzen an einem Tisch (4). Mit den Händen (5) langen sie in eine Steckdose (2). Dort finden sie einen Lottoschein (6), auf dem ein Dreirad (3) gemalt wurde, das über eine Achterbahn (8) fährt und von einem Schwein (9) mit Menschenhand (5) gezogen wird.


Wie kriege ich Vokabeln in meinen Kopf?

Zuerst suchst du dir für die Fremdwörter ein Ersatzwort oder emotionales Bild in der Muttersprache. Dies könnte unter anderem ein gleichklingendes deutsches Wort sein. Dieses Bild verknüpfst du nun mit einem mentalen Briefkasten, der im Fall von Vokabeln die deutsche Übersetzung ist. Angenommen, du möchtest dir das englische Wort "grizzle" – was so viel bedeutet wie "nörgeln" beziehungsweise "schmollen" – merken, dann könnte die Geschichte dazu lauten: "In der Ecke sitzt nörgelnd ein Grizzlybär, der mich ganz schmollend ansieht."

Sucht man nun in einem Gespräch nach dem englischen Wort, erinnert man sich einfach an die Geschichte, die man sich zuvor überlegt hat. Wenn die Verknüpfung emotional und spannend genug war, werdet ihr schnell auf den Grizzlybär kommen und wissen, dass "schmollen" auf englisch "to grizzle" heißt.


Wie halte ich eine Rede ohne Spickzettel?

Schaust du mal einem guten Redner auf den Spickzettel, stellst du fest, dass dort nur die Schlüsselwörter – sprich der "rote Faden" - stehen. Diese Keywords kann man sich mit unseren Freunden, den mentalen Briefkästen, leicht im Kopf abspeichern. Dafür nehmen wir den Körper zu Hilfe, an dem wir zehn dieser markanten Briefkästen installieren.

Wir beginnen unten:

  • 1 = Füße
  • 2 = Knie
  • 3 = Oberschenkel
  • 4 = Gesäß
  • 5 = Taille
  • 6 = Brust
  • 7 = Schulter
  • 8 = Hals
  • 9 = Gesicht
  • 10 = Haare

Angenommen, das erste Schlüsselwort wäre "Wirtschaftswachstum". Dieses Wort kann man nun mit dem ersten Briefkasten – den Füßen – verbinden. Man stellt sich einfach vor, auf den Zehen steht eine gut besuchte Wirtschaft (Kneipe), die immer größer wird und aus allen Nähten platzt. Das zweite Schlüsselwort wäre "Cash-Flow". Jetzt stellt man sich vor, wie aus dem Knie Geld herausfließt. Das dritte Schlüsselwort wäre "Konkurrenz". Auf dem Oberschenkel sitzt der Konkurrent aus Asien. Das vierte Schlüsselwort wäre "Marktsituation", das man nun mit dem Gesäß verbinden kann.

Mach dir ein sehr starkes, emotionales Bild, dann bleibt es im Gedächtnis haften!

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