Homefront Action
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09. Aug 2016

Entertainment

UNICUM Filmkritik: Homefront

-ARCHIV-

Den neuen Actionkracher mir Jason Statham gibt's ab dem 20. Juni für euer Heimkino

Dabei will er doch nur seine Ruhe ...

Angeblich war 80s-Action-Ikone Dolph Lundgren ganz angetan von dem Skript zu "Homefront" und wollte am liebsten selbst die Hauptrolle in dem von Kumpel Sylvester Stallone verfassten Film spielen. Zum Glück ist die Wahl dann doch auf Jason Statham gefallen, der es – trotz einer beeindruckenden Karriere im Arschtritt-Genre – geschafft hat, eine Einsortierung im Trash-Bereich á la Lundgren, van Damme & Co. zu vermeiden. Statham steht für knorkige One-Liner, staubtrockene Faustschläge und unterkühlten Gangster-Helden-Weltretter-Charme. Alles Stärken, die er auch in "Homefront" ausspielt.

Phil Broker (Statham) hat ein festes Ziel vor Augen: Er will seiner Vergangenheit entkommen. Nach dem Tod der Ehefrau zieht der ehemalige Drogenfahnder gemeinsam mit Tochter Maddy (Izabela Vidovic) in eine vermeintlich idyllische Kleinstadt und fängt ganz von vorne an. Für die kleine Familie scheint es endlich bergauf zu gehen, doch dann wehrt sich Maddy recht eindrucksvoll gegen die Schikanen des Schulhof-Rowdys. Dessen Mutter Cassie (Kate Bosworth) will die Demütigung ihres Sohns nicht einfach so hinnehmen und wendet sich an ihren Bruder, den stadtbekannten Crystal Meth-Brauer Gator Bodine (James Franco). Gator will Broker anfangs nur ein wenig Angst einjagen, doch schnell merkt der Kleinganove, mit wem er es wirklich zu tun hat.

Denn Phil Broker hat einst als Undercover-Agent den berüchtigten Drogenbaron Dannie "T" Turrie (Chuck Zito) festgenommen und dessen Sohn erschossen. Gator wittert seine Chance auf den ganz großen Deal und plant mit seiner Geliebten Sheryl (Winona Ryder), den Aufenthaltsort von Broker an den Syndikat-Chef zu verraten. Im Gegenzug erhofft sich das Duo den Einstieg ins Vertriebsnetz des nationalen Drogenhandels. Doch es kommt natürlich anders als geplant – denn gerade, wenn es um seine Tochter geht, kennt der durchtrainierte Überlebenskämpfer Broker keinen Spaß...

Statham + Stallone = Action satt!

Machen wir uns nichts vor: Wer subtile Dialoge, eine Story mit unerwarteten Wendungen und tiefgründige Figuren sucht, sollte am besten die Finger von "Homefront" lassen. Wer allerdings auf gradlinige Action, eine ordentliche Portion Wumms und "Ein Mann gegen alle"-Mentalität steht, ist hier genau richtig.

Regisseur Gary Fleder ("Das Urteil") holt alles aus dem unterhaltsamen Drehbuch heraus und lässt seine Darsteller im Rahmen des Genres famos aufspielen. Gerade einen James Franco erwartet man vielleicht nicht unbedingt in einem Statham-Vehikel, doch reiht er sich hervorragend in das Geschehen ein und wertet die manchmal allzu simple Selbstjustiz-Story mit seinem Spiel auf. Gleiches gilt im Übrigen auch für Winona Ryder, Kate Bosworth und die bezaubernde Newcomerin Izabela Vidovic.

Laut Filmstarts.de ist "Homefront" "der Alptraum aller Pazifisten und Waldorfschuleltern" – das lässt sich so unterschreiben. Allerdings ist der Film auf der anderen Seite der Traum aller Action-Fans, die sich bei einer Tüte Popcorn eine Runde Remmidemmi-Unterhaltung gönnen wollen.

Homefront

Action, USA 2013

Regie: Gary Fleder

Darsteller u.a.: Jason Statham, James Franco, Winona Ryder, Kate Bosworth, Izabela Vidovic

Verleih: Universum Film

VÖ: 20. Juni 2014

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